The Water is so wet and cold!

Feb 2nd, 2009 | By | Category: Yeo's zoo reports

02.02.2009

Hallo, liebe Knut-Fans!

Heute war mein erster Zoo-Besuch im neuen Monat und nach der Schließung des Rbb-Blogs.
Eigentlich hatte ich ganz andere Termine, aber mein Interesse an Knut und am Zoo ist nach wie vor ungebrochen.

Als ich heute im Zoo eintraf, war es schon ziemlich spät, kurz vor halb zwölf. Also nix mehr mit Eisbärenfütterung. Aber wohl noch mit BaoBao-Fütterung! Ich ging also ziemlich hastig zum Raubtierhaus. Herr Liebschwager, der heute wieder die Fütterung machte, war so nett, sich einige Minuten zu verspäten. So passte es zeitlich wieder für mich. Es gab heute wieder sehr leckere Dinge, unter anderem einen von BaoBao heiß geliebten Pfannkuchen (oder Berliner, wie manche Leute sagen).

Die Löwen hielten heute ihren Schönheitsschlaf. Alle drei. Sie ließen sich auch gar nicht stören. Also besuchte ich das Nachttierhaus.

Bei den Plumploris war eitel Sonnenschein. Sie saßen einträchtig nebeneinander und langten mit ihren winzigen Händchen gemeinsam und graziös in einen Futternapf. Das Fingertier habe ich heute nicht gesehen, dafür aber den Wickelbären. Der guckte mich mit großen Augen an.

Dann ging ich ins Schweinehaus. Die kleinen Pekaris habe ich nicht gesehen, aber das muss nichts heißen. Es war gerade geputzt worden und die Pekari-Schweinebande war in eine Box gesperrt. Sie hatten sich ins Stroh gewühlt und grunzten vor sich hin. Man konnte unmöglich unterscheiden, wo der eine anfängt und der andere aufhört.

Dann war ich endlich bei Knut. Der hatte heute ein Problem. Im Wassergraben direkt vor ihm lag ein Ball. Knut wollte ihn gern haben und platschte mit seinen Tatzen entsprechend im Wasser herum. Aber der Ball wollte nicht kommen. Und Knut wollte nicht ins Wasser, so sehr die Besucher ihn auch ermunterten.

Weil ich fand, dass das seine Angelegenheit ist, ging ich zu den großen Eisbären. Lars kuschelte mit einer seiner Damen in der Höhle. Katjuscha tigerte hin und her. Die dritte der Eisbärendamen machte heute einen auf erschossenen Krieger und lag schlafend unten auf dem Eis.

Im Vogelhaus bemerkte ich heute zum ersten Mal die Inkakakadus. Sie wohnen gleich hinter der Tür rechts. Die Inkakakadus haben eine hübsche Farbe: zart hellrosa, an den Flügeln lachsfarbig. Auf dem Kopf haben sie einen niedlichen, rot-weißen Federschmuck.
Über Felix und Krümel gibt es nichts Neues zu berichten, sie sahen einfach toll aus wie immer.

Dann ging ich wieder zu Knut zurück. Der war inzwischen in Spiel- und Tobelaune. Er sprang immer wieder ins Wasser, dass es bis zu den Besuchern spritzte. Der Boden des Grabens wurde abgesucht, Spielzeuge wurden hochgebracht und hergezeigt. Darunter mehrere Bälle unterschiedlichster Plattheits- und Zerbissenheitsgrade. Das Beste war natürlich der schwarz-rot-goldene Ball und ein zerfledderter Jutesack, in dem sich sogar noch ein Spielzeug befand.
Diese Schätze wurden an Land geschleppt, der Fußball wurde mit den Tatzen plattgedrückt, auf dass das Spiel beginne. Leider verhedderte sich Knut dabei mit den Krallen in seinem Jutesack-Fragment. So ja nun nicht!

Knut warf jetzt alles ins Wasser und ging erneut auf Tauchstation. Er kam wieder hoch mit einem weiteren Ball und einer gut eingeweichten, abgelagerten Möhre, die aber noch Biss hatte. Man konnte es hören. Dann wieder ins Wasser ´rein mit Krawumm und heraus mit dem Ochsenschwanz, der auch schon bessere Tage gesehen hatte.

Nachdem wir all die schönen Sachen gesehen hatten, holte sich Knut wieder den schwarz-rot-goldenen Ball. Er presste ihn gründlich aus, nahm ihn zwischen die Zähne, holte Schwung und hopp! flog der Ball über Glas und Geländer. Ein kleiner Junge fing ihn und freute sich wie Bolle. Leider war er zum Zurückwerfen zu klein. Das übernahm großzügig sein großer Bruder. Hätte ich aber auch gern gemacht, schließlich liebe ich Kinder.

Knut war außer Rand und Band. Immer wieder flog der Ball zu den beiden Jungs. Erst als der Kleine den Ball zu kurz warf und der in den Graben fiel, hörte Knut auf. Dazu hätte er nämlich ins Wasser gemusst und das wollte er plötzlich aus irgendeinem Grund nicht mehr.
Aber Knut war noch lange nicht müde. Er sprang wie ein junger Gott die vereiste Treppe empor und rannte auf seiner Anlage hin und her. Es sah aus, als wisse er in seinem Übermut nicht wohin mit sich.

Gern hätte ich ihm noch länger zugesehen, aber ich hatte heute nicht viel Zeit und wollte auch noch das kleine Flusspferd besuchen. Da hatte ich aber Glück! Das Kleine war heute mal an Land zu sehen! Es stand vor seiner Mutter und biss ihr mit seinem zahnlosen Mäulchen immer in die Unterlippe. Die Mutter ließ das Kind gewähren. Dann kam der Vater an Land.
Vor dem hatte das Kind auch nicht allzu viel Respekt und knabberte an seinen Barthaaren herum. Aber das Kleine scheint bei den Großen Narrenfreiheit zu haben. Sie ließen alles mit sich machen.

Zum Schluss machte ich noch einen Abstecher ins Elefantenhaus. Es ist ja bekannt, dass Nachwuchs erwartet wird. Die Elefanten waren heute drinnen und Phang Pha so rund und trächtig wie eh und je. Sie stand aber am Gitter und beguckte den Elefantenbullen Viktor ziemlich interessiert. Recht so, der soll sehen, was los ist.

Das war´s leider wieder für heute, aus Zeitgründen nur ein kleiner Abstecher, aber mit einer schönen Dosis Knut.

Liebe Grüße, Y

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2 comments
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  1. Liebe Yeo!

    Deine berichten sind immer so lebendig. Nur Augen zu udn träumen. Dann mache Spaziergann mit Dir im Zoo.

    Teddybärenmutti

  2. Liebe Yeo
    na,da hast du ja wieder einen sehr erlebnisreichen Tag im Zoo gehabt.Schön,daß du uns mitgenommen hast.

    LG
    Bea