Ein Besuch bei Vaida, Frida und Nord in Tallinn

Jul 3rd, 2009 | By | Category: Featured articles

14.6.2009 by Ulli J

In keinem anderen Zoo, in dem ich bis jetzt gewesen bin, war der Gegensatz zwischen den neu geschaffenen Tieranlagen und den alten so deutlich wie im Zoo von Tallinn. Auf der einen Seite gibt es Reihen von Gehegen und Käfigen mit Betonböden und schwarzen Gittern, die eher an eine Tierzuchtanstalt als an einen Zoo erinnern, auf der anderen Seite gibt es großzügige moderne Gehege, die die natürliche Umwelt der Tiere nachahmen. Einerseits wundert man sich über die alten Anlagen für die Raubkatzen und Bären, da der Zoo ja erst 1983 auf seinen heutigen Standort umgezogen ist und selbst die schlechten Betonanlagen, die in den 70ger Jahren in westlichen Zoos gebaut wurden, besser sind als diese Käfige, anderseits staunt man über die zahlreichen wunderschön gestalteten Gehege, die erst in den wenigen Jahren, seit Estlands 1991 unabhängig wurde, entstanden sind.

Der Zoo von Tallin ist 87 ha groß, er hat also viel Platz für schöne Tieranlagen und den nutzt er nun auch.

Der Zoo will sich auf wenige Tierarten beschränken, die er artgerecht halten kann. Einen besonderen Schwerpunkt hat er auf die Haltung und Zucht von Bergziegen und –schafen gelegt. So ist auch besonders das Alpinarium sehenswert, wo auf modernen Anlagen Steinböcke und Wildschafe zu sehen sind. Besonderen Spaß haben uns die Ost- und Westkaukasischer Steinböcke gemacht.

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Auch die Indischen Löwen des Zoos haben eine moderne Anlage. In der einen Hälfte spielte eine junge Löwin alleine, in der anderen waren ein männliches und ein weibliches Tier. Sie wollte spielen, er wollte lieber seine Ruhe haben. Na ja, so sind nun mal die Männer.

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Uns zog es natürlich zuerst zu den Eisbären hin, deren Käfige sind einfach schrecklich, anders kann man es nicht sagen. Aber das soll sich bald ändern, bereits am Eingang des Zoos wird in einer gläsernen Sammelbox für ein neues Eisbärengehege gesammelt.

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Und auch an den Käfigen wird noch einmal deutlich gemacht, dass sich hier so bald wie möglich etwas ändern soll.

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Als wir dort ankamen wurden die Käfige gerade gesäubert, so schauten wir uns erst einmal bei den Nachbarn der Eisbären um, entdeckten Sibirische Tiger, Pumas und eine Rohrkatze, die auch ein neues Gehege bekommen müssten. Für die Schneeleoparden hat ihr „Knastaufenthalt” bald ein Ende, ihr neues Gehege ist schon fast fertig gestellt und es soll Ende Juni eröffnet werden. Die Luchse sind schon umgezogen, nur ein alter Luchs verbringt seinen Lebensabend noch in dem alten Raubtierkäfig. Auch die Amurleoparden und die Streifenhyänen haben eine schöne neue Anlage bekommen.

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Da sich bei den Eisbären noch nichts tat, sind wir zuerst hinüber zum Alpinarium und zu der neuen Elefanten Anlage gegangen und haben uns den schönen Teich der Wasservögel angeschaut, über den für die Besucher ein Holzsteg führt.

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Nachdem wir uns dann mit einer Tasse Kaffee aufgewärmt haben, es war nämlich ziemlich kalt, ging es zurück zu den Eisbären und da tat sich dann auch endlich etwas. Im Käfig nebenan lief schon ein Baribal unruhig am Gitter hin und her, während bei den Eisbären noch Wasser in das Becken, das gerade so groß ist, dass ein Eisbär es als Badewanne nutzen kann, eingelassen wurde.

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Dann kam Nord in seinen Käfig, inspizierte, ob seine Pflegerin auch alles ordentlich aufgeräumt hatte. Er war nicht ganz zufrieden damit, dass ein alter Reifen in seinem Wasserbecken schwamm, der musste zuerst herausgeholt werden. Dann musste er noch nachschauen, was bei seinen Nachbarn so los war und was sie Tierpflegerin da noch vor seinem Gehege zu tun hatte.

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Er ging noch einmal in sein Innengehege, das recht groß zu sein scheint, kam aber sofort wieder heraus, und hinter ihm ließ sich dann auch Vaida kurz sehen. Sie ist die ältere der beiden Eisbärinnen des Zoos Tallinn.

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Sie trank etwas Wasser und verschwand dann wieder im Innengehege. Vermutlich war ihr das Wetter zu schlecht.
Ihre Tochter Frida hatte damit weniger Probleme. Sie hat einen Käfig für sich und blieb eine ganze Zeit draußen. Ließ sich von ihrer Tierpflegerin mit dem Schlauch abduschen und schaute auch neugierig nach, was da so in der Nachbarschaft alles passierte. Sie machte nicht den Eindruck, als ob sie mit ihrer „Wohnung” unzufrieden sei. Allerdings kennt sie auch nichts anderes, denn sie wurde in Tallinn geboren.

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Wenn euch vielleicht eine Ähnlichkeit zwischen Jasper aus Kaunas und Frida auffällt, so liegt das daran, dass Frida seine jüngere Schwester ist.

Wir haben uns trotz des kalten Wetters noch eine ganze Zeit im Zoo von Tallinn umgeschaut und dabei auch noch die wunderschönen Eulen des Zoos entdeckt.

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Ich muss bestimmt noch einmal nach Tallinn kommen. Denn zum einen will ich wissen, wie es in Tallinn Zoo weitergeht, zum anderen ist auch die Altstadt von Tallinn eine Reise wert.

Mehr Bilder

vom Zoo Tallinn

vom Alpinarium

von den Löwen

von den Vögeln

von Nord

von Vaida

und von Frida

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3 comments
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  1. Ulli, I can’t tell how much I enjoy this zoo tour with you! Thank you once again!

    Hugs from Mervi

  2. The owl is beautiful. Hopefully the animals will get new facilities in the near future.
    Danke Ulli.

  3. Ulli,

    Thanks so much for your wonderful zoo tour! xo k-j