Das Mädel muss an ihrer Attraktivität zweifeln….
Nov 13th, 2009 | By mervi | Category: Yeo's zoo reports12.11.2009 – Fotos von Monika
Als ich heute bei Knut eintraf, wurde ich von anderen Besuchern mit den Worten empfangen: „Bis eben haben sie geschlafen!” Ich fand es nett von den beiden Bären, bei meinem Eintreffen zu erwachen. Knut war heute wieder etwas schüchtern. Er wich Gianna ständig aus. Dabei war sie gar nicht aggressiv. Sie ging neugierig auf ihn zu und Knut nahm die Beine in die Hand. Einmal ging er sogar bis ans äußerste Ende der Anlage und legte sich dort auf einen Felsvorsprung, so dass ich schon befürchtete, er würde ins Wasser fallen.
Deshalb hatte ich heute ziemliches Mitleid mit Gianna. Sie wollte Kontakt zu Knut, aber der haute ständig ab. Da muss das Mädel ja irgendwann Komplexe kriegen und an ihrer Attraktivität zweifeln, wenn der Typ da ständig Reißaus nimmt!

Als Frau Weckert nebenan die Kragenbären fütterte, bekamen auch Knut und Gianna jeder ein Brötchen ab. Gianna stellte sich auf die Hinterbeine und futterte ihr Brötchen sofort auf. Knut ließ sich Zeit. Als Gianna dann auf ihn zuging, ließ er es fallen und Gianna hatte das Brötchen. Dann wurde sie abgelenkt und ließ es ebenfalls fallen. Eine Weile spielten die beiden Brötchen-wechsel-dich, bis Knut den Rest auffutterte.

Dann fand Gianna einen Zweig und wollte ihn Knut präsentieren. Der hielt leider nicht viel von diesem Herbstschmuck. Also trug Gianna ihn zur Höhle und legte ihn im Eingang ab. Ich dachte schon, sie wolle ihre Höhle schmücken. Dann kam sie wieder, legte sich in Knuts Sichtweite und knabberte an dem Zweig herum. Knut behielt Gianna genau im Auge und kaute aus Solidarität an einer Pflanze in seiner Nähe.

Gianna scheint auch eine Vorliebe für Knuts Schlafplatz hinter dem Baumstamm zu haben. Denn als Knut einmal aufstand, ließ sie sich sofort hineinplumpsen. Es ist ja auch schön, in einem vorgewärmten Bett zu liegen. Knut indessen schnappte sich nun den Zweig, den Gianna vorher bearbeitet hatte, beschnupperte ihn und kaute genüsslich darauf herum. Wahrscheinlich roch und schmeckte der Zweig wunderschön nach Gianna.
Schließlich machten die beiden wieder ein geruhsames Nickerchen. Ich war heute mit einer Knut-Freundin verabredet und beschloss, ihr entgegen zu gehen. Inzwischen war auch die Sonne herausgekommen und vorm Elefantengehege konnte man es gut aushalten.
Shaina Pali war heute sehr fleißig. Sie grub mit dem Rüssel und den Vorderbeinen eifrig ein Loch. Das Loch war schon so tief, dass sie bis zu den Knien darin stand. Die kleine Ko Raya wollte es der großen Schwester nachmachen und begann selbst, ein Loch zu graben. Aber warum soll die Kleine sich plagen, wenn die Große schon so tolle Vorarbeit geleistet hat? Ko Raya beschloss, an Shaina Palis Grube mit zuarbeiten. Dabei rutschte sie mit dem Allerwertesten hinein. Es dauerte eine Weile, bis sie wieder heraus kam. Inzwischen war eine der erwachsenen Elefanten-Damen gekommen und interessierte sich ebenfalls sehr für die Grube. Es war jedenfalls ein ziemliches Rüssel-Durcheinander auf dem engen Raum und ich war froh, dass sich die drei nicht verknoteten.
Als die Knut-Freundin, mit der ich verabredet war, kam, gingen wir zunächst wieder zu unseren Lieblingsbären. Weil dort immer noch Ruhe angesagt war, entschlossen wir uns, zum Raubtierhaus zu gehen. Unterwegs kamen wir bei den Yaks vorbei. Flocke hatte sich bei den Erwachsenen versteckt, man sah nur noch seine auffällige Fellzeichnung hervorleuchten.
Heute habe ich endlich mal bewusst nach dem kleinen Wisent geschaut. Es ist schon ganz schön proper, aber immer winzig gegen die Erwachsenen und auf seine Art auch sehr niedlich.
Im Raubtierhaus waren alle Löwen drinnen in den Käfigen. Weil ihre Käfige mit Sägemehl ausgestreut waren, hatten die vier einen interessanten Fellschmuck aufzuweisen. Paule beleckte Amira bewundernd.
Der Käfig von Chiara und ihren Kindern wurde gerade geputzt. Deshalb konnte man die junge Familie nur auf dem Monitor sehen. Chiara lag gespannt vor dem Schieber, die beiden Kleinen balgten sich in einer Ecke.
Aber dafür war heute das kleine Ozelot draußen. Zuerst sahen wir gar nichts, nur ein Stückchen hellgrau geflecktes Fell zwischen den Pfoten der Mutter. Dann hob das Kleine den Kopf und schaute die Besucher neugierig an. Das Ozelot-Kind ist einfach entzückend! Es hat ein wunderhübsches Gesicht, große Augen und eine lustige Fellzeichnung zwischen den Ohren. Schon seinetwegen ist ein Besuch im Raubtierhaus empfehlenswert.
Auf dem Rückweg wollten wir schauen, was Kito und Ine machen. Wir haben sie nicht gesehen. Dafür stand vor der Tür zum Gehege ein vergitterter Umzugskäfig mit Heu und Äpfeln darinnen. Steht da ein Umzug an?
Als wir wieder bei Knut ankamen, war der am Laufen. Gianna interessierte sich nicht für seinen Marathon, sondern beobachtete die beiden Kragenbären.

Ich hatte heute nicht so viel Zeit, aber eine Runde ums Bärenrevier war schon noch drinnen. Devi und Sutra sahen wir leider nicht, obwohl der Schieber offen war. Dafür sahen wir etwas anderes, und zwar einen Fuchs. Der saß unter der Bank gegenüber von den Volieren und hatte etwas zum Essen gefunden. Unsere Anwesenheit störte ihn nicht weiter. Allerdings hielten wir auch respektvollen Abstand.
Beim Anblick der Eisbärenanlage ohne Lars wird man melancholisch… Von den Wölfen sahen wir nur die beiden Großen. Die beiden Mädels waren nicht zu sehen. Die Nasenbären hockten auf den Bäumen. Einer saß am äußersten Ende und starrte mich an, als wolle er mir auf den Kopf springen. Das soll er mal machen. Ich mag Nasenbären sehr.
Dann wurde es Zeit zum Gehen. Wir wollten noch mal bei den Elefanten vorbei schauen. Aber die waren inzwischen alle drinnen und auf dem Dach des Elefantenhauses wurde gearbeitet. Dafür sahen wir am Gitter mehrere Rollen eines ominösen Materials stehen. Auf der Banderole stand „Elefantenhaut”. Jetzt wissen wir´s: Die Elefanten bekommen eine neue Haut.
Das war´s wieder für heute. Ich war zwar nur wenige Stunden im Zoo, aber diese kurze Zeit war sehr schön, sogar mit Sonnenschein.
Liebe Grüsse von Yeo































Dear Yeo,
Poor Gianna, hopefully she will be more succesful in trying to charm Knuti. Thank you once again for an entertaining zoo report!
Hugs from Mervi
Liebe Yeo,
ich danke Dir sehr für Deinen so nett illustrierten Bericht. Wie gut ist es, dass Giovanna so viel Selbstbewußtsein hat und nicht an ihrer Attraktivität zweifeln muss.
Hugs, caren
Dear Yeo,
Many thanks for your most entertaining report! I ‘m sure you are right that Gianna wonders what a polar bear girl has to do to get Knuti’s attention!! But she has shown great ingenuity in trying to make friends in a submissive position although it must be tiring for her to stand that way for long periods of time!
Bear hugs, Sarsam