Nur wenige Tage bis zu Knuts Geburtstag
Dec 2nd, 2009 | By mervi | Category: News and reports from Scandinavia1.12.2009 – Photos by Monika
Wer ist so verrückt und geht bei diesem Mistwetter in den Zoo? Die Antwort: Ich. Mein Mann hatte etwas in einem Elektronik-Markt zu erledigen und so konnte ich etwas Zeit für einen Zoo-Besuch abzweigen.
Als ich heute kurz vor Mittag bei Knuts Gehege eintraf, waren aber dort noch drei andere Damen mit dem gleichen Leiden; Knutitis. Sonst war der Zoo um diese Zeit ziemlich leer. Ich nehme mal an, dass mehr Pfleger als Besucher im Zoo waren.
Knut und Gianna störte das alles nicht. Sie waren allerbester Laune. Knut war in seinem Graben und schwamm. Gianna behielt ihn vom Felsen aus genau um Auge. Als Knut das Wasser verlassen wollte, kam Gianna angerannt und es gab eine Menge bäriger Küsschen.
Überhaupt suchte heute wie immer einer die Nähe des anderen. Zwar lief Gianna immer wieder zur Höhle, um nachzuschauen, ob sie offen ist. Aber dann kam sie wieder zurück. Bei einer direkten Begegnung wich Knut zwar noch etwas zurück, lief aber immer gleich wieder hinter ihr her.
Überhaupt waren die beiden heuten die aktivsten im Bärenrevier. Die Braunbären habe ich nicht gesehen, auch die Nasenbären hatten sich verkrümelt. Die beiden Wolfsmänner lagen unter dem Dach vor der Scheibe und schliefen.
Devi und Sutra waren auch drinnen.
Aber die Tapir-Familie war zusammen draußen. Ich habe gestaunt, wie groß Maja nun schon ist. Von ihrem Kinderkleid sind nur noch feine weiße Längsstreifen übrig.
Bei diesem Wetter lernt man die Häuser wieder zu schätzen. Deshalb schaute ich auch nach langer Zeit wieder mal im Flusspferdhaus vorbei. Die beiden kleinen „Nilis” haben inzwischen schon eine stattliche Größe erreicht. Zwischen den erwachsenen Flusspferden gab es eine lautstarke Brüllerei. Zwar konnte ich nicht sehen, um was es ging. Aber es war ein Krach, dass die Scheiben klirrten. Debby und ihr „ZwergZwerg” lagen zusammen vor dem Eingang ihrer Anlage und schliefen.


Als ich wieder zu Knut und Gianna zurückkam, war Knut schon sichtlich müde. Seine Augen wurden immer kleiner. Aber Gianna war doch so interessant! Er musste hinter ihr her, sie beschnuppern und versuchen, Küsschen zu ergattern. Als Gianna mal ein kleines Geschäftchen machte, stellte sich Knut vor ihr hin und machte aus Solidarität mit.
Heute wollte ich mal wieder ins Raubtierhaus gehen und nach dem Nachwuchs schauen. Die Ozelot-Mutter war mit ihrem Kind im Käfig. Sie lagen nebeneinander, Kopf an Kopf und blickten die Besucher aufmerksam an. Als zwei Pflegerinnen vorbei kamen, fragte ich sie nach dem Geschlecht des kleinen Ozelots. Es ist ein Kater, wie übrigens auch die beiden kleinen Jaguare. Von denen sah ich heute aber nicht viel. Die Mutter verdeckte die Sicht. Allerdings lugte hin und wieder ein schwarzes Köpfchen hinter ihrem Rücken hervor.
Amira, Jazira und Paule waren heute drinnen. Sie taten das, was sie am besten können: sie schliefen. BaoBao war immer noch mit seinem Frühstück beschäftigt. Der alte Herr lässt sich ja bekanntlich beim Essen Zeit.
Gegenüber von BaoBao, an der Außenanlage der Löwen, stand ein junger Mann und blickte interessiert in den Graben. Neugierig, wie ich bin, schaute ich auch. Unten im Graben, der ungefähr knöcheltief mit Wasser gefüllt war, standen Aru und Aketi. Aru patschte mit den Pfoten ins Wasser und freute sich offenbar, wie schön es spritzt. Aketi wühlte in einem angeschwemmten Laubhaufen herum. Dann beschloss sie, ihren Bruder zu ärgern. Sie sprang mit den Vorderpfoten auf seinen Rücken und lief auf den Hinterbeinen mit ihm mit. Aketi spielte also „Schubkarre”. Aru drehte sich um und sprang im Schlusssprung über sie hinweg. Im nu war eine Balgerei im Gange mit kleinen Beißereien und neckischen Tatzenhieben. Aber um zu zeigen, dass es nur Spaß war, beleckten die beiden einander zum Schluss.
Ich ging weiter zum Affenhaus. Der kleine Bonobo Kivu war heute außer Rand und Band. Er tobte wie wild geworden durch die Anlage und ärgerte seine Eltern, die sich das gutmütig gefallen ließen. Ich war erstaunt, wie klein das Äffchen noch ist. Aber wie lebhaft dabei! Die Mutter des kleinsten Bonobo-Babys lag mit ihrem Kind oben in der Hängematte. Das Kind sah ich nicht, von seiner Mutter sah ich nur den Kopf.
Dafür konnte ich heute Binis Kind sehr gut sehen. Bini hielt ihr Baby liebevoll im Arm, ließ es trinken und küsste es. Zwischendurch wehrte sie immer wieder den frechen Bagus ab, der lange Finger nach dem Baby machte. Ich staunte wieder, wie ruhig, bedächtig und liebevoll Affenmütter mit ihren Kindern umgehen. Es gibt Menschenmütter, die sich davon eine Scheibe abschneiden könnten.
Nebenan hatte Enche beschlossen, dass er nicht da ist. Er hatte sich unter einem Sack versteckt, nur ein paar lange, rote Zotteln guckten heraus. Naja, Hauptsache, Enche hat seine Ruhe.
Leider musste ich kurze Zeit später gehen. Aber es sind ja nur noch wenige Tage bis zu Knuts Geburtstag.
Liebe Grüsse von Yeo

































Dear Yeo,
Yes indeed – only a couple of days to go until we’ll be celebrating our miracle bear.
Thank you for your most entertaining report – it was good medicine against ‘Reisefieber’.
Hugs from Mervi
Dear YEO were happy that you even with the bad weather visits the zoo and it can share with us. Thank you. Knut and Gio are the smoochings of the zoo.
Dear Yeo, Monika, Mervi –
Oh my gosh, only a few hours until the Big Day, but most likely a crowd of Knutians has begun to assemble.
Looking forward to all the updates.
Bear Hugs, Tish