Ein kleines Wölfchen – tapsig, grau und fluffig….
May 27th, 2010 | By mervi | Category: Yeo's zoo reports27.5.2010 - Fotos von Monika, Doris und Jessie Webb
Heute war ich schon sehr früh im Zoo, kurz nach neun. Wir hatten heute in Berlin ein traumhaftes Wetter – zwar ziemlich kühl, aber sonnig. Es war so früh am Morgen noch ruhig im Zoo. Zurzeit ist es besonders schön. Es blühen nämlich die Rhododendren in allen Farben. Am schönsten sind die pinkfarbenen in der Nähe des Löwentors.
Die Elefanten hatten gerade Grünfutter bekommen, dem sie eifrig zusprachen. Die kleine Ko Raya spielte allerdings mehr damit.
Dann ging ich zu Knut und Gianna. Letztere war schön weiß und plüschig und marschierte auf und ab. Knut indessen hatte sich in verschiedenen Farben geschminkt und lag hinter seinem Baumstamm. Ich kann schon verstehen, dass manche Besucher Knut nicht finden. Hinter dem Baumstamm liegend und mit Tarnfarben versehen ist Knut nahezu unsichtbar.



Nun sind ja drei kleinen Wölfchen da und natürlich wollte ich mir die ansehen. Leider war es mir im Moment noch nicht vergönnt. Aber Pelle und Falko und die beiden Mädels Ava und Caja lagen friedlich auf der Anlage und sonnten sich.
Bei den drei Eisbärinnen bot sich ein sehr schönes Bild. Nancy und Tosca spielten zusammen im Wasser und das dicht vor der Glasscheibe! Selten kommt man diesen Tieren so nah. Man sah, dass die beiden sich gut leiden können. Auf einen zärtlichen Biss von Tosca gab´s einen freundlichen Klaps von Nancy. Sie umarmten sich und tauchten einander unter, genau wie Kinder, die im Wasser miteinander herumtoben. Mal war Nancy oben, mal Tosca. Katjuscha saß oben an Land und betrachtete das alles von hoher Warte.
Dann ging ich wieder zurück zu Knut und Gianna. Heute war ich mit zwei netten Knutfreundinnen verabredet, die für einen Tag nach Berlin zu Besuch gekommen waren. Während ich auf die beiden wartete, stellte Gianna sich auf die Hinterbeine und zeigte, was sie für ein großes Mädchen ist. Ein wirklich beeindruckend großes Mädchen!

Als die beiden Knutfreundinnen dann kamen, war es kurz nach zehn und die Eisbärenfütterung bereits in Sicht. Wir schlenderten langsam los und verharrten eine Weile bei den Wölfen. Die sonnten sich zwar nach wie vor einträchtig, waren aber nicht geneigt, uns ihren Nachwuchs zu zeigen. Schade. Die Eisbärinnen waren schon seelisch und moralisch auf´s Essen vorbereitet. Tosca wanderte erwartungsvoll hin und her.
Nach einiger Zeit kamen zwei Herren mit einem Mikro, einer Kamera und was sonst noch so zum Filmen gehört. Ich war ein bisschen neugierig und fragte, ob sie vielleicht für „Panda, Gorilla & Co.” filmen? Damit hatte ich den Nagel auf den Kopf getroffen.
Als dann etwas später Frau Weckert mit den Futtereimern erschien, wurde sie erst einmal ordentlich verkabelt. Dann begann sie mit der Fütterung. Heute gab es viele weiße Mäuse. Zuerst interessierten sich die Bärinnen nicht dafür. Dann erwachte Nancys Interesse. Sie legte sich die Mäuse auf den Rücken ihrer Tatze und verspeiste eine nach der anderen.Frau Weckert warf ein großes Stück Fleisch zu Tosca. Dummerweise kam die gerade aus dem Wasser und bekam das Fleisch an den Kopf. Was einem auf den Kopf fällt, kann man natürlich behalten! So kam Tosca in den Genuss einer Fleischportion, die einen Sonntagsbraten für eine sechs-köpfige Familie abgegeben hätte.
Nach der Fütterung gingen wir zu den Lippenbären. Sutra saß in der Sonne, den Rücken an den Baumstamm gelehnt, und machte Urlaub vom Muttersein. Sie ließ buchstäblich alle Fünfe gerade sein. Die kleine Devi stand auf den Hinterbeinen und guckte, was bei den Kragenbären so abgeht. Dort war aber auch nichts Besonderes, die beiden sonnten sich ebenfalls.
Anschließend drehten wir eine größere Runde. Zuerst zu den Dromedaren. Das kleine Dromedar wurde ausgiebig bewundert und fotografiert. Das wurde der Mutter anscheinend zu viel. Sie stellte sich genau vor ihr Kind und aus war der Traum. Dann gingen wir zu den Nashörnern Maburi und Kigoma. Mutter Maburi schätzte ihre Privatsphäre. Sie lag in der Ecke hinter dem Nashornhaus; nur ihre gewaltigen Hörner schauten hervor. Der kleine Kigoma trabte durchs Gehege. Er ist genau so niedlich wie Kito es war. Allerdings finde ich, dass er ein wenig anders aussieht als Kito. Warum auch nicht – schließlich sind auch Nashörner Individuen.
Knut und Gianna hatten sich nun beide zu ihrem Schönheitsschlaf nieder gelegt. Dafür drängten sich vor dem Wolfsgehege die Menschen. Das konnte doch nur eins bedeuten… Richtig! Ein kleines Wölfchen war draußen! Es ist wirklich sehr klein und unglaublich niedlich. Tapsig, grau und fluffig stolperte es vor Pelle herum und versuchte vergeblich, ihm auf den Rücken zu klettern. Der stolze Vater ließ sich das gutmütig gefallen. Dann bekam das Wölfchen Hunger. Es kämpfte mit allen vier Pfoten, um an Mutters Milchbar zu kommen. Dann ließ Ava sich erweichen und der Kleine bekam sein Frühstück.



Heute war ein idealer Tag für eine ausgedehnte Pause im Freien. Auch dabei kann man Tiere bewundern. Hinter dem Zoo-Restaurant befindet sich bekanntlich ein Teich, auf dessen Insel ein Gibbon wohnt. Im Teich selbst leben riesige Karpfen. Gern hätten wir Knut und Gianna mal mit dieser Örtlichkeit bekannt gemacht. Auch wohnen dort viele Schildkröten. Die saßen heute auf den Baumstämmen und sonnten sich. All das habe ich noch nie zuvor bemerkt.
Auf dem Rückweg kamen wir bei den Marabus vorbei. Einer der Marabus stand dicht vor uns und zeigte uns seine schicke Frisur. Ich musste an eine nasse Dauerwelle denken, aus der gerade die Wickler herausgezogen wurden. So ungefähr, nur dünner und fusseliger. In dem Moment kam ein Pfleger, den ich nicht kannte. Er scheuchte den Marabu ziemlich barsch in sein Gehege zurück. Uns scheuchte er genau so freundlich von dannen. Nanu? Darf man im Zoo neuerdings keine Tiere mehr angucken?
Knut war schon wieder am Laufen. Das tat er leider schon seit Mittag. Er hatte ein adrettes Make-up aufgelegt, dieses Mal mit Betonung des Allerwertesten. Heute wollte ich mir nach längerer Zeit wieder mal eine Nasenbärenfütterung ansehen. Ich mag ja die Nasenbären sehr gern. Auf dem Weg dahin sah ich eine Menschentraube, die sich vor dem Wolfsgehege drängte. „Alle drei Wolfsjungen sind draußen,” erklärten die Leute im Flüsterton. Tatsächlich, zwischen Pelle und Ava purzelten drei kleine Wölfchen herum. Sie balgten und rangelten miteinander, so dass oft nur ein wuscheliges graues Knäuel mit drei Schwänzchen zu sehen war. So etwas Niedliches! Schon wegen der jungen Wölfe lohnt sich ein Zoo-Besuch in diesen Tagen.



Als ich bei den Nasenbären ankam, sah ich, dass die schon an ihren Obststücken knabberten. Ich hatte vor lauter Begeisterung für die kleinen Wölfe die Nasenbärenfütterung verpasst. Frau Weckert war bereits bei den Braunbären! Eine Besucherin hatte ein Rosinenbrot mitgebracht, dass sie Knut gern zukommen lassen wollte. Mit Frau Weckert kann man reden. Kurzerhand brach sie das für Knut vorgesehene Baguette in zwei Hälften und warf sie den Braunbären hin. Dann nahm sie das Rosinenbrot für Knut entgegen. Knut verspeiste dieses Rosinenbrot mit besonderer Andacht, zumindest kam es mir so vor.

Heute war es bei der Fütterung von Knut knallvoll. Außer der Sache mit dem Rosinenbrot sah ich deshalb von der Fütterung nicht viel. Aber das machte nichts. Als Gianna wieder herausgelassen wurde, verabschiedete ich mich von den anwesenden Knutianern.
Auf dem Weg zum Ausgang kam ich bei den Warzenschweinen vorbei. Wer sagt eigentlich immer, dass Warzenschweine nicht hübsch sind? Zumindest die Kleinen sind ausgesprochen niedlich und ich freute mich, dass ich sie endlich mal sah. Sie rannten lebhaft hinter ihrer Mutter her.
Damit ging ein schöner Tag im Zoo wieder mal zu Ende.
Liebe Grüsse von Yeo






























Dear Yeo,
It must have been wonderful to see the little wulf cubs! They are so cute. I’m looking forward to seeing them in September.
I had a good laugh pictureing the Marabu ‘Dauerwellen’
Hugs from Mervi
Liebe Yeo!
Es ist schön wieder Deinen Bericht zu lesen. Freue mich, dass Du wieder den Zoo besuchst hast.
Doris, Monika und Jessie!
Danke für die Bilder.
Herzliche Grüsse
Liebe Yeo,
das ist wieder ein ganz toller Bericht aus dem Zoo. Deine Erlebnisse, die Du hier mit uns teilst, geben mir das Gefühl, auch wieder im Zoo Berlin gewesen zu sein. Vielen Dank für diese schöne Fleißarbeit, in der Du uns auch noch diese niedlichen Wolfbabies vorstellst.
Giovannas weiße Fellfarbe (starker Kontrast zu Knut, der einfach entzückend mit dem Kopf-Make-Up aussieht) blendet richtig, dass man fast zu einer Sonnenbrille greifen könnte.
Liebe Grüße, caren
there is too much cuteness on one page, i think my computer might explode ;o)
Hallo Yeo,
nun habe ich Dich endlich gefunden.Ich wollte Dir schon seit ewigen Zeiten erzählen, dass mir Deine Zooberichte immer supergut gefallen.Es ist tatsächlich so, als wenn man neben Dir herläuft, was in Wirklichkeit ein großes Vergnügen sein muss.
D a n k e , BrigitteE
Dear Yeo,
Thank you for your zoo report! Oh, my those wolf cubs are too cute! They must be a lot of fun to watch…can you picture TD and the cubs? xo k-j
Oh, liebe Yeo, neulich war ich etwas in Zeitdruck, und inzwischen hatte ich einfach vergessen, dass ich Dir wenigstens hier noch einen Zweizeiler hinterlassen wollte. Also, vielen Dank für einen wieder munteren Bericht. Ist das Wetter dieses Jahr nicht gnadenlos. EINEN EINZIGEN vollen Sonnentag hatten wir diesen “Wonne”Monat Mai! Jetzt ist’s schon seit Tagen wieder grau, trübe, trist, nass und kalt. BrrrrGrrrr…
Ich hoffe, Du neu gebackene Schwiegermama hältst das alles weiterhin gut aus und empfängst das erst Eneklchen demnächst mit Deinem strahlendsten Lächeln! Was sagt denn Dein Sohnemann zu den neuen Entwicklungen in der Familie? Nimmt er ein bisschen teil an den Geschehnissen?