Der erste Zoo-Besuch meines Enkelsohnes

Sep 8th, 2010 | By | Category: Yeo's zoo reports

8.9.2010 – Photos by SylviaMicky, Monika und SpreewaldMarion

Hallo, liebe Knut-Fans!

Heute (6.9) erst komme ich dazu, einen Bericht zu schreiben.Gestern war ja nun ein besonderer Tag. Zum einen der Vortag von Knuts 45-Monats-Geburtstag, zu dem sich wieder viele auswärtige Knutfans angesagt hatten. Zum anderen sollte der erste Zoo-Besuch meines Enkelsohnes stattfinden und wenn sich zwei so wichtige Persönlichkeiten – nämlich Knut und Simeon – begegnen sollen, ist das schon sehr denkwürdig.

Als wir kurz vor elf den Zoo betraten, begann es zu regnen. Nicht sehr heftig, aber unangenehm. Trotzdem machten wir uns unverdrossen auf den Weg zu Knut. Der hatte sich ordentlich geschminkt, wie es sich gehört und lag schlafend in seiner Kuhle. Er hatte an uns wenig Interesse. Das machte nichts; auch mein Enkelsohn hatte kein Interesse. Er schlief nämlich. Naja, was nicht ist, kann ja noch werden.

In der Waldschänke hatten sich die Knutfans versammelt und der neueste Knutianer wurde liebevoll und herzlich begrüßt. Von Mervi bekam er sogar einen Eisbären geschenkt. Danke, liebe Mervi! Eine Weile saßen wir gemütlich beisammen.

Dann hörte der Regen auf und die Sonne kam zögerlich hervor. Ich schlug meinen Kindern einen Zoorundgang vor, denn schließlich waren wir gekommen, um die Tiere zu sehen. Zuerst gingen wir wieder zu Knut zurück, der immer noch schlief. Dann wollten wir uns den kleinen Kigoma ansehen. Der hatte sich in der äußersten Ecke an seine Mutter Maburi gekuschelt und döste.

Das kleine Dromedar sieht sehr niedlich aus. Während seine Eltern kurzes Sommerfell haben, trägt die Kleine eine nette Punkfrisur aus dichter Wolle auf dem Rücken. Die Zwergesel nebenan hatten es meiner Tochter angetan, besonders der kleine Piccolo. Den wollte sie gern mitnehmen; das ging aber irgendwie nicht.

Die kleine Devi kauerte wieder in ihrer Felsnische; man sah eigentlich nur ein schwarzes Fellknäuel.
Bei den Eisbärinnen thronten Nancy und Tosca oben auf dem großen Stein. Sie schmusten miteinander und knabberten einander an den Ohren. Katjuscha indessen lag in einer der Höhlen und schlief. Nur ihr Kopf war zu sehen.

Im Nasenbärengehege ist das Gebüsch gestutzt worden. Zwar können die Nasenbären sich immer noch zurückziehen, aber man bekommt sie jetzt auch öfter zu sehen. Leider habe ich den neuen Nasenbären nicht gesehen. Oder nur nicht erkannt.

Ich fragte meine Tochter, was sie noch sehen wollte. Ihre Wahl fiel auf das Raubtierhaus. Obwohl es schon kurz nach halb eins war, hatte BaoBao seine Mahlzeit immer noch nicht ganz beendet. Er kaute angestrengt auf einem undefinierbaren Stück herum. Neben ihm lag eine ausgeknabberte Wassermelonenschale.

Gestern konnte man wieder mal die Rostkatze sehen, zumindest deren Rücken. Der Rest von ihr hing in einer aus einem Sack gearbeiteten Hängematte. Anscheinend hielt sie ein Mittagsschläfchen. Dasselbe machten auch Aru und Aketi.

Natürlich gab es auch einen Stand vom Zoo-Förderverein, der allerlei Souvenirs anbot, unter anderem einen süßen, kleinen Plüsch-Orang-Utan mit dem typischen Blick. Der musste mit und landete im Kinderwagen.

Dann gingen wir zurück zu Knut. Vor seiner Anlage war es bereits ziemlich voll. Von weitem sah ich auch Patrizia aus Italien. Gern hätte ich sie auch persönlich begrüßt, verlor sie aber später aus den Augen.

Leider musste meine Tochter nun gehen. Ich brachte sie noch zum Ausgang und kam gerade im richtigen Augenblick zurück. Frau Weckert hatte mit der Fütterung begonnen und ich kam dazu, als Knut einen schönen großen Lachs bekam. Ein älterer Herr freute sich über Knuts gesittete Essmanieren. „Guck mal, der legt den Lachs erst mal auf seinen Tisch.”

Nach der Fütterung von Knut ging ich gemeinsam mit einigen Knut-Freundinnen noch eine kleine Runde. Zuerst zu den Wölfen. Alle sieben Wölfe waren draußen. Die Jungen sind nun schon richtig groß und kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden. Die Mutter ist ja auch noch eine sehr junge Wölfin.

Bei den Eisbärinnen hatte sich immer noch nicht viel verändert: Katjuscha lag in der Höhle und döste. Tosca und Nancy lagen auf dem großen Stein und dösten auch. Dann gingen wir zum Streichelzoo. Dort war ich schon lange nicht gewesen. Wir bestaunten die Meerschweinchen, dort gibt es ein Junges, so groß wie eine Maus. Mir gefiel ein niedliches, wuscheliges Kaninchen mit rötlichem Fell. Man konnte kaum erkennen, wo vorn und hinten ist.

Die Ziegen und Schafe des Streichelzoos waren in ihren Gehegen. Wegen der Mittagspause, wurde mir gesagt. Über die Köpfe streicheln konnte man die Tiere trotzdem. Wir gingen weiter zu den Tapiren. Der kleine Pablo lief ständig hinter Maja her und versuchte, sie in den Po zu zwicken. Sie ließ sich das nicht gefallen und zwickte zurück. Dann kam sie zu uns, so nahe sie konnte und klagte uns fiepend ihr Leid. Jemand meinte, Pablo sei „wie ein nerviger kleiner Bruder, der der großen Schwester ständig hinterherrennt”. Ich fand den Vergleich sehr treffend.

Langsam schlenderten wir zu Knut zurück. Unterwegs trafen wir noch andere Knutfreunde. Zwar hatte ich mich nicht für Joes angemeldet, aber bei einer netten Kaffeerunde in der Waldschänke war ich gern dabei.

Mit diesem gemütlichen Beisammensein ließ ich den Tag im Zoo ausklingen.

Liebe Grüsse von Yeo

 

  
 
 
 

 
 

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9 comments
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  1. Liebe Yeo!
    Dein Bericht ist wie immer sehr interessant und detalliert. Ich habe mich auch gefreut Deinen Enkel und Deine Tochter zu sehen. Ich wünsche den beiden alles Gute.
    Herzliche Grüsse

  2. Dear Yeo,

    It was wonderful to meet you, your daughter and little Simeon in the zoo. I wish you all a great Autumn!

    Thank you for your report – as entertaining as always.

    Hugs from Mervi

  3. Liebe Yeo,

    schade, gern hätte ich den kleinen Simeon und Deine Tochter kennen gelernt.
    Am Samstag waren wir den ganzen Tag in Potsdam und nur am Sonntag haben wir
    den Zoo besucht.
    Vielen Dank für den schönen Zoobericht.

    Liebe Grüße Alex

  4. Dear Yeo,
    Thank you for your zoo report–wonderful as ever! xo k-j

  5. Liebe Yeo,
    wie schön, dass Dein Enkelsohn Knut noch auf seiner bisherigen Anlage “bewundern” konnte.
    Wie immer ist Dein Bericht sehr informativ und mit wunderschönen Fotos versehen. Vielen Dank und
    LG, caren

  6. ????????

  7. ooops, that is supposed to be hearts ;)

  8. Liebe Yeo

    es war schön deinen Enkel und deine Tochter kennenzulernen. Simeon ist ein rechter Woneproppen
    Danke für den schönen Bericht

    LG
    Bea

  9. Der Omma von hier aus einen herzlichen Glückwunsch zu den Glücksmomenten mit dem Enkelchen. Viele fröhliche Zoostunden mit ihm. Danke für Deinen Report, den ich eben erst ‘konsumiert’ habe. // Ein Tipp wegen des neuen Nasenbären: zurzeit muss man wirklich SEHR genau in die Äste empor schauen. Es sitzt dort oben immer mindestens einer der süßen Racker. Am Montag war definitiv nur einer im Baum, und ich vermute, dass das der wohl immer noch schüchterne Neuankömmling war. Weißt Du eigentlich, ob die 6 Nasenbärchen auch alle einen Namen haben und woran man sie unterscheiden kann?