Besuch bei den alten Ladies Schnute und Katjuscha am 11.04.2015

Apr 12th, 2015 | By | Category: What's up in Berlin 2015

12.4.2015 von Monika aus Berlin

Tierschützer forderten ja vor einigen Tagen, dass Berlins Stadtbärin Schnute eingeschläfert werden soll, da es ihr angeblich sehr schlecht ginge. Sie hätte wohl stark abgenommen und offene Stellen am Hinterteil. Schnute ist 34 Jahre alt.

Eine Tierärztin die sich Schnute ansah, sagte dass es keine Hinweise dafür gibt, dass die Bärin Schmerzen leidet oder Schäden durch die derzeitige Pflege und Haltung habe. Die Tierärztin habe den Gesundheitszustand von Schnute als „dem Alter entsprechend“ bezeichnend. Deshalb komme es nicht in Betracht Schnute einzuschläfern.

So seien im Gang der Bärin Anzeichen von Arthrose zu erkennen. Schnute werde deshalb seit Monaten regelmäßig tierärztlich überwacht. Die Bärin esse normal, sei nicht depressiv, zeige Neugier und lasse sich von ihrem Pfleger kraulen.

Ich habe heute (11.4) Schnute einen Besuch abgestattet, und hatte die Gelegenheit, mich lange mit der Tierpflegerin von Schnute zu unterhalten. Sie war natürlich auch sehr traurig wegen der neuen „Aktion“ der Tierschützer.

Sie bestätigte, dass Schnute noch gut frißt. Sie läuft aufgrund der Arthrose zwar sehr langsam, ist aber noch sehr neugierig und interessiert. Und wie ich sehen konnte, ist sie heute lange auf ihrer Anlage gelaufen . Mal auf der linken Seite und dann ist sie rüber zur anderen Seite. Auch in den Graben ist die alte Dame gegangen, um dort ihren Spaziergang fortzusetzen.Wenn Schnute arge Schmerzen hätte, würde sie das wohl nicht mehr bewältigen.

Wenn ich Schnute mit unserer inzwischen verstorbenen Petzi aus dem Zoo vergleiche, ist Schnute noch in einem guten Ernährungszustand. Ich war im November 2014 bei ihr, und konnte heute nicht feststellen, dass sie in diesem Zeitraum so stark abgenommen haben soll.
Ja, ihr Fell ist am Po ein wenig verklebt und weist auch kleine kahle Stellen auf, aber es ist weder blutverschmiert noch verkotet, wie berichtet wurde. Das Hinterteil ist einfach nur plattgesessen, da sie ja doch viel sitzt oder liegt.

Ich bin kein Tierarzt und kann nur berichten, was ich sehe und empfinde. Aber ich bin der Meinung, man sollte Schnute jetzt in Ruhe ihren Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung verbringen lassen. Man sollte der Pflegerin einfach mal vertrauen, denn sie würde ihren Schützling bestimmt nicht unnötig leiden lassen.

Es gibt noch viel zu viel Bären die wirklich leiden und mißhandelt werden. Das wäre mal eine sinnvolle Aufgabe der Tierschützer.

Einige Impressionen vom heutigen Vormittag.

Schnute freut sich über die Streicheleinheiten von ihrer Pflegerin

Schnute geht hinunter in den Graben

Nach einem ausgiebigen Spaziergang kam sie wieder nach oben

Ein kurzes Video von Schnute

Da ich mit der S-Bahn sowieso am Bahnhof Zoo vorbeikam, bin ich kurzentschlossen dort ausgestiegen. Anke B. hatte ja bei Mervi geschrieben, dass sie mit einem Pfleger über Katjuscha gesprochen hat.

Er sagte ihr, dass Kati hinter den Kulissen sehr gut frisst. Beide Bären werden nachts getrennt, so dass er einen Überblick hat, welcher Bär wie viel frisst. Kati hat es sich, nach einem guten Frühstück!, angewöhnt, bis in den Nachmittag zu schlafen. Dann wird sie aktiv. Viele Stammbesucher haben sie in letzter Zeit nachmittags ausdauernd spielen sehen.

Als ich heute so gegen 14.20 Uhr zum Gehege kam, spielte Kati wirklich im Wasser. Und es waren viele Besucher am Gehege.

Im Wasser sieht Kati fellmäßig relativ schlimm aus. Aber wenn das Fell trocknet, sieht man, dass es langsam wieder nachwächst. Das dauert eben immer ein bisschen.

Tosca

Fazit des heutigen Tages: Bei unseren alten Ladies ist zurzeit alles im grünen Bereich.

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12 comments
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  1. Hallo Monika

    Schön, dass Du mal bei Schnute vorbeigeschaut hast. 🙂
    Ich kann deine Ausführungen nur voll und ganz unterstützen.
    Langsam gehen mir diese “Tierschützer” auf den Keks. 🙄

    Toll dass nun auch Kati wieder gespielt hat. Bären die spielen
    oder noch “wandern” wie Schnute, sind sicher nicnt todkrank
    und haben ein Anrecht auf liebevolle Pflege, die sie ja auch be-
    kommen. Da brauchen wir keine “dreimalklugen” Mahner…. 😉

    Danke auch für das Video von Schnute und Spatzi! 🙂

    Liebe Grüße
    Chris 🙂

  2. Liebe Monika!

    Danke fuer die liebevolle Nachrichten von alte Damen.

    Warum sollte die leibe Schnute ihr Heim zu lassen. Es gibt allerlei Tierschuetzer. Es ärgert mich. Sie sieht si zufrieden aus. Sie hat liebevolle Pflegerinnen.

    Auch Kati sieht she zufrieden aus. Es freut mich sehr, dass zum Schluss sie Spielzeugen haben.

    Danke fuer Deine tolle Fotos und Information .

    LG

    TBM

  3. Liebe Monika,

    alte Bärendamen haben nun mal öfters kleine Beschwerden. Vor allem schlafen sie gerne und lange.
    Schnute geht langsam und bedächtig, aber mit sicherem Schritt. Ich denke auch, dass die Tierschützer übertreiben, weil ihnen die Stadtbären schon immer ein Dorn im Auge waren.
    Auf die Aussage der Pflegerin kann man sich bestimmt verlassen, denn sie kennt Schnute am besten.
    Katjuscha und Tosca haben jede auch mal einen guten oder weniger guten Tag.
    Vielen Dank für den Besuch bei den alten Ladies.

    Liebe Grüße
    Britta-Gudrun

  4. Liebe Monika!
    Danke, dass Du Schnute besucht hast und aktuelle Bilder und das Video von ihr mitgebracht hast.
    Ich kann Deinen Ausführungen nur beipflichten und habe an anderer Stelle Ähnliches geäußert.
    Manchmal denke ich, dass die Bezeichnung “Tier-SCHÜTZER” längst nicht für alle gilt…
    Schnute ist eine liebe alte Bärin und wird nicht mehr lange leben. Ich gönne ihr von Herzen alle Liebe, jede Streicheleinheit, jeden Sonnenstrahl, jeden interessanten Geruch in der Nase und jede leckere Mahlzeit bis ihre Stunde gekommen ist!
    Die Bilder der spielenden Kati sind wunderbar und herzerwärmend.
    Wir sollten unsere alten Tiere mit Liebe und Respekt bis zum Schluss begleiten, jeder schöne Augenblick ist für sie genauso kostbar wie für uns.
    Knugs
    Anke

  5. Danke für Deinen Besuch bei Schnute, ja, sie ist halt alt.
    Die Pflegerin wird Schnute schon nicht leiden lassen.

    Den Mädels geht es, Deinem Bericht nach, auch soweit gut. Im Alter ändern sich eben die Gewohnheiten – auch bei Eisbären. 🙂

    Knugs
    Uli

  6. Dear Monika,

    Thank you for your report
    and photos of both Schnute
    and Katy. Both look well
    For their age. I hope
    Schnute can live out her
    days in peace.

    xo k -j

  7. Liebe Monika
    Du hast uns grosse Freude bereitet mit Nachrichten von Schnute, Kati und Tosca. Dass Schnute gut gepflegt ist und geniesst Streichelheiten.
    Kati mit der blauen Tonneball ist nur traurig weil dass haette vor Jahren passieren koennen wann nur…
    Ich vermisse Berlin und bin so dankbar fuer jeden Bericht.

  8. Dear Monika,

    I have never understood why some people call themselves ‘animal friends’ when their solution always seem to be ‘put them asleep’. Why don’t they understand that old animals are just like old people – they have certain ailments, they get easily tired and aren’t as agile as young animals. However, that’s no reason to end their lives.

    According to you and many others Schnute is doing fine considering her old age and obviously she has no pains. Otherwise she wouldn’t be moving like she does. The keepers know her very well and know what’s best for Schnute. I wish the lovely lady a pleasant Summer time and hope the warm sun rays make her feel good.

    It was also great to see Kati so active again. I’m sure the visitors are surprised to see the old lady being so playful and agile in the water. Even Tosca is looking fine and doesn’t she have a lovely smile on her face?

    Thank you for all the information and fantastic video and photos! I wish all the old ladies many more good moments!

    Hugs from Mervi

  9. Liebe Monika,

    dankeschön,,nun bin ich wieder beruhigt.,

    LG Brigitte.

  10. Liebe Monika,
    Schnute wird nicht leiden und auch wenn die alten Knochen weh tun wird nicht so einfach eingeschläfert.
    Ich bin auch nicht mehr die Jüngste und die Arthrose setzt mir zu aber deshalb ist das Leben immer
    noch lebenswert. Warum sollte es bei einer Bärin anders sein.
    Auch Tosca und Kati haben ihr Leben anders eingeteilt.
    Tosca ist blind und Kati hat ein Herzleiden und dennoch haben sie ein gutes Leben und an Kati
    sieht man, sie hat richtig Spaß.
    Danke Dir für so schöne aktuelle Bilder von den Bärinnen.
    Liebe Grüße Moni K

  11. Mei, liebe MONIKA(Berlin), Du lieferst hier ja wieder Beiträge vom Feinsten.
    Vielen Dank, dass Du uns “SCHNUTE von SAMSTAG after EASTER” so bequem und hübsch ins Haus lieferst. . . . Also manchmal frage ich mich wirklich wie viele “TIERSCHÜTZER” diese Bezeichnung eigentlich wohl wirklich verdienen!

    Ich kann von meinen Besuchen exakt das bestätigen, was Du sagst: man hat zwar wohl den Eindruck, dass SHCNUTE Schmerzen beim gehen hat bzw. dass Ihr das Gehen schwer fällt, aber sie bewegt sich noch munter auf allem ihr zur Verfügung stehenden Platz, inklusive des MulchGrabens – rauf und runter, hine und her – und das mehrfach am Stück – und sie kommt immer wieder raus, wenn sie zwischendurch auch mal rein geht!°

    – – –
    Ach, und was freut es mich doch auch so sehr, mal wieder soo viele begeisterte Besucher am Eisbärengehege zu sehen. Schon erstaunlich wie fröhlich(!?) und ausdauernd KATJUSCHA plötzlich spielt! Schöhöööön!

    TOSCA sieht auf Deinen Bildern auch recht gut aus. Sie ist eben inzwischen etwas eingefallen. Hoffentlich hat sie noch lange ausreichend Lebensqualität, um sich am Leben zu erfeuen und uns damit, sie sehen zu können/dürfen!

    PS:
    ‘s Bibberle ist auch wieder so nett!

  12. Dear Monika,

    Thank you so much for the wonderful, positive news about Schnute, Kati and Tosca. As long as Schnute is eating and exercising and responding to her keepers, I see no reason to end her life. Senior citizens move slower be they humans or bears. That is no reason to put either of them down…… Seeing Kati play is a delight! And considering that Tosca is blind, I think she is doing very well.

    Hugs, Sarsam