Winterruhe oder keine Winterruhe – Teil 2

Feb 7th, 2018 | By | Category: Bärenwald Müritz

7.2.2018 von Gisela H

Am 12. Januar war ich wieder im Bärenwald. Ich habe Mitarbeiter einer Firma mit dem Namen Bärenhaus durch den Bärenwald geführt. Es war kalt und unfreundlich und deshalb haben wir leider nur 2 Bären gesehen. Aber das Team war nicht traurig und will wiederkommen.

Die eine Bärin, die wir gesehen haben, war Susi. Sie war sogar so lieb und ist nach vorn an den Zaun gekommen.

Hier ein paar Bilder der alten Bärin. Anfangs lag Susi in ihrer Lieblingkuhle.

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Nach kurzer Zeit erhob sie sich und tapperte nach unten an den Zaun. Wie alle Bären hat sie sich ordentlich Winterspeck angefressen. Auch ihr Fell sieht richtig schön aus.

Es ist wunderbar, wenn die Bären dirkt vor einem stehen. Aber leider hat man dann fast immer irgendwelche Stromdrähte vor der Nase.

Susi entschied sich, ein bisschen zu frühstücken. Den Anfang machte sie mit einem weichen, leckeren Brötchen. Sie legte sich das Futter auf die Tatze, wie es so viele Bären tun.

Beim Fressen ließ sich die Bärin alle Zeit der Welt. Die Besucher hat es gefreut. Auch Omi Susi sah sehr zufrieden aus.

Ganz am Ende unserer Runde haben wir dann weit hinten im Eingewöhnungsgehege Hanna entdeckt. Sie pflügt zurzeit ihr Gehege um und spielt mit den Grasbatzen.
Die Wiese um ihre Winterbox sieht inzwischen so aus, als hätten dort die Wildschweine gewühlt. Aber so etwas können auch Bären.

Mein nächster Besuchstag war der 20.Januar. Einen Tag zuvor hatte es geschneit. Aber von der weißen Pracht war nicht mehr besonders viel zu sehen.

Wie eigentlich bei jedem meiner letzten Besuche, entdeckte ich zuerst die Susi.
Aber heute gaben sich auch Tapsi und Michal die Ehre und Pavle spielte sogar.

Aber hier kommt zuerst die Susi.

Ich war ein wenig überrascht, dass Tapsi draußen zu sehen war.

Michal lag in der Röhre und schlummerte. Ich glaube, man kann das ganz gut erkennen. Zuerst sah es aus, als würde Tapsi weiter ihr Gehege durchstreifen.

Aber dann machte sie einen Bogen, ging zur Röhre und forderte Michal auf, ein bisschen zu rutschen.

Was blieb ihm übrig, wenn seine Bärin kuscheln will. Irgendwie macht er den Eindruck, als wäre er nicht ganz so begeistert. 🙂

Ich bin mit den Hunden dann eine große Runde durch den Bärenwald gegangen und als wir auf dem Rückweg wieder bei Tapsi und Michal vorbei kamen, waren die beiden Bären nach draußen umgezogen. Sie lagen friedlich eingekuschelt unter einem Baum und schlummerten.

Tapsi hob ab und an den Kopf und blickte sich um.

Michal ließ sich von nichts und niemandem stören.

Die Beiden benehmen sich wirklich wie ein altes Ehepaar. 🙂

Hier kommen noch ein paar Fotos von Michal, der inzwischen nur noch im Halbschlaf war.

So, nun kannst du weitergehen, könnte dieser Blick sagen.

Ich wäre sowieso gegangen, denn irgendwie tat sich hinter meinem Rücken etwas.
Sylvia und Pavle waren auf ihrer Röhre aufgetaucht.

In ihrem Gehege lag noch Schnee. Deshalb gibt es hier ein Foto vom runden Pavle im Schnee.

Er hatte Lust zu spielen und schnappte sich, genau wie seine Schwester, einen großen Ast.

Sylvia dagegen versuchte an die Leckereien im Futterball zu kommen. So ganz klappt das noch nicht. Aber schließlich macht Übung den Meister.

Pavle versuchte inzwischen, sich einem Ast zurecht zu schnitzen. Ich finde, er sieht richtig vergnügt aus.

Sylvia beobachtete ihn eine Weile. Auch sie machte einen sehr zufriedenen Eindruck.

Auch an diesem Tag habe ich beobachten können, dass die beiden Bären auf Menschengruppen regieren und zurückziehen. Pavle unterbrach sein Spiel und marschierte Richtung Röhre.

Auch Sylvia entdeckte die Gruppe und verschwand sofort.

Das wird sicher noch werden, wenn die Bären feststellen, dass sie hier im Bärenwald nicht von den Menschen geärgert werden.

Zu meiner großen Überraschung tauchte an diesem Tag auch der Ottobär auf. Er hatte ein Brot im Gehege gefunden und futterte gemächlich und in aller Ruhe.

Am Ende eines schönen Tages begleitete mich dann das Hämmern dieses hübschen Buntspechtes zu meinem Auto.

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8 comments
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  1. Die ‘alte Bärin’ ist eine Augenweide und sie hat ein so herrliches Mienenspiel.
    Auch all Deine anderen gezeigten Bären und Bilder tun mir haute richtig gut.
    VIELEN DANK.

    Mögen sie alle lange, gut und zufrieden leben!

  2. PAVLE stehend mit Stock ist – wenn man unter all den schönen Aufnahmen überhaupt eine als Lieblingsaufnahme aus dieser Serie bezeichnen kann – heute mein Lieblingsbild!

    http://files.homepagemodules.de/b616359/f510t17541p357777n8_kPUNXVIY.jpg

  3. Liebe Gisela
    Deine Beschreibungen und Kentnisse
    der verschiedenen Baeren sind einfach
    klasse. Man kann die schoenen Photos
    dann wirklich im Leben holen.
    Ich wunsche dir und alle im Baerenwald
    allies gute.

  4. Liebe Gisela!
    Ich bin begeistert über Deinen Bericht und die wunderbaren Fotos. Dankeschön!
    Gerade in diesen Zeiten, in denen man fast Angst hat, die Zeitung aufzuschlagen, ist es wohltuend und herzerwärmend, sich an und mit diesen liebenswerten Bären zu freuen.
    Du beschreibst sie so lebendig und liebevoll, dass man meint, sie zu kennen, Anteil an ihrem Schicksal nimmt und wissen möchte, wie es weiter geht.

    Sehr anrührend sind die Fotos von Susi, köstlich die “Beziehungsröhre” – statt “Kiste”…- von Tapsi und Michal und einfach nur schön die Spiele von Sylvia und Pavle.
    Meine Lieblingsbilder sind die von Susi und die von Pavle mit seinem Stöckchen. Herrlich, wie er da so auf seinem Hintern sitzt!

    Ich nehme an, dass sich bei der inzwischen herrschenden frostigen Kälte fast alle Bären in die Winterruhe begeben haben und hoffe, dass sie im Frühling gesund und munter wieder auftauchen und das Leben genießen. Bis dahin wünsche ich ihnen süße Träume!

    Liebe Grüße
    Anke

  5. Liebe Gisela,

    deine feinfühligen Beobachten machen uns die Bären, ihre Vorlieben und Ängste immer vertrauter.
    Es tut einem weh zu hören, dass Pavle und Silvia immer noch scheu und ängstlich auf Menschen
    reagieren, weil sie in ihrem vorherigen Leben schlechte Erfahrungen gemacht haben.
    Hoffen wir, dass sie sich zunehmend sicher fühlen werden und unbeschwert ihr geschütztes
    Leben genießen können.
    Ob sie den Winterschlaf noch antreten werden, wird sich zeigen.

    Vielen Dank für deinen 2. Bericht und liebe Grüße!
    Britta-Gudrun

  6. Liebe Gisela, oh wie immer so tolle Fotos.

    Liebe Grüße Inge

  7. Danke für Deinen liebevollen Bericht und die wunderschönen Bilder, es ist immer eine Freude von Dir und Deinen Lieblingen zu hören.

    Liebe Grüße, Erika

  8. Liebe Gisela,
    der Omi Susi wünsche ich dass sie gut durch den Winter kommt.
    Anrührend zu sehen wie Tapsi und Michal miteinander umgehen.
    Pavel und Silvia brauchen viel Zeit um zu lernen dass die
    Menschen ihnen nichts Boeses mehr wollen. Das wird schon mit der Zeit
    und sie haben sich sehr gut eingelebt.
    Danke dir ist wieder eine Freude gewesen.
    Liebe Gruesse Moni K