Besuch beim Lieblingstier – Totenkopfäffchen

Aug 6th, 2018 | By | Category: Featured articles

4.8.2018 von MoniK

In einer Pressemitteilung schreibt die Stadt: “Die Verantwortlichen im Tiergarten der Stadt Nürnberg mussten am heutigen Montag, 9. Juli 2018, das Asiatische Löwenweibchen Keera aufgrund starker, altersbedingter Gebrechen und Bewegungsstörungen einschläfern.” Gleichzeitig wird das hohe Alter des Weibchens betont: “Mit dem stattlichen Alter von 19 Jahren war sie die derzeit zweitälteste Löwin innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP).”

Keera erblickte am 9. Mai 1999 das Licht der Welt. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in ihrem Geburtsland Großbritannien. Im Januar 2002 bezog die Löwin dann ihr Gehege im Tiergarten Nürnberg. Zusammen mit ihr kam auch ihr Lebensgefährte Thar in die fränkische Metropole. Im Jahr 2006 brachte Keera zwei Jungtiere zur Welt. Die verbrachten einen Großteil ihrer Kindheit allerdings in Berlin. Im dortigen Zoo überbrückte die Löwenfamilie die Zeit des Umbaus ihres Raubtierhauses.

01-Keera hat uns 19jährig für immer verlassen

Für mich war sie ein ganz eigener Charakter und ich werde nie die schönen Momente vergessen als die ganze Famile im Schnee spielte.

Das Leben geht weiter und wir hatten Termin mit den Totenkopfäffchen. Die Nürnberger sind Bolivianische Totenkopfäffchen

 photo Kuvio.jpg

Ich wußte gar nicht, dass es so viele Unterarten gibt. Unsere Zoobegleiterin Nicola hat uns viel Interessantes über diese kapuzinerartigen Affenart erzählt.

Eine Sicherheitsbelehrung gab es auch, denn anfassen oder streicheln – sollte gelassen werden, auch niedliche Affen können beissen.

Zwei Gruppen leben im Nürnberger Tiergarten und für uns ging es erst mal auf die Insel.

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Diesen Weg gehen die Äffchen

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Wir zogen Gummistiefel an und gingen durch den Wassergraben. Sie erwarteten uns schon, gar nicht schüchtern sprangen sie Äffchen auf die Schultern und holten sich ihre Mehlwürmer.

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Neugierig wird alles untersucht

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In dieser Gruppe lebt auch noch das männliche Äffchen, diese Gruppe ist sanfter und akzeptiert ihn noch. So alle vier Jahre mobben die Affendamen das männliche Tier aus der Truppe und holen sich einen jungen frischen Mann. Die Damen haben das Sagen und so sorgen sie für die beste Arterhaltung, die Natur ist einfach nur großartig.

Wir gingen in die zweite Freianlage und das sind die jungen Wilden.

Beäugt von den anderen

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Diese Gruppe war wilder, frecher und nicht für Brillenträger geeignet. In den geflochtenen Feuerwehrschlauch haben wir Leckerlis gesteckt und so waren die Äffchen beschäftigt.

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Diese alte Dame hat es mir besonders angetan, ganz sanft hat sie ihr Köpfchen an meinen Hals geschmiegt, ein kleiner besonderer Augenblick.

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Die jungen Wilden

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Das Album

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8 comments
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  1. Liebe Monika
    Die Keera sieht sehr imposant aus. Ich verstehe warum sie eine Favoritin von dir war.

    Die kleinen Aeffchen haben wir auch in Cotswold Wildlife Park bei uns auch. Jahre her war ich mit meinen Eltern zu Besuch und war dabei eine Banane zu fressen, als ich vor der Scheibe der Aeffchen stand. Auf einmal stoss die galze Bande samt Nachwuchs an der Scheibe und starrte mich an. Mein Vater war begeistert.

    Man kann vorstellen dass in der Nacht sehen die weissen Gesichte aus wir Totenkoepfe.

    Schoen wie immer mit dir in den Zoo zu kommen

  2. Liebe Moni,
    es ist schade, dass Keera und Thar nicht mehr da sind. Wir haben sie immer besucht. Sie sahen auch im Alter gut aus.
    Die Totenkopfäffchen sind sehr munter, bewegen sich sehr schnell. Es ist immer schön sie zu beobachten.
    Hugs
    Ludmila

  3. Dear Monika,

    How sad that even beautiful Keera has now left us. However, she had a good life in Nuremberg and reached a respectable age.

    The squirrel monkeys are sweet little rascals. I had no idea there are so many sub species!

    The monkeys in Nuremberg have a nice ‘jungle’ so it’s no wonder they look so happy and contented. It’s wonderful to see them hanging and climbing in the trees and the ropes. What energy, what agility!

    The ladies have a mind of their own and know what they want – and they even make sure they get it. 🙂

    The ‘old lady’ is incredibly beautiful and charming and the babies are, of course, cuter than cute!

    Thank you so much for presenting the squirrel monkeys to us!

    Hugs from Mervi

  4. Hallo MoniK

    Die Totenkopfäffchen gehören mit zu meinen Lieblingstieren.
    Auch ich wusste nicht, dass es so viele Unterarten gibt.
    Es war sicher ein tolles Erlebnis auf der Insel. 🙂
    Besonders niedlich ist natürlich der Nachwuchs.

    Liebe Grüße
    Chris 🙂

  5. Liebe Monika!
    Es tut mir sehr leid, dass die schöne Keera gestorben ist.
    Alte Zootiere sind für jeden langjährigen Besucher etwas Besonderes. Jeder hat so seine Lieblinge. Man kennt sie und ihre Eigenheiten, freut sich, wenn es ihnen gut geht und sorgt sich, wenn sie krank sind. Sie sind einem vertraut und es ist jedes Mal schön, sie zu sehen. Alte Tiere, die man vielleicht sogar schon als Jungtier kannte, liegen einem besonders am Herzen und haben niedlichen Jungtieren etwas voraus.
    Es tut weh, wenn sie gehen.
    Ihr Verlust hinterlässt eine Leerstelle, die ein junges Tier nicht zu füllen vermag und sei es noch so bezaubernd.

    Wo sich Totenäffchen tummeln, ist was los und es macht immer Spaß, diesen niedlichen und quirligen Tierchen bei ihrem Treiben zuzusehen. In Nürnberg haben sie eine besonders schöne und grüne Anlage und es war sicher toll, ihnen dort so nahe zu kommen.
    Auch hier hattest Du einen besonderen Moment mit einem älteren Tier…
    Danke für diesen schönen Bericht und die feinen Fotos.

    Viele Grüße
    Anke

  6. Liebe Monika,

    um die schöne Keera trauerst du zurecht, denn sie war eine langjährige Zoobewohnerin, die einem dadurch besonders ans Herz wachsen.

    Die hübsche Affenbande so nah erleben zu können, war bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis.
    Ihr Gehege sieht wirklich aus wie ein Dschungel, wo sie quirlig in den Ästen toben können.
    Die Damen sind nicht zimperlich beim Austausch ihrer Partner, aber die Natur wird sich etwas dabei gedacht haben.

    Vielen Dank für deine interessanten Infos über die vielen Unterarten dieser hübschen Affenart!

    Liebe Grüße,
    Britta-Gudrun

  7. Auch wenn man sich immer wieder auf allen Gebieten der REALITÄT stellen muss, macht jede Verlustmeldung – auch Unbekannter – speziell im Tierreich (ob aus Zoos oder aus der Wildnis)
    traurig und betroffen. Und ja, dann gibt’s eben auch immer gleich wieder den eben richtigen
    Hinweis: “Das Leben geht weiter!”. Oft und meist ist es erstaunlich WIE schnell das Leben seinen
    mehr oder weniger gewohnten Gang weiter geht – egal, ob ein Tier oder ein Mensch betroffen ist –
    da dürfen auch die mehr Menschenbezogenen sich keiner Illusion hingeben.

    KEERA möge allen, die sie kannten in guter Erinnerung bleiben.
    Schön, liebe MONI K, dass Du ihr hier ein kleines Denkmal gestzt hast!

    Und nun zu den Lebenden:
    Das ist ein sehr munterer und lebendiger und auch witziger Artikel mit – wie könnte es anders sein!? –
    köstlichen Fotos (wie der Kleine zum Fenster reinguckt! Putzig!)!
    Herrlich: ‘Die Jungen Wilden’ im üppigen Grün beim Lianen-Hangeln!

    Die alte Affendame, die Dir die Zärtlichkeit zukommen ließ, sieht auf Deinem Fotos
    eher wie ein ganz junges Äffchen -und auch ein bisschen wie ein Alien- aus 🙂
    Sie hat Dir bestimmt ein süß-bitters Gefühl spendiert. So unerwartet Schönes treibt
    einem häufig -aufgrund zu wenig Gewohnhit in dieser Hinsicht- die Tränen in die Augen. Nicht!?

    Generell muss ich sagen: “Intelligente Affendamen!”.
    Vielleicht sollten wir uns mal ein Beispiel nehmen!! ;-))))))))))

    – – –

    Vielen Dank für wieder einen schönen Beitrag. Du bist mal wieder schwer aktiv unterwegs zurzeit!

  8. Liebe Monika,

    was für ein tolles Erlebnis bei den Totenkopfäffchen.
    Vielen Dank für´s Teilen.

    Keera hatte ein lange und schönes Leben. Zudem ist ihr Partner auch vor kurzem verstorben und zu ihr kam eine junge Wilde ins Gehege. Es ist immer sehr traurig, wenn Tiere sterben, die man schon lange kennt.
    In Hellabrunn haben wir in letzter Zeit auch viele Verluste. Mit Yoghi begannt es, Steffi, Bruno und zu letzt auch Olga.

    Herzliche Grüße,
    Anita

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