Der 1.Mai im Zoo Berlin – Teil 2

May 15th, 2020 | By | Category: Reports from Berlin

15.5.2020 von Anke B, Photos von Dumba

Da das Restaurant und die dazugehörige Terrasse wegen Corona geschlossen waren und es nur eine Art Imbiss mit Fastfood zum Mitnehmen gab, verzichteten wir auf eine Kaffeepause und gingen gleich weiter zur Tigeranlage.

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Ich hatte erfahren, dass die Amurtiger Darius und Aurora aus dem Tierpark in den Zoo gezogen sind und hoffte, einen Blick auf die beiden werfen zu können. Und tatsächlich lag der stattliche Darius gut sichtbar schlafend ausgestreckt auf einer Art Plateau. Aurora entdeckten wir nicht, aber es ist toll, dass es im Zoo wieder Tiger gibt.

Video: Berlin Zoo

Wir setzten unseren Rundgang am Pelikanteich vorbei fort, wo nicht nur viele der großen Vögel zu sehen waren, sondern auch eine Menge Fischreiher, die bewegungslos um das Ufer herum standen und sich offensichtlich den ein oder anderen Fisch von der nächsten Fütterung erhofften.

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Viele Außenanlagen und – Gehege des Tropenhauses waren leer. Die Japan Makaken, die jetzt schon seit Wochen auf Geburtstagsführungen und von Kindern zugeworfene Erdnüsse verzichten müssen, machten tatsächlich einen etwas frustrierten Eindruck. Der Anblick des leeren Geheges der Siamangs daneben bedrückte mich, weil der niedliche kleine Klettermaxe, an dem wir im letzten Jahr so viel Freude hatten, im Winter an den Folgen eines Unfalls gestorben ist und in keinem Fall zu sehen gewesen wäre.

Das Brüllaffenweibchen Selina, die mir immer sehr am Herzen lag und furchtbar leid tat, weil sie seit einigen Jahren allein leben musste, ist knapp vor der Corona Krise nach Österreich in den Tiergarten Wels umgezogen.Vor ein paar Wochen habe ich dort angerufen, mich nach ihrem Befinden erkundigt und erfahren, dass es ihr gut geht und dass sie jetzt mit einem Brüllaffenmann und einem Weibchen aus Stuttgart zusammenlebt.

Sie wurden behutsam zusammengeführt und die Vergesellschaftung scheint funktioniert zu haben. Ich freue mich für sie, auch wenn sie und meine Begegnungen mit ihr an der Scheibe mir fehlen und ich es schade finde, dass es im Zoo keine schwarzen Brüllaffen mehr gibt. Ich werde ihre Mutter Ipanema, den hübschen Alano und Selina nie vergessen.

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Wir mieden Menschenansammlungen vor den jeweiligen Anlagen und gingen, soweit möglich, in weitem Abstand an den Schimpansen, Orang Utans, Gorillas, Pavianen und Bartaffen vorbei. Das ständige Slalom Laufen und Ausweichen wurde auf Dauer anstrengend! Von weitem sahen wir einige der Tiere: eine ruhende Schimpansin, Orang Mann Mano , der auf einem Felsabsatz ruhte und nur manchmal zu den Besuchern blinzelte, dem wir zuwinkten, Fatou, die mit dem Rücken zu den Besuchern die Reste ihrer Mittagsmahlzeit verzehrte, Sango und Bibi bei den Gorillas und die endlose Parade der Mantelpaviane, immer um den Felsen herum.

Video: Berlin Zoo

Futterautomaten für Orang-Utans im Zoo Berlin – Poke boxes for Orangutans at Zoo Berlin

Bei den Erdmännchen konnten wir nicht widerstehen, blieben stehen und mussten wenigstens mal kurz gucken. Wir wurden nicht enttäuscht. Nachdem zunächst kein einziges zu entdecken war, kamen sie, neugierig geworden, nach und nach aus diversen Löchern im Sand alle zum Vorschein, weil eine Pflegerin, die von den gerade gefütterten Stachelschweinen herüberkletterte, die Anlage säuberte. Die vier Kleinen sind ordentlich gewachsen, aber immer noch kleiner als die Erwachsenen und „voll“ niedlich. Als es um uns herum voll wurde und vor allem Kinder wenig auf Abstand achteten, gingen wir weiter.

Fotos: Berlin Zoo

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Wir passierten die Elefanten, sagten Viktor und Drumbo, die nach Pellets rüsselten „Guten Tag“, amüsierten uns nebenan über Anchali, die mit wackelndem Popo und hin und her schwingendem Schwanz durchs Gehege stromerte, gingen an den Giraffen und Hühnern vorbei und quer durch das Schweinerevier, wo wir die schlafenden Pustelschweinchen und die auf einem Haufen zusammen gekuschelten Pekaris besuchten.

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Hinter den hohen Scheiben bei den Lippenbären konnten wir zwei der schwarzen kuscheligen Bewohner sehen, die jeweils mit Buddeln und hin und her wuseln beschäftigt waren.

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Kati lag immer noch in ihrer Höhle, als wir bei ihr ankamen, war aber wach und hatte im Liegen ein Auge auf die Anlage. Zwei Pfleger des Bärenreviers, Herr Röbke und Herr Jäger, pflückten Weinlaub von der Gehegemauer und sammelten es in einem Eimer, in dem sich bereits einige Äpfel und Brötchen befanden. Ich fragte sie, ob das für Katjuscha bestimmt sei und freute mich über die positive Antwort, da Weinlaub zu ihren Leibspeisen gehört. Herr Röbke ging um die Anlage herum und stellte sich oberhalb der Treppe zur Scheibe hinter den Zaun. Er klopfte mit dem Eimer an die Mauer und rief laut nach der alten Bärin. Es dauerte etwas, aber sie ließ sich überreden, stand auf und kam aus der Höhle, zu einem guten Teil wohl auch weil sie neugierig war.

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Sie ist auch in der Schließzeit noch regelmäßig schwimmen gegangen, was sehr förderlich für ihre arthritischen Gelenke war. Es geht ihr angesichts ihres vorgerückten Alters soweit gut.

Langsam und bedächtig fand sie ihren Weg nach unten an den Graben. Dann stand sie da und schien zu überlegen, ob sie sich wirklich nass machen wolle. Das Weinlaub wurde ins Wasser vor die Scheibe gekippt, nachdem einige Äpfel und Brötchen direkt vor sie ins Wasser geworfen worden waren, um sie hinein zu locken. Zunächst angelte sie vorsichtig, ohne sich großartig nass zu machen, mit den Tatzen nach allem, was in erreichbarer Nähe an ihr vorbei schwamm,verzehrte es und schaute immer wieder zur Scheibe, wo das grüne Weinlaub im Wasser verführerisch leuchtete.

Nach einer gefühlten Ewigkeit glitt sie dann tatsächlich ins Wasser und schwamm zielstrebig zur Scheibe, wo sie zunächst ein Brötchen und dann genussvoll und ohne Eile das ganze Weinlaub fraß, ohne die übrigen dort herum schwimmenden Äpfel und Brötchen weiter zu beachten. Mir fiel wieder auf, wie elegant und geschmeidig sie sich im Wasser noch bewegt, im krassen Gegensatz zu ihrer Schwerfälligkeit an Land. Ich habe mich so gefreut, dass mir fast die Tränen kamen.

Leider wurde diese Freude getrübt durch die zunehmende Distanzlosigkeit einiger Besucher, die mir zu eng auf die Pelle rückten, so dass ich ständig meinen Standort wechseln musste. An der Scheibe war die Unvernunft besonders groß, hier drängelten sich viele Kinder mit ihren Eltern, die vermutlich nicht alle zur selben Familie gehörten.

Wir gingen weiter an den Außenvolieren der Fasanerie entlang in Richtung Flamingos. Bei den James – und Andenflamingos besserte eine junge Pflegerin vorhandene Bruthügel aus. Einige dieser schönen Vögel waren sehr interessiert, suchten ihre Nähe und überwachten die Bauarbeiten. Ein Flamingo legte seinen großen Schnabel auf einen der Hügel und schien schon mal Maß zu nehmen.

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Die Pflegerin sagte mir dann auch auf Nachfrage, dass das Flötenvogel Weibchen leider gestorben sei. Es wäre schwierig, einen Ersatz zu finden, da sie so selten gehalten würden. In diesem Moment hörten wir die sehnsüchtigen Flötentöne des verwitweten Männchens, der zur Zeit so allein einen traurigen und derangierten Eindruck macht. Wir beobachteten, dass er ganz aufgeregt wurde, als außerhalb der Voliere eine Nebelkrähe auf dem Weg vorbei stolzierte. Er hüpfte hinunter an das Gitter und lief hektisch neben ihr her. Sie beäugte ihn kurz und ging ihres Weges, ohne ihn weiter zu beachten.

Der Streichelzoo ist, wie die Tierhäuser, wegen des Abstandgebots ebenfalls geschlossen.

Die Zwergesel Heidi, Klara und Grisella hatten sich in einen Sonnenfleck in der Nähe des äußeren Gehegezauns und der Seevogel-Voliere gestellt und es sah so aus, als wollten sie die Besucher animieren, ihnen von dort die seit Wochen ausbleibenden Pellets zu geben. So manches Kind kam in Versuchung, über den Zaun zu steigen und musste von den Eltern zurück gehalten werden. Mit Kindern von drei Jahren aufwärts in den Zoo zu gehen, in dem wegen Corona auch der Spielplatz geschlossen ist, war für viele Eltern eine ziemliche Herausforderung, um es vorsichtig auszudrücken.

Wir machten uns in Richtung Ausgang auf, sahen doch noch zwei Flusspferde, die gemütlich ihre Heumahlzeit verzehrten, verabschiedeten uns von den Alpakas und Tapiren, schauten noch mal in die beiden Murmeltier Anlagen hinein und verließen den Zoo.

Unser Rundgang hatte nur ca. zweieinhalb Stunden gedauert, aber wir waren k.o. und auch emotional erschöpft.

Aber es war schön!

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11 comments
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  1. Liebe Anke,
    ja das Slalomlaufen nervt und die Kinder werden von den Eltern auch nicht im Zaum gehalten.
    Aber trotzdem ist es ein sehr informativer Zoorundgang und ich freue mich sehr daß es Kati so gut geht.
    Finde ich gut, daß Avrora und Darius jetzt im Zoo bleiben können und vielleicht gibt es noch Nachwuchs.
    Danke Dir für den sehr informativen Bericht und Dumba für ihre schönen Bilder.
    Liebe Grüße Moni K

  2. Liebe Anke,
    ich finde auch schön, dass im Zoo Berlin wieder die Tiger leben. Die Anlage wurde umgebaut.
    Es ist auch sehr erfreulich, dass Katjuscha baden geht und sich für das Essen interessiert.
    Die Erdmännchen sind sehr niedlich. Die Kinder sind schon gewachsen.
    Hugs
    Ludmila

  3. Dear Anke,

    What a great report you’ve written again! Your words made me feel like I was walking in the zoo with you.

    I’ve learnt to know many of the animals by name so it’s good to have news of them. The best news is that Katjuscha is still going strong. Although she moves slowly in the land she swims quite well. I guess the swimming is good for her arthrosis.

    I’m sure all the visitors are glad meeting Darius and Aurora in the zoo. These gorgeous cat are always wonderful to see.

    The meerkat family is, of course, cuter than cute. What a pity some visitors don’t respect the rules of keeping the distance. The zoo needs the visitors but they must learn to behave!

    Thank you so much for this tour – I enjoyed every minute (and every word!) of it!

    Hugs from Mervi

  4. Dear Mervi and Anke
    Thank you for this very detailed report from Zoo Berlin.
    It is good to be able to see Kati and to know that she still goes
    swimming.

  5. Das ist ja eine tolle neue Nachricht!
    Wer hätte gedacht, dass der imposante DARIUS (inzwischen allerdings auch etwas in die Jahre gekommen) im ZOO BERLIN landen würde. Ich erinnere mich noch sehr genau an die muntere und liebevolle Kommunikation zwischen ihm, als jungem ‘Sturm-und-Drang-Youngster’ und seiner ‘Herz- und Magen-Pflegerin (die erst jüngst mal wieder im Zusammenhang mit den Baumstachlern gezeigt wurde)’.

    Neulich hörte ich schon wie jemand sagte “da wa gerade vorhin ein Tiger” und dachte: “Na ja, mal wieder so Spinner, die ihren Kindern das blaue vom Himmel herunter erzählen!”. . . . Entschuldigung also noch nachträglich an den damaligen Kommentator! 😉

    Auch Ich freue mich sehr, dass es nun wieder Tiger im ZOO BERLIN gibt und hoffe, dass sie sich dort wohl und bald richtig ‘zu Hause’ fühlen werden. Vielen Dank für das Video. Information und Video wären mir natürlich sonst komplett entgangen [(alte Schlafmütze!)].

    Die Nachricht vom Verlust eines der wunderschönen ‘Krachmacher mit Kehlsäcken’ Siamangs durch Unfall ist natürlich eher niederschmetternd. Man hätte halt nur zu gerne zumindest für ‘unsere geliebten Tiere’ (sprich: alle Tiere auf der Welt!) eine zwar abwechslungsreiche, mit kleinen Abenteuern gespickte, aber auch komplett gesunde, sichere und glückliche Welt, nicht(!?). Illusion! Klar . . .

    Schön zu erfahren, dass sich Brüllaffenweibchen SELINA offenbar verbessert hat. Weiterhin viel Glück in Österreich und in Gesellschaft!

    Das Video von den ORANG-UTANs an den Futterboxen ist klasse. Meine Güte müssen die sich ihre Leckerlis mühsam verdienen. Vielleicht sollte ich mich auch mal was Vergleichbares konstruieren. Da meine Geduld zwar vorhanden ist, aber Grenzen kennt, könnte das ein erfolgreicher Ansatz zur ‘Futter-Reduzierung’ sein ;-))))

    Die Szene zwischen Herrn RÖBKE, seinem Kollegen und KATJUSCHA erinnerte sehr an vergangene Zeiten. Es freut mich sehr, nach langer Zeit mal wieder etwas von einer Interaktion zwischen Pflegern und Tieren zu hören und in Deinem Fall zu sehen! Mein Timing scheint da immer nicht so gelungen zu sein . .

    Ein herrlicher Aufsatz wieder. Glatte EINS! und VIELEN DANK!

  6. ” . . . ich MIR . . .” natürlich.
    MAl wieder so ein verflixtes Beispiel dafür, dasss ich immer mal wieder Sätz in einer anderen grammatikalischen Form beginne, als ich sie dann beende. Tja, mein Gedächtsni reicht eben oft nicht mal vom Beginne eines Satzes bis zu dessen Ende.

    Ich bitte um Entschuldigung . . .

  7. Danke für interessante Kommentaren und tolle Fotos. Schön den Zoo zu sehen -mit Tigern.

    Herzliche Grüße
    Inge

  8. Liebe Anke,

    der zweite Teil deines Zoobesuches steht dem Ersten an interessanten Details in nichts nach.
    Ärgerlich sind die Dumbacken, die sich an keine Regeln halten und sie erst recht nicht an die Kinder weitergeben.

    Die Tiger sind gewiss eine große Bereicherung und Freude für alle Zoobesucher.

    Der Futterautomat ist große Klasse und man kann die Geduld und Geschicklichkeit der Orang Utans nur bewundern. Dumba, deine Überlegungen dazu finde ich sehr witzig!

    Katjuschas Aktivitäten sind großartig, obwohl ich mit ihr im Wasser manchmal etwas bange bin….

    Anke, hab vielen Dank für den umfangreichen Bericht und die schönen Fotos von dir Dumba!

    Herzliche Grüße
    Britta-Gudrun Nau

  9. Ihr Lieben!
    Auch für die Kommentare auf den zweiten Teil meines Berichtes möchte ich mich herzlich bedanken!
    Ich freue mich ehrlich über Euer Interesse, das positive Feedback im Allgemeinen und die teils ausführlich geäußerten Ideen und Gedanken dazu im Besonderen.
    Es hat mir Spaß gemacht, einen Bericht über diesen besonderen Zoobesuch nach dem Shutdown zu schreiben und bedanke mich nochmal bei Mervi und Dumba für ihre Unterstützung.

    Das Video von Orang Utan Mano und dem Futterautomaten wollte ich unbedingt mit hinein nehmen und habe es verlinkt, weil es seine Persönlichkeit und die gewitzte Intelligenz von ihm so gut verdeutlicht.

    Eigentlich sollen die “Leckerlies” ja durch die diversen Öffnungen in jeder Etage des Automaten bis nach unten durch geschoben werden und erst dort von den Tieren, quasi als Belohnung für ihre Mühe, verspeist werden. Aber anstatt sich, wie erwartet, umständlich und langwierig um die Pellets zu bemühen, hat Mano schnell spitz gekriegt, dass und wie er durch den Schlitz in der obersten Etage an die ebenfalls leckeren Kürbiskerne viel schneller heran kommt.
    Ich bin froh, dass der Zoo dieses Video veröffentlicht hat und fand es einfach amüsant und großartig. Mano, den viele Besucher nur als trägen und bewegungslosen Orang hinter der Scheibe oder auf seinem Plateau kennen, so zu erleben. hat großen Spaß gemacht und seine Sympathiewerte deutlich nach oben schnellen lassen.

    Auch wenn ich den Gedanken eines “Futterautomaten” für Menschen zur Vermeidung überflüssiger Kilos ebenfalls witzig finde und er einiges für sich hat, bin ich froh, dass ich frei und nach Gusto darüber bestimmen kann, was und wieviel ich esse.
    Man sollte aber vielleicht daran denken, dass der “Corona Speck” spätestens nach der Krise wieder runter muss…! 😉

    Liebe Grüße
    Hugs and paw waves
    Anke

  10. Vielen Dank liebe Anke.
    Viele Gruesse an Kati und die anderen Tiere im Berliner Zoo.

  11. liebe Anke,
    auch der zweite Teil Deines Zooberichts ist wunderbar beschrieben, man hat das Gefühl dabei gewesen zu sein.
    Natürlich ist es eine besondere Freude alles über unsere liebe Katjuscha zu lesen,ich freue mich, dass es ihr gut geht und sie auch noch Lust und Laune hat für ein erfrischendes Bad. Kati ist in guten Händen.
    Aber auch Deinen Bericht über all die anderen lieben Tiere zu lesen ist großartig. Vielen Dank dafür
    liebe Dumba, Deine Bilder passen gut zu dem Bericht. dankeschön fürs Zeigen
    dear Mervi, thank you for sharing with us
    dear greetings and many good wishes to all
    Filomena