Was Ist Gentechnik Bei Tieren?

Was Ist Gentechnik Bei Tieren
Tiere, bei denen Gentechnik angewendet wurde, werden als genetisch veränderte oder genetisch modifizierte Organismen bezeichnet. Man benützt auch die Abkürzung GMO oder auf Englisch GMO. Dieser Begriff beschreibt Organismen, deren Erbanlagen, also DNA, mittels gentechnischer Methoden gezielt verändert worden sind.

Welche Gentechnik bei Tieren?

Dürfen genveränderte Tiere in Deutschland verkauft oder gehalten werden? – Weltweit gesehen sind derzeit vier gentechnisch veränderte Tiere als Lebensmittel zugelassen: Lachse (USA und Kanada), Rote Meerbrassen (Japan), Schweine (USA) und Rinder (USA).

  1. Der Import nach Deutschland ist jedoch nicht erlaubt.
  2. Doch da in den Hersteller-Ländern entweder keine oder nur eine unzureichende Kennzeichnung genmanipulierter Lebensmittel vorgeschrieben ist und die Kontrollen durch die inländischen Behörden mangelhaft sind, könnten die Tiere bzw.
  3. Deren Fleisch trotzdem unwissentlich nach Deutschland importiert werden.

Ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist, da das europäische Recht eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel vorschreibt. Genmanipulierte Nutztiere zu halten, ist in Deutschland nicht erlaubt. Verboten ist außerdem, aus ihnen hergestellte Lebensmittel hier zu verkaufen.

Wie kann man Tiere gentechnisch verändern?

Embryonale Stammzellen – Eine gezielte Genveränderung ist bei Säugern möglich, wenn die Genmanipulation in embryonalen Stammzellen durchgeführt wird. Hierbei kann durch homologe Rekombination ortsspezifisch, d.h. an einer definierten Stelle des Genoms, ein Gen eingefügt oder verändert werden.

Dieses Verfahren, das recht ineffizient ist, ist durch Genome Editing wesentlich vereinfacht worden. Nach erfolgreicher Genmanipulation der embryonalen Stammzellen, werden diese in Blastocysten integriert. Der sich entwickelnde Embryo ist eine Chimäre, d.h., er enthält neben den normalen Zellen auch transgene Zellen, die bei der Entwicklung des Embryos zufällig in die verschiedenen Gewebe und Organe integriert werden.

Es werden dann diejenigen Tiere ausgesucht, in denen die transgenen Zellen an der Ausbildung der Keimbahn beteiligt sind, so dass das Transgen durch die Keimzellen an die folgenden Generationen weitergegeben werden kann.

Was ist Gentechnik Vor und Nachteile?

Mit Gentechnik können wir schneller und besser neue Sorten entwickeln, die z.B. gegen Überschwemmung, Dürre, Versalzung oder neue Schädlinge widerstandsfähig sind und zudem höhere Erträge liefern. Contra: Nein, denn die Vielfalt der Pflanzen ist die Lösung, nicht Gentechnik.

Was ist Gentechnik Beispiele?

Die Farbenlehre der Gentechnik – Grün, Rot, Weiß – mit diesen Farben kann man sich in der Gentechnik-Welt orientieren. Die Rote Gentechnik hat ihren Namen von der Farbe des Blutes, Ihr Einsatzfeld ist die Medizin. Mit ihrer Hilfe entwickeln Biotechnologen neue diagnostische Verfahren, um Krankheiten und Gendefekte frühzeitig zu erkennen.

Heilen möchte man auch mithilfe der Gentherapie: Man entnimmt dem Patienten Zellen, diese werden vermehrt, gentechnisch verändert und wieder eingesetzt. Damit sollen beispielsweise schwere Immundefekte geheilt werden. In der Regenerationsmedizin sollen Knorpel, Knochen, Haut oder ganze Organe mit gentechnischer Hilfe neu gezüchtet werden, um damit krankes Gewebe zu heilen.

Ein weiterer Bereich der roten Gentechnik ist die Herstellung von Arzneimitteln, Diese begann bereits 1982 mit der Herstellung genetisch veränderten Humaninsulins. Bei der Weißen Gentechnik stehen Enzyme, Zellen und Mikroorganismen im Mittelpunkt. Diese werden gentechnisch optimiert, sodass sie hoch spezialisiert sind und hohe Erträge der gewünschten Produkte herstellen können.

Beispiele sind die Herstellung von Bioethanol, Hormonen oder Waschmitteln, Die Grüne Gentechnik wird in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich angewendet. Biochemiker züchten neue Pflanzenarten, die besonders resistent gegen Schädlinge oder Pestizide sind. Dies ist der umstrittenste Bereich der Gentechnik.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands aus dem Jahr 2015 sind 70 Prozent der Deutschen gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel, 84 Prozent lehnen auch die Verfütterung von gentechnisch manipulierten Pflanzen an Nutztiere ab.

Was ist Gentechnik bei Kühen?

Mittels Gentechnik Kühe gegenüber Tuberkulose resistent machen. Das konnten chinesische Wissenschaftler erfolgreich an Kühen testen. Dazu verwendeten sie ein Werkzeug namens CRISPR-Cas9. Dies ist ein biochemisches Verfahren, um DNA gezielt zu schneiden und zu verändern.

Was ist das Ziel der Gentechnik?

Ziele der Gentechnik – Die Ziele der Gentechnik sind klar gesteckt und je nach Anwendungsbereich in grüne, rote und weiße Gentechnik unterteilt. Hinzu kommt die sogenannte graue Gentechnik. In erster Linie werden natürlich kommerzielle Zwecke verfolgt.

  • Höhere Erträge sollen mehr Gewinn einbringen.
  • Zugleich decken diese aber auch den wachsenden Bedarf an Lebensmitteln für die steigende Bevölkerungszahl.
  • Im Gesundheitswesen ermöglicht die Gentechnik die Herstellung von Medikamenten, die nicht nur Heilung sondern vollständige Tilgung bestimmter Krankheiten möglich machen.

Dadurch wird die Gesellschaft gesünder und widerstandsfähiger. Industrieprozesse können durch Gentechnik umweltfreundlicher gestaltet werden und tragen zur Nachhaltigkeit bei, während Mikroorganismen gegen Schadstoffe und Abfall zum Einsatz kommen. Ziel ist es also mit der Gentechnik die Lebensqualität der Menschen zu steigern, ihre Versorgung zu gewährleisten und unseren Lebensraum zu schützen.

Was sind die Gefahren von Gentechnik?

Die Pomologie ist die Lehre von den Obstarten und Obstsorten und umfasst deren Bestimmung, Beschreibung, Empfehlung und Erhaltung. Pomona ist die rmische Gttin des Obst- und Gartenbaus. Chancen und Risiken der Gentechnik Bearbeitungsstand: 8. Mai 2008, Martina Adams, Weilburg, Pomologen-Verein e.V. Chancen der Gentechnik aus Sicht der Befrworter Befrworter der Gentechnik sehen die Arbeit an und die Einfhrung von gentechnisch vernderten Organismen als notwendige Antwort auf die konomischen, kologischen und klimatischen Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft.

Gentechnisch erzeugte Pflanzen liefern hhere Ertrge durch frhere, hhere, regelmigere, und sichere Ertrge. Gentechnik ist damit unverzichtbar im Kampf gegen den Hunger in der Welt. Gentechnik liefert Pflanzen fr Problemstandorte (z.B. durch den Einbau von Flundergenen klteresistente Erdbeeren) und sichert bzw. erschliet damit Anbauflchen, die durch die Klimaerwrmung zunehmend extremer werdenden Bedingungen ausgesetzt sind. Durch den Anbau gentechnisch vernderter Pflanzen reduziert sich der Pestizideinsatz, d.h. man bentigt weniger Pflanzenschutzmittel und Insektizide. Pilzresistente Rebsorten, virusresistente Papaya, bakterienresistente Birnen, nematodenresistente Walnsse, insektenresistente Bt-pfel, usw. garantieren dadurch eine umweltfreundlichere Produktion. Herbizidresistente Pflanzen erleichtern das Unkrautmanagement z.B. durch problemloses Freihalten der Baumstreifen von transgenen pfeln per Totalherbizid. Gentechnisch vernderte Pflanzen sind dank vernderter Produkteigenschaften leichter und effizienter industriell zu verarbeiten, Beispielsweise produziert die gv-Kartoffelsorte “Amflora” dank eingebauter Fremdgene fast nur noch die in der Klebstoffindustrie besser verwertbare Strke Amylopektin, gv-Pappeln lassen sich dank vernderter Holzzusammensetzung leichter zu Papier verarbeiten, Wein dank gv-Hefen leichter filtrieren. Gv-Pflanzen haben Zusatznutzen fr die Verbraucher (Functional Food) (z.B. gibt es einen kalorienreduzierten gv-Apfel oder Vitamin-A-haltigen gv-Reis). Frchte von gv-Frchten reduzieren das Allergierisko (z.B. durch gv-Apfelsorten mit verndertem Polyphenolgehalt). Gentechnisch erzeugte Frchte lassen sich besser transportieren und sind lnger haltbar (z.B. gv-Himbeeren oder als bekanntestes Beispiel die Antimatsch-Tomate “Flavr Savr”). Gv-Pflanzen und -Tiere wachsen schneller und sind daher unverzichtbar fr den immer wichtiger werdenden Markt der nachwachsenden Rohstoffe, fr Bioenergie oder Wiederaufforstung bzw. fr die Nahrungsmittelsicherheit (z.B. gv-Eukalyptus oder gv-Lachse). Mit gv-Pflanzen, kann man die Stickstoffdngung reduzieren (z.B. durch Stickstoff-Fixierung / Stickstoff-Sammlung auch durch Nicht-Leguminosen). Mit gv-Pflanzen kann man Minen suchen (so zeigt die gv-Ackerschmalwand “Red Detect” Stickstoffdioxid aus TNT im Boden an). Gv-Pflanzen kann man zur Schwermetallsanierung von verseuchten Bden einsetzen ( z.B. mit gv-Pappeln, die Schwermetalle binden knnen). Gentechnik beschleunigt die Zchtung und gewhrleistet eine schnellere Pflanzenentwicklung.

Risiken der Gentechnik aus Sicht der Gentechnik-Kritiker Die Gentechnik ist ein noch junger Wissenschaftszweig. Trotz der inzwischen gelungenen Entschlsselung einiger Genome und vieler weiterer Entdeckungen im Bereich der Biotechnologie, ist der Bereich der Genforschung immer noch ein Feld mit vielen Unbekannten.

Gentechnisch vernderte Organismen knnen sich ungewollt auskreuzen und unkontrolliert ausbreiten. Insekten, Tiere, Wind und auch Menschen sind nicht kontrollierbar. Da per Gentechnik erworbene Eigenschaften auf normalem Wege weitervererbt werden knnen, ist es mglich, dass transgene Pollen Blten verwandter Kultur- oder Wildarten in benachbarten landwirtschaftlichen Flchen oder Wildpopulationen bestuben. Daraus entstehende Frchte bzw. ihre Samenanlagen enthalten die gentechnisch vernderte Erbinformation. Des weiteren besteht die Gefahr der Vermischung von gentechnisch vernderten Ernteprodukten mit konventionell oder biologisch erzeugten Samen oder Frchten auf dem Transportweg und bei der Weiterverarbeitung (z.B. in Mhlen). Gv-Pollen, gv-vernderte Samen, gv-Frchte, gv-Pflanzen und gv-Tiere werden weltweit verbreitet sein, denn das Ziel der Gentechnikzchtung ist die Entwicklung von Marktsorten. Groflchiger Anbau von GVO bedeutet aber das massive Freisetzen von gentechnisch verndertem Erbgut in Natur und Umwelt. Eine Koexistenz des Anbaus von gentechnisch vernderten mit konventionell oder kologisch erzeugten Pflanzen ist nicht mglich. Das belegen Erfahrung aus den Lndern, in denen der Anbau transgener Pflanzen bereits in groem Mastab durchgefhrt wird. Einige Beispiele: In Mexiko wurden Gen-Mais-Konstrukte in abgelegenen Wildmaispopulationen gefunden. Auf Hawaii geben Bauern den konventionellen Papayaanbau, in Kanada den konventionellen Rapsanbau auf. Gentechnik bedeutet Gefahr fr die Biodiversitt. Gentechnik bedroht die Vielfalt der Kultursorten, Das Erbmaterial der Kultursorten kann durch transgene Pflanzen verunreinigt werden. Gv-Pflanzen werden v.a. zum Anbau in Monokulturen entwickelt. In Monokulturen werden nur wenige Sorten (meist sogar nur eine einzige) angebaut. Wie weit die Problematik fr die Kultursortenvielfalt geht, ist anschaulich in Indien zu beobachten: Der mit dem Aufkauf fast aller einheimischen Saatguthersteller auf den indischen Markt getretene Gentechnikkonzern Monsanto, bestimmt auf diese Weise den Saatgutmarkt und damit das Angebot. Monsanto hat kein Interesse am Verkauf buerlicher Landsorten, sondern will seine gentechnisch modifizierten Sorten an die Bauern bringen. Wie die Kultursortenvielfalt ist auch die Vielfalt der Wildarten durch die bereits genannte Auskreuzungsgefahr bedroht. Eine weitere Gefahr entsteht beispielsweise durch das Ausbringen der im Paket mit herbizidresistenten gv-Pflanzen verkauften Totalherbizide. Dadurch ist die Vielfalt der Ackerwildkruter bedroht. Einige GVO haben selektive Vorteile gegenber wildlebenden Populationen, dadurch knnte sich eine Verschiebung der Artenvielfalt ergeben, z.B. hat gv-Lachs aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner hohen Aggressivitt Vorteile gegenber wildlebenden Lachsen. Sollten GVO-Lachse aus den Aquakulturen entkommen, ist mit einer Verdrngung der wildlebenden Arten zu rechnen. Auch gv-Pflanzen fr Extremstandorte (z.B. mit Salz- oder Trockenheitstoleranz), knnten sich invasiv entwickeln und fr die eigentlichen Pflanzengemeinschaften dieser Standorte zur Gefahr werden. Der Anbau gentechnisch vernderter Pflanzen ist insbesondere fr groe Monokulturen geeignet. Monokulturen bedeuten Monotonie. Monokulturen haben ausgerumte Landschaften zur Folge. Lebensrume fr Pflanzen und Tiere gehen verloren. Dadurch ist auch die Vielfalt der Lebensrume bedroht. Biodiversittsfragen stellen sich z.B. auch bei der Freisetzung von blten- oder pollenfreien Bumen. Was passiert in einem solchen Lebensraum mit den nektar- und pollenabhngigen Insekten und den von ihnen abhngigen Arten?

Gentechnisch vernderte Organismen sind riskant fr Natur und Umwelt Der Einsatz herbizidresistenter Pflanzen in Kombination mit (den mitverkauften) Totalherbiziden fhrt zu Resistenzen bei Ackerbegleitkrutern, In den Hauptanbaulndern herbizidresistenter gv-Pflanzen ist es so gekommen, wie es befrchtet worden war. Erste Ackerbegleitkruter haben bereits Resistenzen gegen diese Herbizide entwickelt. So wird inzwischen beispielsweise in den USA und Australien vom Auftreten von Wildkrutern mit Resistenz gegen Glyphsoat (Wirkstoff des Totalherbizides RoundUp) berichtetet. Diesen Pflanzen ist nur noch mit einem Mehreinsatz von verschiedenen Pestiziden beizukommen. Eines dieser “Superunkruter” ist das hochallergie-auslsende Traubenkraut (Ambrosia artemisifolia). Der Einsatz von Totalherbiziden bedeutet auch eine Gefhrdung des Grundwassers. Der Einsatz von insektenresistenten gv-Pflanzen wie dem Bt-Mais, der durch das per Gentechnik eingeschleuste Bt-Toxin (eine Gensequenz des Bodenbakteriums Bacillus thuringensis ) sein eigenes Pflanzenschutzmittel produziert und an ihm knabbernde Schmetterlingslarven abttet, ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Die Bt-Expression erfolgt dauernd und nicht nur beim Auftreten von Schadorganismen. Neben dem eigentlich zu bekmpfenden Schdling – beim Mais ist dies z.B. der Maisznsler – sind von der Bt-Pflanze auch sog. “Nichtzielorganismen” (z.B. andere Schmetterlingsarten) betroffen. ber Wurzelausscheidungen und Ernterckstnde kann es zu Anreicherungen im Boden kommen. Die Wirkung des Bt-Toxins auf bodenlebende Organismen ist nicht hinreichend untersucht. Durch die Daueranwendung wird die Frderung von Resistenzbildungen befrchtet, Erste Resistenzen konnten in den USA beim Baumwollkapselbohrer bereits beobachtet werden. Eine solche Resistenzentwicklung ist fr den kolandbau sehr problematisch, da dort der selektive Einsatz von Bacillus thuringensis eine der wichtigsten Abwehrmanahmen gegen fressende Schadorganismen ist. Gentechnisch erzeugte Lebens- und Futtermittel bergen die Gefahr von gesundheitlichen Risiken. Durch die Methoden der Gentechnik entstehen neue genetische Konstrukte mit neuen Eiweien. Diese knnten neue Allergien auslsen. Insbesondere bei den lteren GVP – aber auch noch bei neueren Zchtungen – werden Antibiotika-Resistenzgene als Marker zur Selektion genutzt. Hierdurch knnte es zu einer Zunahme weiterer Antibiotika-Resistenzen kommen. Ftterungsversuche bei Ratten fhrten zu gesundheitlichen Schdigungen und es gibt Berichte darber, dass gv-Tierfutter Krankheiten und Fruchtbarkeitsstrungen ausgelst haben soll. Auch das Bienensterben, sowie einige noch ungeklrte Krankheitsbilder wie die Morgellonsche Krankheit werden u.a. mit GVO in Verbindung gebracht. Die bei der Transgenetik vorgenommene berschreitung der Artgrenzen birgt unbekannte Risiken. Im Wege des horizontalen Gentransfers werden Artgrenzen in einer Form berschritten, wie dies auf natrlichem Weg niemals vorkme. Niemand kann absehen, ob und welche Folgen das haben wird.Z.B. knnten per Gentechnik erworbene Gene durch horizontalen Gentransfer weitergegeben werden. So wre es theoretisch denkbar, dass als Markergen verwendete Antibiotikaresistenz-Gene von einer transgenen Pflanze af Boden- oder Darmbakterien bergehen. Die gentechnisch erzeugten Konstrukte sind z.T. instabil (z.B. transgene Pappeln). Das birgt Gefahren insbesondere bei den langlebigen Organismen, wie z.B. Gehlzen. Im Labor erzeugte gentechnisch vernderte Organismen entstehen entkoppelt von ihrer natrlichen Umgebung. Die daraus resultierende mangelnde Anpassung an die rtlichen oder regionalen Gegebenheiten knnte Probleme verursachen. Gentechnik frdert monopolistische Strukturen GVP eignen sich vorwiegend fr eine Form der Landwirtschaft mit Grobetrieben und Monokulturen. Dadurch wird die Industrialisierung der Landwirtschaft gefrdert, kleinteilige abwechslungsreiche Kulturlandschaften und buerliche Kleinbetriebe und buerliche Traditionen bleiben auf der Strecke. Im Agro-Sektor wird die Gentechnik-Branche durch einige wenige groe Chemie- und Saatgutunternehmen dominiert, bei Gehlzen durch die Papier- und Zellstoffindustrie. Vom weltweit zweitgrten Saatguthersteller, der Fa. Monsanto, stammen 90% der weltweit angebauten Genpflanzen. Monsanto ist damit fast Alleinanbieter bei GVP. Es stellt sich die Frage: Wer hat das Hauptinteresse an der Gentechnik – und warum? Im Bereich der Agro-Gentechnik sind dies insbesondere die groen Saatgut-, Chemie- und Lebensmittelkonzerne. Fr diese Firmen stehen rein wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, kologische oder soziale Betrachtungsweisen werden nur vorgeschoben. Das Ziel dieser Konzerne ist Umsatzsteigerung, Gewinnmaximierung und shareholder value. Um eine umfassende Markteinfhrung der Gentechnik zu erreichen, wird zum Teil auch mit unlauteren Mitteln gearbeitet. Es wird beispielsweise kostenloses Gen-Saatgut verteilt oder Mitarbeiter werden in einflussreiche Regierungspositionen oder Beratergremien geschleust. Es stehen auch Bestechungsvorwrfe im Raum. GVO unterliegen dem Patentrecht. Patente garantieren dem Rechtinhaber regelmige Lizenzeinnahmen und weitreichenderen Schutz als der Sortenschutz. Die meisten Patente fr GVO befinden sich in den Hnden weniger Konzerne. Sollte sich die Gentechnik weltweit durchsetzen, ist eine Beherrschung der Mrkte – insbesondere im Bereich der Lebensmittelproduktion – durch einige wenige Konzerne absehbar. Wer GVO einsetzt begibt sich in diese Abhngigkeit.

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Es gibt kaum unabhngige Studien zur Gentechnik. “Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing” – ber 90% der Wissenschaftler stehen in Diensten der an der Forcierung der Gentechnik interessierten Konzerne. An einer Unabhngigkeit dieser Forscher bzw. an der in den meisten Forschungsergebnissen dargestellten Unbedenklichkeit von gentechnisch vernderten Organismen darf gezweifelt werden.

Die meisten Ziele der Gentechnik lassen sich mit den Mitteln der klassischen Zchtung erreichen. Dank der neuen Methode des “Smart Breeding” knnen die erzielten Zchtungsergebnisse auch schnell berprft werden. Der Wille der Bevlkerung in Deutschland, Europa und vielen anderen Lndern sollte bercksichtigt werden.

  1. Die Menschen lehnen insbesondere die Agro-Gentechnik berwiegend ab! Der Verzicht auf den Einsatz der Gentechnik bedeutet Gentechnikfreiheit.
  2. Die knnte sich zuknftig als Standort- und einzigartiger Marktvorteil erweisen und den Lndern, die sich fr diese Option entscheiden, langfristig einen konomischen Vorteil verschaffen.

Autorin: Martina Adams, Weilburg, Pomologen-Verein e.V. Druckversion: Chancen und Risiken der Gentechnik

Welche Tiere werden gezüchtet?

Welche Tiere werden gezüchtet? – Neben Hunden und Katzen hat der Mensch vor allem seine Nutztiere durch Zucht verändert: Schweine wurden auf größeres Fleischwachstum optimiert, Kühe wahlweise auf Fleisch- oder Milchproduktion. Pferde wurden im Lauf der Zuchtgeschichte größer und schneller.

Welches Tier hat die meisten Gene?

Genom ist 14 Mal größer als das des Menschen – Der Studie zufolge handelt es sich beim Genom des Lungenfisches um das größte Tiergenom, das jemals entschlüsselt wurde. Es ist mit 43 Milliarden Basenpaaren 14 Mal größer als das des Menschen. Damit übertrifft es das Genom des Axolotls, des bisherigen Rekordhalters im Tierreich, um beeindruckende 30 Prozent.

Warum das Genom so groß ist? Erstaunlicherweise besitzt der Lungenfisch nicht wesentlich mehr Gene als andere Wirbeltiere. Er hat aber deutlich mehr mobile genetische Elemente, sogenannte Transposons. “Diese Elemente kann man als eine Art Computerviren sehen. Sie vermehren sich von alleine, haben aber keine Funktion.

Als Wissenschaftler wundert man sich, dass die ‘genetische Festplatte’ des Lungenfisches angesichts der hohen Zahl von Transposons nicht längst abgestürzt ist”, sagt Manfred Schartl.

Wie züchtet man ein Tier?

Beispiele für die Zuchtmethoden – Es gibt verschiedene Zuchtmethoden, zum Beispiel Auskreuzung, Auswahlzucht, Inzucht, Linienzucht, Die meisten Nutzrassen werden in Reinzucht gehalten. Beispiele der Reinzucht bei Tieren ist das Englische Vollblut und der Vollblutaraber, die keinerlei weitere Einkreuzungen dulden.

Die meisten anderen Rassen erlauben ausnahmsweise Einkreuzungen von fremden Rassen zur Verbesserung von Eigenschaften, z.B. Fleckvieh von Red-Holstein, Der Übergang von der Veredelungskreuzung zur Verdrängungskreuzung kann fließend sein (z.B. Entstehung der deutschen Holstein-Population). Die Gebrauchskreuzung findet Verwendung bei allen Nutztieren, um qualitativ hochwertige Tiere zu erzeugen.

In der Rinderzucht werden die Reinzuchtpopulationen von den einzelnen Züchtern gehalten und bei Bedarf mit anderen Rassen gekreuzt. Dies ist insbesondere in der Milchkuhhaltung (z.B. Braunvieh, Jersey-Rind ) bzw. in der Mutterkuhhaltung zur Erzeugung von mastfähigen Tieren der Fall.

Auch in der Schweinezucht sind Gebrauchskreuzungen üblich. Hierbei werden oftmals die Rassen Pietrain als Vater (gute Mastleistung) und Deutsche Landrasse als Mutter (gute Fruchtbarkeit, Muttereigenschaften) eingesetzt. Die aus dieser Paarung entstehenden Ferkel (Kreuzungsferkel, ab und zu auch als Hybridferkel bezeichnet) werden nur zur Mast genutzt.

Die Gebrauchskreuzung in der speziellen Ausgestaltung der Hybridzucht findet im Wesentlichen in der Schweinezucht und Geflügelzucht Anwendung. Dabei werden reine Linien als Basispopulationen gezüchtet (ähnlich der Reinzucht) und sehr stark selektiert.

Zur Erzeugung der Nutztiere werden die verschiedenen Basispopulationen miteinander gekreuzt. Die Basispopulationen etwa in der Schweinezucht werden von Zuchtunternehmen gehalten (Basiszuchtbetriebe, zum Beispiel JSR Hybrid Hirschmann, Schaumann, PIC, BHZP, SZV (Schweinezuchtverband Baden-Württemberg)).

Die Tiere aus der Kreuzung zweier Basispopulationen aber auch Tiere der Basispopulation selbst werden z.B. an „Vermehrungszuchtbetriebe” verkauft. Die Vermehrungszuchtbetriebe erzeugen Jungsauen für die Ferkelerzeuger. Die Mastferkel werden schließlich von den Ferkelerzeugern erzeugt, diese belegen (durch künstliche Befruchtung oder Natursprung ) die Zuchtsauen (Mutterlinie) mit Ebern anderer Rassen/Linien oder Kreuzungen entsprechend dem System des Hybridzuchtprogrammes.

Nach 21 bis 27 Tagen werden die Hybridferkel entwöhnt (= abgesetzt). Mit circa 30 kg Lebendmasse, die Tiere heißen jetzt Läufer, werden sie an den Mäster verkauft. Der Mastbetrieb mästet die Tiere nun bis zu einem Gewicht von etwa 100 kg bis zur Schlachtung, Die Aufgabenteilung zwischen Basiszuchtbetrieb, Vermehrerbetrieb und Ferkelerzeuger kann auch variieren und wird absätziges oder arbeitsteiliges System genannt.

Die Fortführung der Zucht von Kreuzungstieren – die sogenannte Nachzucht – wurde z.B. bei der Entstehung der meisten Tierrassen verwendet. Beispiel aus jüngster Zeit ist die Zucht des Deutschen Reitponys,

Warum ist Gentechnik verboten?

6 – Es gibt Alternativen – Alle drei GVO-Maissorten haben keinerlei Vorteil für Verbraucher: Sie sind weder gesünder noch billiger. Zu ihrer Berechtigung dient die Behauptung, die landwirtschaftliche Praxis zu erleichtern. Ein falsches Versprechen, denn der Gentechnik-Anbau schadet sowohl der Bodenfruchtbarkeit als auch der Biodiversität.

  1. Es existieren effiziente Alternativen zu Ackergiften, wie in der Debatte um die Neuzulassung von Glyphosat ausführlich benannt und beschrieben.
  2. Durch Kombination mechanischer, physischer und biologischer Methoden, z.B.
  3. Durch vielfältige Fruchtfolgen, eine gute Saatbettbereitung, Mischkulturbau oder Untersaat, den angemessenen Einsatz von Pflug, Bodenfräsen und thermischer Behandlung.

Um Mais gegen den Maiszünsler zu schützen, sind weite Fruchtfolgen das beste Mittel – und eine effizientere Methode als chemische Pestizide. Auch der Einsatz natürlicher Insektizide oder Substanzen führen zu zufriedenstellenden Ergebnissen und beweisen, dass eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und Herbizide erfolgreich möglich ist.

Ist Gentechnik gut für die Umwelt?

Gentechnik in Umwelt und Natur: Positionen des Bundesumweltministeriums – BMUV-Cluster Gentechnisch veränderter Mais auf dem Feld, gentechnisch veränderter Lachs in Aquakulturen oder gentechnisch veränderte Pappel in der Forstwirtschaft sind Beispiele für Agrogentechnik.

Agrogentechnik bedeutet also, dass gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der Land-, Forst- oder Fischereiwirtschaft genutzt werden. Für diese Art der Nutzung dürfen GVO nur in die Umwelt gelangen, wenn vorher das mit der Freisetzung verbundene Risiko ausführlich überprüft und dieses als gering eingestuft wurde.

Damit soll das Vorsorgeprinzip gewahrt werden, das dem Bundesumweltministerium (BMU) bei der Agrogentechnik besonders wichtig ist. Denn einmal in die Umwelt gelangte Organismen sind nicht mehr rückholbar. Außerdem setzt sich das BMU dafür ein, dass GVO-Produkte gekennzeichnet werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher die Wahl haben, ob sie Produkte essen, die aus oder mit GVO hergestellt wurden.

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sind bei allen Entscheidungen zur Agrogentechnik und immer, wenn gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in die Umwelt freigesetzt werden, vom federführenden Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bundesamt für Verbraucherschutz zu beteiligen.

Dies gilt auch, wenn die Gesetze und Regelungen zur Gentechnik angepasst werden. Das BMU konzentriert sich dabei besonders auf die Auswirkungen von GVO auf Natur und Umwelt. Geht ein Antrag, GVO in Deutschland in die Umwelt freizusetzen, beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ein, bewertet auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) als nachgeordnete Behörde des BMU das Risiko.

  1. Es übermittelt seine Stellungnahme an das BVL.
  2. Das BVL ist die nationale Genehmigungsbehörde für GVO und muss begründen, wenn es in seiner Entscheidung von der Stellungnahme des BfN abweichen möchte.
  3. Dies gilt für Anträge auf Freisetzung zu Versuchszwecken und für Marktzulassungen von GVO und GVO-Produkten.

In Deutschland wurden seit 2012 keine Anträge auf Freisetzung zu Versuchszwecken gestellt, es sind zurzeit auch keine gentechnisch veränderten Pflanzen zum Anbau zugelassen. BfN bewertet jedes Jahr eine Reihe von Anträgen auf Marktzulassung von GVO zum Import, zur Verarbeitung und als Lebens- und Futtermittel in den Binnenmarkt der EU.

  1. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) werden hergestellt, indem man ihr Erbgut künstlich verändert.
  2. Diese Veränderung vererbt sich in die nächste Generation weiter.
  3. Damit ist es kaum möglich, einmal angebaute gentechnisch veränderte Pflanzen aus der Saatgutproduktion und der Lebensmittelkette zu entfernen.

Das bedeutet: Gentechnisch verändertes Saatgut anzubauen, ist eine Entscheidung, die über Generationen nachwirkt. Sie kann auch negative Auswirkungen auf gentechnik-freie Anbaumethoden wie zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft haben. Wenn die gentechnisch veränderten Pflanzen in natürliche Bestände auskreuzen oder heimische Arten verdrängen, führt das zu Schäden an der Natur, die noch viele Jahre später entstehen können.

Gentechnikerinnen und Gentechniker verändern Pflanzen, aber auch Tiere und Bakterien, um ihnen eine neue Eigenschaft zu geben. Diese beabsichtigte Veränderung kann aber auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Wenn zum Beispiel eine gentechnische Maissorte ein Insektengift gegen Schädlinge bildet, kann das unerwartet dazu führen, dass auch geschützte Tiere, die von der Pflanze fressen, sterben. Oder der Wind trägt die Pollen, in denen dieses Gift enthalten ist, in Naturschutzgebiete. Sie können dort beispielsweise geschützte Insekten wie Schmetterlinge schädigen. Außerdem kann ein gentechnischer Eingriff auch weitere, unvorhergesehene Veränderungen bewirken. Die Gründe dafür sind vielschichtig. So kann der Eingriff zusätzlich das Genom an Stellen verändern, die gar nicht das Ziel waren. Oder der Stoffwechsel der Pflanze wird entweder beabsichtigt oder zufällig verändert. Weil ein lebender GVO auf vielen Ebenen mit der Natur, der Umwelt und den Menschen in Wechselwirkungen steht, können auch indirekte Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen entstehen: zum Beispiel kann der Anbau von gentechnisch veränderten, Glyphosat-resistenten Pflanzen zu höheren Belastungen von Glyphosat in Nahrungsmitteln führen. Die Pflanzen können während der ganzen Anbauperiode mit dem Unkrautvernichtungsmittel behandelt werden. Damit werden alle Ackerwildkräuter abgetötet. Als Folge verlieren Insekten und Vögel, die sich von den Wildkräutern ernähren, die Nahrungsgrundlage. Auswirkungen auf Populationen sind oft nicht sofort zu erkennen, sondern zeigen sich erst langfristig. Auch können sich die GVO in wildverwandte Arten auskreuzen und damit die Eigenschaften von wilden Populationen verändern.

Das Bundesamt für Naturschutz überprüft all diese möglichen Auswirkungen der gentechnischen Veränderung auf ihr Risiko für Natur und Umwelt. Grundsätzlich sind die möglichen Risiken bei Neuen Gentechniken vergleichbar mit denen der klassischen Gentechnik.

  1. Auch hier verändern Gentechnikerinnen und Gentechniker Pflanzen technisch, um ihnen eine oder mehrere neue Eigenschaften zu geben.
  2. Mit Genome Editing kann man punktuell das Genom verändern, es sind aber auch noch wesentlich tiefgreifendere Änderungen möglich als mit klassischer Gentechnik.
  3. Daher ist dem BMU wichtig, dass wissenschaftlich überprüft wird, ob diese Veränderungen negative Auswirkungen auf Natur oder Umwelt, Mensch oder Tier haben, bevor sie in die Umwelt gebracht werden.

Damit bleibt das Vorsorgeprinzip gewahrt. Nur wenn gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet sind, können Verbraucherinnen und Verbraucher frei entscheiden, was bei ihnen auf den Tisch kommt. Die Menschen in Deutschland wünschen sich, dass mit Gentechnik transparent und sicher umgegangen wird.

Das zeigen auch die Erkenntnisse der jüngsten Naturbewusstseinsstudie von 2019. Die Studie zeigt, dass die Menschen selbst entscheiden wollen, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel essen oder nicht.95 Prozent der Befragten befürworten, dass entsprechende Lebensmittel gekennzeichnet werden und dass mögliche Umweltauswirkungen untersucht werden.

Die Agrogentechnik wird hauptsächlich eingesetzt, um die intensivierte und industrialisierte Landwirtschaft weiter voranzutreiben. Mehr als 80 Prozent der weltweit angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen sind heute herbizid-resistent. Ihr großflächiger Einsatz führt zu gravierenden Schäden an Natur und Umwelt.

  • Herbizid-resistent bedeutet: Eine Pflanze wird so verändert, dass sie überlebt, auch wenn sie mit einem Unkrautvernichtungsmittel (Herbizid) besprüht wird.
  • Durch diese gezielte genetische Veränderung kann auf dem Feld während des Wachstums ein Totalherbizid eingesetzt werden, das alle anderen Pflanzen abtötet.

Auch solche Pflanzen, die den Ertrag des Landwirts gar nicht mindern würden. Häufiger Einsatz von Totalherbiziden führt dazu, dass manche Unkräuter eine natürliche Resistenz gegen genau diese Herbizide entwickeln. In der Folge können sich diese Unkräuter konkurrenzlos ausbreiten, denn alle anderen Wildkräuter überstehen die Herbizidanwendung nicht.

Dies zwingt die Landwirte, weitere Herbizide zu spritzen, um die resistenten Unkräuter, die zu massiven Ertragseinbußen führen können, zu bekämpfen. Dadurch erhöht sich der Herbizideinsatz auf diesen Flächen noch weiter, mit noch weiteren Folgen für Natur und Umwelt. So verlieren beispielsweise Wildbienen ihre Nahrungsgrundlage.

Außerdem kann es in Grundwasser und Oberflächengewässer gelangen, und auch dort Pflanzen und Tiere schädigen. Auch die Rückstände an Herbiziden in den Ernteprodukten und damit in der Folge auch in den Futter- und Lebensmitteln nimmt zu. Herbizide und ihre Abbauprodukte können schädlich für Mensch und Tier sein.

  • Andere gentechnisch veränderte Pflanzen enthalten Gifte gegen Schädlinge, zum Beispiel den Maiszünsler, dessen Ausbreitung man mit einer wechselnden Fruchtfolge und Bodenbearbeitung, zum Beispiel Pflügen, ebenso kontrollieren könnte.
  • Das BMU setzt dagegen auf eine nachhaltige, natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft.

Zum Schutz der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden, Luft und Artenvielfalt ist mehr Nachhaltigkeit im Ackerbau notwendig. Das BMU setzt sich daher für einen grundlegenden Wandel in der Landwirtschaftspolitik und -förderung ein. : Gentechnik in Umwelt und Natur: Positionen des Bundesumweltministeriums – BMUV-Cluster

Wieso ist Gentechnik nötig?

Schule und Gentechnik Über das Thema Agro-Gentechnik wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Es geht dabei um wirtschaftliche Interessen, politischen Einfluss, mögliche Risiken und Ethik. Dass es dabei manchmal hoch hergeht, ist kein Wunder und auch gut so. Was Ist Gentechnik Bei Tieren (Foto: U.S. Department of Agriculture, Fresh Food In Garbage Can To Illustrate Waste, http://bit.ly/1Ub0vmn, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/) Die Zahl der Menschen nimmt weiter zu – 2050 werden wir über 9 Milliarden sein, die hauptsächlich in Städten leben und mehr Fleisch essen wollen.

  1. Die landwirtschaftliche Nutzfläche nimmt durch Erosion, Wüstenbildung und Verbauung ab und kann nur noch wachsen, indem wertvolle Ökosysteme wie Regenwälder zerstört werden.
  2. Zudem soll die Landwirtschaft mehr nachwachsende Energie und Rohstoffe liefern.
  3. Pro: Ja, wir brauchen die Gentechnik, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen.
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Um unseren steigenden Bedarf decken zu können, muss die landwirtschaftliche Produktion in den nächsten Jahrzehnten fast verdoppelt werden. Das ist ausschließlich mit herkömmlichen Züchtungsmethoden nicht möglich. Gentechnik allein wird zwar den Hunger nicht aus der Welt schaffen, aber sie kann einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie ertragreiche, krankheits- und schädlingsresistente und dürretolerante Pflanzen entwickelt – effektiver und schneller als die herkömmliche Züchtung.

  1. Contra: Nein, die Gentechnik schafft mehr Probleme als sie löst.
  2. Nie zuvor hat die Menschheit mehr Nahrungsmittel produziert als heute.
  3. Über ein Drittel davon wird weggeschmissen.
  4. Wenn Lebensmittel gerecht verteilt wären, müsste niemand hungern.
  5. Dennoch hungern heute eine Milliarde Menschen – mehr als je zuvor auf diesem Planeten.70 Prozent aller Hungernden leben auf dem Lande – insbesondere in Asien und Afrika.

Was den Menschen dort fehlt, ist der Zugang zu Land, Wasser und Saatgut, zu praktischem Know-how, zu lokalen Märkten und einfachen Technologien. Mit Gentechnik-Pflanzen wird bisher ausschließlich Tierfutter, Baumwolle und Energie vom Acker produziert.

  • Fallbeispiel Gentechnisch veränderte Baumwolle

Was Ist Gentechnik Bei Tieren (Foto: Ben.Millett, Potato varieties, take 2, http://bit.ly/1TY3VpT, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/) Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft in vielen Regionen vor neue Herausforderungen. Wetterextreme wie Dürren oder Starkregen nehmen zu; mit den steigenden Temperaturen breiten sich Schädlinge und Krankheiten wie Pilzinfektionen in neue Regionen aus.

  1. Pro: Ja, wir brauchen Gentechnik-Pflanzen, um den Problemen des Klimawandels gewachsen zu sein.
  2. Mit den neuen gentechnischen Verfahren wie können wir schneller und besser neue Sorten entwickeln, die beispielsweise gegen Überschwemmung, Dürre, Versalzung oder neue Schädlinge widerstandsfähig sind und zudem höhere Erträge liefern.

Beim Wettrennen mit dem Klimawandel zählt jedes Jahr und herkömliche Züchtung braucht 12 bis 15 Jahre für eine neue Sorte. Zahlreiche angepasste Gentechnik-Pflanzen werden bereits im Labor getestet, von der virusresistenten Gurke bis zum trockentoleranten Weizen.

Auf dem Markt ist schon seit zehn Jahren ein trockentoleranter Mais (MON87460), der mit alter Gentechnik von Monsanto und BASF gezüchtet wurde. Contra: Nein, denn die Vielfalt der Pflanzen ist die Lösung, nicht Gentechnik. Seit Generationen arbeiten Landwirte mit einer Vielfalt von Pflanzen, die sie den jeweiligen Umweltbedingungen wie Trockenheit oder Kälte angepasst haben.

Diese Vielfalt hilft Züchtern dabei, die jetzt verstärkt gebrauchten Eigenschaften in ihre Pflanzen zu integrieren. Alle Sorten, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Dürre oder Überschwemmungen oder auch hohen Salzgehalt im Boden haben, wurden traditionell entwickelt oder konventionell gezüchtet. Was Ist Gentechnik Bei Tieren (Foto: Dean Calma / IAEA Imagebank, 06410302, http://bit.ly/27R8koE, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/) Schon immer haben die Menschen versucht, die Qualität ihrer Nutzpflanzen durch Züchtung zu verbessern. So entstanden aus wilden Gräsern unsere Getreidearten und aus anderen Wildpflanzen die heutige Vielfalt an Obst und Gemüse.

  1. Pro: Ja, Gentechnik ist nur eine erweiterte Art der Pflanzenzüchtung.
  2. Die Gentechnik macht nichts anderes als die herkömmliche Züchtung, nur auf eine moderne Art und Weise.
  3. Sie wartet nicht auf zufällige Mutationen, sondern führt sie durch Verfahren wie gezielt und mit den erwünschten Effekten herbei.

Zudem lassen sich Eigenschaften wilder Vorfahren wie Krankheitsresistenzen mit Gentechnik viel einfacher einkreuzen. Auch von anderen Arten können hilfreiche Eigenschaften ins Erbgut übertragen und dadurch genutzt werden. Contra: Nein, Gentechnik ist keine Züchtung.

Züchter*innen können nur miteinander verwandte Arten kreuzen und sie machen das auf natürlichem Weg, ohne Eingriffe in die Zelle und ins Erbgut. Bei der bisher üblichen werden Artgrenzen überschritten, indem fremde Genkonstrukte etwa aus Bakterien oder fremden Pflanzenarten in das Erbgut eingebracht werden.

Man kann nicht vorhersagen, an welcher Stelle des Organismus die Genkonstrukte landen und wie sie dort wirken. Mit neuen gentechnischen Verfahren lässt sich das Erbgut darüber hinaus ändern, indem einzelne Gene ein- und ausgeschaltet oder an bestimmten Stellen geändert werden. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Herbizide werden auf ein Gentechnik-Sojafeld gesprüht (Foto: United Soybean Board, Spraying a Soybean Field, http://bit.ly/1TwyjYZ, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0) In den letzten 25 Jahren wurden vor allem zwei Arten von Gentechnik-Pflanzen angebaut.

  • Die einen sind resistent gegen Glyphosat oder andere Herbizide; die anderen produzieren das Gift eines Bodenbakteriums (Bacillus thuringiensis, Bt) um damit Schädlinge abzuwehren.
  • In vielen neueren Gentechnik-Pflanzen haben die Hersteller die beiden Eigenschaften kombiniert.
  • Pro: Ja, der Anbau von Gentechnik-Pflanzen schont die Umwelt, weil sich damit der Pestizideinsatz senken lässt.

produzieren selbst ein Gift gegen ihre Schädlinge. Daher muss zum Beispiel bei Bt-Baumwolle und Bt-Mais deutlich weniger gespritzt werden. Dasselbe gilt für die Gentechnik-Pflanzen, die das Spritzmittel mit dem Wirkstoff tolerieren. Der Bauer muss statt dreimal nur noch einmal spritzen.

Dadurch wird die Umwelt entlastet. Zudem muss beim Anbau herbizidresistenter Pflanzen der Boden nicht mehr gepflügt werden. Das schont den Boden, verringert den Kohlendioxid-Ausstoß der Äcker und wirkt dem Klimawandel entgegen. Contra: Nein, Gentechnik gefährdet die Umwelt und die biologische Vielfalt.

Zahlreiche Studien zeigen, dass zwar in den ersten Jahren des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen zum Teil weniger Spritzmittel auf den Äckern landen, nach einigen Jahren kommen jedoch häufig mehr und verschiedenen Pestizide zum Einsatz. Denn sowohl die Unkräuter als auch die Schädlinge bilden Resistenzen gegen die eingesetzten Herbzide und das Bt-Toxin. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Ein französisches Forscher-Team untersucht gesundheitliche Abweichungen bei Ratten, die mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert werden (Foto: courtesy GMOSeralini.org) Damit eine gentechnisch veränderte Pflanze in der Europäischen Union angebaut oder importiert werden darf, braucht sie eine Zulassung.

  • Deren Basis ist ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA.
  • Pro: Ja, Gentechnik-Pflanzen werden vor der Zulassung ausreichend getestet.
  • Das EU-Gentechnikrecht mit seinem umfassenden Prüfungsprozess gilt zurecht als das weltweit strengste Zulassungsverfahren.
  • Erst wenn wirklich klar ist, dass weder die Menschen noch die Umwelt durch die neue Pflanze geschädigt werden, erfolgt die Zulassung.

Weil das Verfahren so aufwändig und langwierig ist, plädieren Gentechnik-Unternehmen und Biotechnologen dafür, die Regeln für neue gentechnische Verfahren abzuschwächen, da sie diese für weniger riskant halten. Contra: Nein, Gentechnik-Pflanzen werden nicht ausreichend getestet; es gibt keine unabhängige Sicherheitsforschung.

Die Studien, die für die Zulassungsverfahren in der EU erstellt werden, sind nicht neutral, sondern stammen von den Gentechnikkonzernen selbst. Diese führen keine Langzeitstudien durch. Niemand kann wissen, wie sich Gentechnik-Pflanzen langfristig auf die menschliche Gesundheit und auf die Umwelt auswirken.

Außerdem werden diese Zulassungsstudien nicht veröffentlicht und brisante Ergebnisse von den Behörden oft nicht erkannt. So rückte der Gentechnikkonzern Monsanto die Ergebnisse eine Fütterungsstudie für den Gentechnik-Mais MON 863 erst nach einer Klage von Greenpeace heraus. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Imker Bablok muss seinen Honig als Sondermüll in der Verbrennungsanlage entsorgen, da dieser gentechnisch verunreinigt war (Foto: Thomas Radetzki) Das EU-Gentechnikrecht soll die sicherstellen, also das unbeeinträchtigte Nebeneinander von Gentechnik-Landwirtschaft und gentechnikfreiem konventionellen sowie ökologischem Anbau.

Pro: Ja, Verunreinigungen lassen sich vermeiden und Auskreuzungen kommen kaum vor. Für eine Koexistenz sorgt das Gentechnikgesetz mit seinen Abstandsregeln. Es verpflichtet die Bauern dazu, darauf zu achten, dass ihre Gentechnik-Pflanzen nicht auf die Felder von Nachbar-Bauern gelangen, die gentechnikfrei arbeiten.

Außerdem müssen sie dafür Sorge tragen, dass sich auch bei den landwirtschaftlichen Geräten und Transportwagen Gentechnik-Pflanzen nicht mit herkömmlichen Pflanzen vermischen. Im Falle einer müssten die Landwirte, die Gentechnik-Pflanzen anbauen, für Schäden haften.

Für die meisten gentechnisch veränderten Kulturpflanzen gibt es in Europa keine verwandten Wildarten, mit denen sie sich kreuzen könnten. Lediglich bei Raps kann es zu Auskreuzungen kommen, die aber meist sterile Nachkommen hervorbringen. Contra: Nein, die Ausbreitung von Gentechnik-Pflanzen lässt sich nicht verhindern und ist unwiderruflich.

Einmal in die Natur freigesetzt, lassen sich gentechnisch veränderte Organismen nicht mehr kontrollieren oder zurückholen. Abstandsregelungen verhindern nicht, dass sich Gentechnik-Pflanzen mit Wild- oder herkömmlichen Pflanzen kreuzen. Denn Pollen fliegen über Grenzen hinweg und werden auch von Bienen kilometerweit getragen.

  1. In landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Geräten sowie bei der Weiterverarbeitung lässt sich die strikte Trennung praktisch nicht durchsetzten.
  2. So kommt es immer wieder zu ungewollten Verunreinigungen.
  3. Das britische GM Contamination Register zählte von 1997 bis Ende 2013 insgesamt 396 Verunreinigungsfälle, die 63 Staaten betrafen.

Das Schnellwarnsystem der EU listete von 2002 bis 2018 679 Fälle von Verunreinigungen mit nicht zugelassenen GVO in Futter- oder Lebensmitteln auf. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Soja-Ernte in Brasilien (Foto: FoodandYou, http://bit.ly/1U7AZvv, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/) Die Gentechnik gilt als Zukunftstechnologie, die für den Arbeitsmarkt große Chancen bietet. Deshalb wird sie vom Staat umfangreich gefördert – auch in der Landwirtschaft.

  1. Pro: Ja, Gentechnik ist eine Zukunftstechnologie, die Arbeitsplätze schafft.
  2. Die Grüne Gentechnik ist wie ihre Schwestern, die Weiße und Rote Gentechnik, eine Zukunftstechnologie.
  3. Leider sorgt die derzeitige Gesetzgebung dafür, dass dieses Potenzial noch nicht ausreichend ausgeschöpft werden kann.
  4. Es dauert zu lange und ist zu schwierig, Gentechnik-Pflanzen in der EU zuzulassen.

Deshalb müssen für neue gentechnische Verfahren wie Crispr/Cas diese Regeln geändert werden. Sonst geht der Fortschritt an den Pflanzenzüchtern in der EU vorbei und gefährdet diese Unternehmen. Contra: Nein, Gentechnik vernichtet und gefährdet Arbeitsplätze.

  1. Die Agro-Gentechnik ist eine Rationalisierungstechnologie, das heißt, sie vernichtet Arbeitsplätze in der Landwirtschaft.
  2. Auch fördert sie die Konzentration in der Züchtungsbranche.
  3. So kauft das amerikanische Saatgut-Unternehmen Monsanto immer mehr seiner Konkurrenten auf.90 Prozent aller Gentechnik-Pflanzen stammen von Monsanto.

Nach einer Studie des Forschungsministeriums bietet die Agro-Gentechnik in Deutschland etwa 500 bis 1500 Arbeitsplätze. Dabei ist die Gefahr groß, dass Arbeitsplätze in der Bio-Branche und der konventionellen Landwirtschaft verloren gehen. Schon jetzt müssen gentechnikfrei wirtschaftende Landwirte und Verarbeiter sich anstrengen, um Verunreinigungen zu vermeiden und Tests bezahlen, die die Gentechnikfreiheit ihrer Produkte belegen.

Ist die Gentechnik nachhaltig?

Kann Gentechnik einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft leisten? Die Landwirtschaft ist ein großes, aber umstrittenes Betätigungsfeld der Gentechnologie. Welche Chancen und Risiken bergen Anwendungen wie Resistenzzüchtungen, Intensivierungszüchtungen oder Qualitätsveränderungen für die Nachhaltigkeit? Das untersucht IASS-Direktor Ortwin Renn in einem Beitrag zum,

  1. Zudem entwickelt er Empfehlungen für neue Formen des Dialogs, die einen verantwortbaren Umgang mit der „grünen Gentechnik” fördern können.
  2. Für die Landwirtschaft bieten Anwendungen der Gentechnologie eine Vielzahl an Chancen und Risiken.
  3. Shutterstock/Raland In seinem Beitrag nutzt Renn die etablierte Strukturierung in ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, um die wesentlichen Auswirkungen unterschiedlicher gentechnischer Anwendungen auf eine nachhaltige Entwicklung zu überprüfen und zu kategorisieren: Ökologische Nachhaltigkeit : Die Anwendung gentechnischer Verfahren hat nur einen geringen Effekt auf die Verringerung von Kohlendioxidemissionen (Dekarbonisierung) und die Reduzierung des durch den Menschen in Umlauf gebrachten Materials (Dematerialisierung).

Für die Renaturalisierung und die Biodiversität ergeben sich größere Chancen und Risiken. Wenn gentechnisch veränderte Pflanzen auf nährstoffärmeren Böden Erträge sicherstellen, den ökologischen Bedingungen angepasst sind und kaum oder keine Chancen für eine Auswilderung bestehen, können sie zum Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit beitragen.

  • Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, ist der Beitrag allerdings vernachlässigbar oder sogar negativ.
  • Ökonomische Nachhaltigkeit : Gentechnik hat das Potenzial, mittel- und langfristig wirtschaftliche Vorteile für Anbieter von Agrardienstleistungen, Saatguthersteller und landwirtschaftliche Betriebe zu bieten.

Umstritten ist, wem diese Vorteile überwiegend zugutekommen. Dies hängt weitgehend von den Rahmenbedingungen des Gentechnik-Einsatzes ab. Dabei ist zu beachten, dass viele Einkommens- und Struktureffekte durch andere Faktoren stärker beeinflusst werden und der Einsatz der Gentechnik hier nur eine geringe Rolle spielt.

Soziale Nachhaltigkeit : In diesem Bereich sind die Chancen eher gering, dagegen die Risiken besonders umfassend, aber nicht unbedingt schwerwiegend. Oft sind sie zwei Seiten derselben Medaille. Zum Beispiel führen die erhöhten Erträge, verbunden mit geringeren Kosten für Pestizide und Herbizide, zu mehr Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe.

Dies kann jedoch Konzentrationsprozesse fördern, die Kleinbetriebe zur Vergrößerung oder Aufgabe zwingen. In der Wahrnehmung vieler Betrachterinnen und Betrachter reiht sich die Gentechnik in eine Assoziationskette von maximaler Profitausrichtung, industrialisierten Praktiken, inhumaner Tierhaltung und wirtschaftlichen Konzentrationsprozessen ein.

Die geringe Akzeptanz ist verbunden mit entsprechend strikten staatlichen Regulierungen. Mehr und mehr stehen nicht die nachweisbaren Folgen für Ökologie, Wirtschaft und Sozialwesen im Vordergrund, sondern vielmehr die Einhaltung von Regelungen ohne Bezug zu einem nachweisbaren Schaden. Damit Nachhaltigkeit als Leitidee für den Einsatz der Gentechnik auch faktisch umgesetzt wird, sind laut Ortwin Renn neue kooperative Formen der Verständigung zwischen Industrie, Landwirtinnen und Landwirten, Umweltschutzorganisationen sowie politischen Regulierungsinstanzen notwendig.

Dabei muss das Thema Gentechnik in einen größeren Zusammenhang mit Landnutzung, Treibhausgasemissionen und Ernährungsverhalten eingebettet werden. Mit einem umfassenden Ansatz wie „neue Leitbilder für die Landwirtschaft und Landnutzung der Zukunft” wäre mehr gewonnen als mit einem engen Dialog zum Thema Gentechnik.

Denn er ermöglicht es, Themen wie Gesundheit, Landwirtschaft und Ernährung ohne ideologische Scheuklappen zusammenbringen und die Implikationen der unterschiedlichen Leitbilder für Landwirtschaft auf der Basis von Nachhaltigkeitskriterien zu überprüfen. Renn, O. (2021): – In: Fehse, B., Hucho, F., Bartfeld, S., Clemens, S., Erb, T., Fangerau, H., Hampel, J., Korte, M., Marx-Stölting, L., Mundlos, S., Osterheider, A., Pichl, A., Reich, J., Schickl, H., Schicktanz, S., Taupitz, J., Walter, J., Winkler, E., Zenke, M.

(Eds.), Fünfter Gentechnologiebericht. Bilanzierung einer Hochtechnologie, (Forschungsberichte / Interdisziplinäre Arbeitsgruppen, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften; 44), Baden-Baden : Nomos, 481-503. : Kann Gentechnik einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft leisten?

Wieso ist Gentechnik nötig?

Schule und Gentechnik Über das Thema Agro-Gentechnik wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Es geht dabei um wirtschaftliche Interessen, politischen Einfluss, mögliche Risiken und Ethik. Dass es dabei manchmal hoch hergeht, ist kein Wunder und auch gut so. Was Ist Gentechnik Bei Tieren (Foto: U.S. Department of Agriculture, Fresh Food In Garbage Can To Illustrate Waste, http://bit.ly/1Ub0vmn, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/) Die Zahl der Menschen nimmt weiter zu – 2050 werden wir über 9 Milliarden sein, die hauptsächlich in Städten leben und mehr Fleisch essen wollen.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche nimmt durch Erosion, Wüstenbildung und Verbauung ab und kann nur noch wachsen, indem wertvolle Ökosysteme wie Regenwälder zerstört werden. Zudem soll die Landwirtschaft mehr nachwachsende Energie und Rohstoffe liefern. Pro: Ja, wir brauchen die Gentechnik, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen.

Um unseren steigenden Bedarf decken zu können, muss die landwirtschaftliche Produktion in den nächsten Jahrzehnten fast verdoppelt werden. Das ist ausschließlich mit herkömmlichen Züchtungsmethoden nicht möglich. Gentechnik allein wird zwar den Hunger nicht aus der Welt schaffen, aber sie kann einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie ertragreiche, krankheits- und schädlingsresistente und dürretolerante Pflanzen entwickelt – effektiver und schneller als die herkömmliche Züchtung.

  1. Contra: Nein, die Gentechnik schafft mehr Probleme als sie löst.
  2. Nie zuvor hat die Menschheit mehr Nahrungsmittel produziert als heute.
  3. Über ein Drittel davon wird weggeschmissen.
  4. Wenn Lebensmittel gerecht verteilt wären, müsste niemand hungern.
  5. Dennoch hungern heute eine Milliarde Menschen – mehr als je zuvor auf diesem Planeten.70 Prozent aller Hungernden leben auf dem Lande – insbesondere in Asien und Afrika.
See also:  Welche Tiere Haben Die Eiszeit Überlebt?

Was den Menschen dort fehlt, ist der Zugang zu Land, Wasser und Saatgut, zu praktischem Know-how, zu lokalen Märkten und einfachen Technologien. Mit Gentechnik-Pflanzen wird bisher ausschließlich Tierfutter, Baumwolle und Energie vom Acker produziert.

  • Fallbeispiel Gentechnisch veränderte Baumwolle

Was Ist Gentechnik Bei Tieren (Foto: Ben.Millett, Potato varieties, take 2, http://bit.ly/1TY3VpT, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/) Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft in vielen Regionen vor neue Herausforderungen. Wetterextreme wie Dürren oder Starkregen nehmen zu; mit den steigenden Temperaturen breiten sich Schädlinge und Krankheiten wie Pilzinfektionen in neue Regionen aus.

Pro: Ja, wir brauchen Gentechnik-Pflanzen, um den Problemen des Klimawandels gewachsen zu sein. Mit den neuen gentechnischen Verfahren wie können wir schneller und besser neue Sorten entwickeln, die beispielsweise gegen Überschwemmung, Dürre, Versalzung oder neue Schädlinge widerstandsfähig sind und zudem höhere Erträge liefern.

Beim Wettrennen mit dem Klimawandel zählt jedes Jahr und herkömliche Züchtung braucht 12 bis 15 Jahre für eine neue Sorte. Zahlreiche angepasste Gentechnik-Pflanzen werden bereits im Labor getestet, von der virusresistenten Gurke bis zum trockentoleranten Weizen.

  1. Auf dem Markt ist schon seit zehn Jahren ein trockentoleranter Mais (MON87460), der mit alter Gentechnik von Monsanto und BASF gezüchtet wurde.
  2. Contra: Nein, denn die Vielfalt der Pflanzen ist die Lösung, nicht Gentechnik.
  3. Seit Generationen arbeiten Landwirte mit einer Vielfalt von Pflanzen, die sie den jeweiligen Umweltbedingungen wie Trockenheit oder Kälte angepasst haben.

Diese Vielfalt hilft Züchtern dabei, die jetzt verstärkt gebrauchten Eigenschaften in ihre Pflanzen zu integrieren. Alle Sorten, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Dürre oder Überschwemmungen oder auch hohen Salzgehalt im Boden haben, wurden traditionell entwickelt oder konventionell gezüchtet. Was Ist Gentechnik Bei Tieren (Foto: Dean Calma / IAEA Imagebank, 06410302, http://bit.ly/27R8koE, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/) Schon immer haben die Menschen versucht, die Qualität ihrer Nutzpflanzen durch Züchtung zu verbessern. So entstanden aus wilden Gräsern unsere Getreidearten und aus anderen Wildpflanzen die heutige Vielfalt an Obst und Gemüse.

Pro: Ja, Gentechnik ist nur eine erweiterte Art der Pflanzenzüchtung. Die Gentechnik macht nichts anderes als die herkömmliche Züchtung, nur auf eine moderne Art und Weise. Sie wartet nicht auf zufällige Mutationen, sondern führt sie durch Verfahren wie gezielt und mit den erwünschten Effekten herbei.

Zudem lassen sich Eigenschaften wilder Vorfahren wie Krankheitsresistenzen mit Gentechnik viel einfacher einkreuzen. Auch von anderen Arten können hilfreiche Eigenschaften ins Erbgut übertragen und dadurch genutzt werden. Contra: Nein, Gentechnik ist keine Züchtung.

  1. Züchter*innen können nur miteinander verwandte Arten kreuzen und sie machen das auf natürlichem Weg, ohne Eingriffe in die Zelle und ins Erbgut.
  2. Bei der bisher üblichen werden Artgrenzen überschritten, indem fremde Genkonstrukte etwa aus Bakterien oder fremden Pflanzenarten in das Erbgut eingebracht werden.

Man kann nicht vorhersagen, an welcher Stelle des Organismus die Genkonstrukte landen und wie sie dort wirken. Mit neuen gentechnischen Verfahren lässt sich das Erbgut darüber hinaus ändern, indem einzelne Gene ein- und ausgeschaltet oder an bestimmten Stellen geändert werden. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Herbizide werden auf ein Gentechnik-Sojafeld gesprüht (Foto: United Soybean Board, Spraying a Soybean Field, http://bit.ly/1TwyjYZ, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0) In den letzten 25 Jahren wurden vor allem zwei Arten von Gentechnik-Pflanzen angebaut.

Die einen sind resistent gegen Glyphosat oder andere Herbizide; die anderen produzieren das Gift eines Bodenbakteriums (Bacillus thuringiensis, Bt) um damit Schädlinge abzuwehren. In vielen neueren Gentechnik-Pflanzen haben die Hersteller die beiden Eigenschaften kombiniert. Pro: Ja, der Anbau von Gentechnik-Pflanzen schont die Umwelt, weil sich damit der Pestizideinsatz senken lässt.

produzieren selbst ein Gift gegen ihre Schädlinge. Daher muss zum Beispiel bei Bt-Baumwolle und Bt-Mais deutlich weniger gespritzt werden. Dasselbe gilt für die Gentechnik-Pflanzen, die das Spritzmittel mit dem Wirkstoff tolerieren. Der Bauer muss statt dreimal nur noch einmal spritzen.

Dadurch wird die Umwelt entlastet. Zudem muss beim Anbau herbizidresistenter Pflanzen der Boden nicht mehr gepflügt werden. Das schont den Boden, verringert den Kohlendioxid-Ausstoß der Äcker und wirkt dem Klimawandel entgegen. Contra: Nein, Gentechnik gefährdet die Umwelt und die biologische Vielfalt.

Zahlreiche Studien zeigen, dass zwar in den ersten Jahren des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen zum Teil weniger Spritzmittel auf den Äckern landen, nach einigen Jahren kommen jedoch häufig mehr und verschiedenen Pestizide zum Einsatz. Denn sowohl die Unkräuter als auch die Schädlinge bilden Resistenzen gegen die eingesetzten Herbzide und das Bt-Toxin. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Ein französisches Forscher-Team untersucht gesundheitliche Abweichungen bei Ratten, die mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert werden (Foto: courtesy GMOSeralini.org) Damit eine gentechnisch veränderte Pflanze in der Europäischen Union angebaut oder importiert werden darf, braucht sie eine Zulassung.

  1. Deren Basis ist ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA.
  2. Pro: Ja, Gentechnik-Pflanzen werden vor der Zulassung ausreichend getestet.
  3. Das EU-Gentechnikrecht mit seinem umfassenden Prüfungsprozess gilt zurecht als das weltweit strengste Zulassungsverfahren.
  4. Erst wenn wirklich klar ist, dass weder die Menschen noch die Umwelt durch die neue Pflanze geschädigt werden, erfolgt die Zulassung.

Weil das Verfahren so aufwändig und langwierig ist, plädieren Gentechnik-Unternehmen und Biotechnologen dafür, die Regeln für neue gentechnische Verfahren abzuschwächen, da sie diese für weniger riskant halten. Contra: Nein, Gentechnik-Pflanzen werden nicht ausreichend getestet; es gibt keine unabhängige Sicherheitsforschung.

  1. Die Studien, die für die Zulassungsverfahren in der EU erstellt werden, sind nicht neutral, sondern stammen von den Gentechnikkonzernen selbst.
  2. Diese führen keine Langzeitstudien durch.
  3. Niemand kann wissen, wie sich Gentechnik-Pflanzen langfristig auf die menschliche Gesundheit und auf die Umwelt auswirken.

Außerdem werden diese Zulassungsstudien nicht veröffentlicht und brisante Ergebnisse von den Behörden oft nicht erkannt. So rückte der Gentechnikkonzern Monsanto die Ergebnisse eine Fütterungsstudie für den Gentechnik-Mais MON 863 erst nach einer Klage von Greenpeace heraus. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Imker Bablok muss seinen Honig als Sondermüll in der Verbrennungsanlage entsorgen, da dieser gentechnisch verunreinigt war (Foto: Thomas Radetzki) Das EU-Gentechnikrecht soll die sicherstellen, also das unbeeinträchtigte Nebeneinander von Gentechnik-Landwirtschaft und gentechnikfreiem konventionellen sowie ökologischem Anbau.

  • Pro: Ja, Verunreinigungen lassen sich vermeiden und Auskreuzungen kommen kaum vor.
  • Für eine Koexistenz sorgt das Gentechnikgesetz mit seinen Abstandsregeln.
  • Es verpflichtet die Bauern dazu, darauf zu achten, dass ihre Gentechnik-Pflanzen nicht auf die Felder von Nachbar-Bauern gelangen, die gentechnikfrei arbeiten.

Außerdem müssen sie dafür Sorge tragen, dass sich auch bei den landwirtschaftlichen Geräten und Transportwagen Gentechnik-Pflanzen nicht mit herkömmlichen Pflanzen vermischen. Im Falle einer müssten die Landwirte, die Gentechnik-Pflanzen anbauen, für Schäden haften.

Für die meisten gentechnisch veränderten Kulturpflanzen gibt es in Europa keine verwandten Wildarten, mit denen sie sich kreuzen könnten. Lediglich bei Raps kann es zu Auskreuzungen kommen, die aber meist sterile Nachkommen hervorbringen. Contra: Nein, die Ausbreitung von Gentechnik-Pflanzen lässt sich nicht verhindern und ist unwiderruflich.

Einmal in die Natur freigesetzt, lassen sich gentechnisch veränderte Organismen nicht mehr kontrollieren oder zurückholen. Abstandsregelungen verhindern nicht, dass sich Gentechnik-Pflanzen mit Wild- oder herkömmlichen Pflanzen kreuzen. Denn Pollen fliegen über Grenzen hinweg und werden auch von Bienen kilometerweit getragen.

In landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Geräten sowie bei der Weiterverarbeitung lässt sich die strikte Trennung praktisch nicht durchsetzten. So kommt es immer wieder zu ungewollten Verunreinigungen. Das britische GM Contamination Register zählte von 1997 bis Ende 2013 insgesamt 396 Verunreinigungsfälle, die 63 Staaten betrafen.

Das Schnellwarnsystem der EU listete von 2002 bis 2018 679 Fälle von Verunreinigungen mit nicht zugelassenen GVO in Futter- oder Lebensmitteln auf. Was Ist Gentechnik Bei Tieren Soja-Ernte in Brasilien (Foto: FoodandYou, http://bit.ly/1U7AZvv, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/) Die Gentechnik gilt als Zukunftstechnologie, die für den Arbeitsmarkt große Chancen bietet. Deshalb wird sie vom Staat umfangreich gefördert – auch in der Landwirtschaft.

  • Pro: Ja, Gentechnik ist eine Zukunftstechnologie, die Arbeitsplätze schafft.
  • Die Grüne Gentechnik ist wie ihre Schwestern, die Weiße und Rote Gentechnik, eine Zukunftstechnologie.
  • Leider sorgt die derzeitige Gesetzgebung dafür, dass dieses Potenzial noch nicht ausreichend ausgeschöpft werden kann.
  • Es dauert zu lange und ist zu schwierig, Gentechnik-Pflanzen in der EU zuzulassen.

Deshalb müssen für neue gentechnische Verfahren wie Crispr/Cas diese Regeln geändert werden. Sonst geht der Fortschritt an den Pflanzenzüchtern in der EU vorbei und gefährdet diese Unternehmen. Contra: Nein, Gentechnik vernichtet und gefährdet Arbeitsplätze.

  1. Die Agro-Gentechnik ist eine Rationalisierungstechnologie, das heißt, sie vernichtet Arbeitsplätze in der Landwirtschaft.
  2. Auch fördert sie die Konzentration in der Züchtungsbranche.
  3. So kauft das amerikanische Saatgut-Unternehmen Monsanto immer mehr seiner Konkurrenten auf.90 Prozent aller Gentechnik-Pflanzen stammen von Monsanto.

Nach einer Studie des Forschungsministeriums bietet die Agro-Gentechnik in Deutschland etwa 500 bis 1500 Arbeitsplätze. Dabei ist die Gefahr groß, dass Arbeitsplätze in der Bio-Branche und der konventionellen Landwirtschaft verloren gehen. Schon jetzt müssen gentechnikfrei wirtschaftende Landwirte und Verarbeiter sich anstrengen, um Verunreinigungen zu vermeiden und Tests bezahlen, die die Gentechnikfreiheit ihrer Produkte belegen.

Was ist das Ziel der Gentechnik?

Mäuse unter UV-Licht. In der Mitte eine unveränderte Maus, links und rechts Tiere, die gentechnisch so verändert sind, dass sie in manchen Körperteilen Grün fluoreszierendes Protein bilden. Als Gentechnik bezeichnet man Methoden und Verfahren der Biotechnologie, die auf den Kenntnissen der Molekularbiologie und Genetik aufbauen und gezielte Eingriffe in das Erbgut (Genom) und damit in die biochemischen Steuerungsvorgänge von Lebewesen bzw.

  1. Viraler Genome ermöglichen.
  2. Als Produkt entsteht zunächst rekombinante DNA, mit der wiederum gentechnisch veränderte Organismen (GVO) hergestellt werden können.
  3. Der Begriff Gentechnik umfasst die Veränderung und Neuzusammensetzung von DNA -Sequenzen in vitro (z.B.
  4. Im Reagenzglas) oder in vivo (in lebenden Organismen).

Dazu gehört auch das gezielte Einbringen von DNA in lebende Organismen. Gentechnik wird sowohl zur Herstellung neu kombinierter DNA innerhalb einer Art, als auch über Art-Grenzen hinweg verwendet. Dies ist möglich, weil alle Lebewesen denselben genetischen Code benutzen, von dem nur in wenigen Ausnahmefällen leicht abgewichen wird (siehe codon usage ).

  • Grüne Gentechnik – Agrogentechnik – Anwendung bei Pflanzen
  • Rote Gentechnik – Anwendung in der Medizin und Pharmazeutik
  • Weiße Gentechnik – Anwendung in der Industrie
  • Graue Gentechnik – Anwendungen speziell in der Abfallwirtschaft
  • Blaue Gentechnik – Anwendungen auf Lebewesen des Meeres, insbesondere Tiefseebakterien

Warum Gentechnik in der Landwirtschaft?

Page 8 – Die Bio-Bewegung lehnt die technische Manipulation des Genoms ab. Gentechnisch erzeugtes Saatgut, manipulierte Pflanzen oder Tiere sind in der Ökologischen Landwirtschaft verboten. Zwar müssen Gentechnik-Pflanzen und -Tiere in der EU reguliert und gekennzeichnet werden.

  • Aber: Die komplexen, technischen Eingriffe in das Erbgut werden nur unzureichend auf Risiken oder Nebenwirkungen untersucht.
  • In der Landwirtschaft bekommen Transparenz und Regulierung der Gentechnik besondere Bedeutung, wenn manipulierte Pflanzen oder Tiere Kontakt mit der freien Natur haben – und mit den Gentechnik-Organismen vermehrungsfähige Lebewesen in die Umwelt entlassen werden.

Mit dem schädlichen Geschäftsmodell der Konzerne, Gentechnik-Pflanzen oder -Tiere zu patentieren, werden die Lebensgrundlagen aller Menschen privatisiert, freie und unabhängige Forschung wird verhindert, Bäuerinnen und Bauern geraten in einen gefährlichen Abhängigkeitsstrudel.

Im Gegensatz zu den Gentechnik-Konzernen profitieren sie nachweislich kaum: Weder bringen Gentechnik-Pflanzen dauerhaft höhere Erträge, noch müssen weniger Pestizide eingesetzt werden. Öko setzt auf ganzheitliche und nachhaltige Lösungen statt Risikotechnologien – vom Anbau bis zur streben Bio-Bäuerinnen nach einer großen Bandbreite an Sorten und vielfältigen Kulturen, die ökologisch vermehrt und patentfrei genutzt werden können.

Das Prinzip ‚Open-Source‘ sorgt im Ökolandbau dafür, dass Landwirte und Züchterinnen Zugang zu Saatgut haben und gemeinsam die Sortenvielfalt weiterentwickeln können. Öko-Züchtung ist innovativ und erfolgreich – ganz ohne Gentechnik, Patente, Risiken und Nebenwirkungen.

Warum Gentechnik beim Essen?

Wird genmanipuliertes Essen auch in Deutschland angebaut? – Um Nutzpflanzen robuster zu machen, gibt es Gentechniker, die deren Erbsubstanz verändern. Sie fügen der Pflanze neue Gene hinzu und verhelfen ihr damit zu Eigenschaften, die sie ohne Gentechnik nicht hätte.

Gentechnik wird vor allem bei Nutzpflanzen angewandt. Das sind neben Mais und Raps auch Soja, Baumwolle und Reis. Angebaut werden diese gentechnisch veränderten Pflanzen hauptsächlich in den USA, Südamerika, Asien und Südafrika. In Europa, also auch in Deutschland, sind sie selten zu finden und wenn, dann höchstens auf sogenannten Versuchsfeldern. Gentechnik soll die Pflanzen widerstandsfähiger machen gegen schädigende Insekten oder deren Bekämpfer, die Insektenschutzmittel. Zu nennen ist hier zum Beispiel Round up. Den Landwirten wird versprochen, dadurch höhere Erträge zu erwirtschaften. Es gibt wenige, große Konzerne, die den Markt beherrschen. Bayer und BASF sind dabei die bekanntesten.