Welche Tiere Fressen Borkenkäfer?

Welche Tiere Fressen Borkenkäfer
Ein Ameisenbuntkäfer beisst einem Buchdrucker, einem Borkenkäfer, den Kopf ab. (Bild: Siegfried Keller) – Noch gut in Erinnerung sind die Stürme vom letzten August und vom vergangenen Winter. Tausende von Bäumen wurden entwurzelt oder geknickt, darunter besonders viele Fichten.

  1. Folgt nach einem solchen Ereignis ein trockener, warmer Frühling, ist der Albtraum jedes Försters perfekt: Es droht eine Borkenkäferplage, wobei unter Borkenkäfer der Gemeine Buchdrucker gemeint ist.
  2. Die Förster sind entsprechend ausgebildet, wie sie den Käferschaden in Grenzen halten können.
  3. Wo sich die Borkenkäfer mehr oder weniger frei entfalten können, stellen sich sehr rasch seine natürlichen Feinde ein.

Dazu gehören neben Vögeln wie Spechte, Meisen, Baumläufer und Kleiber zahlreiche räuberische und parasitische Insekten sowie durch Pilze und andere ­Mikroorganismen verursachte Krankheiten. Zu den wichtigsten natürlichen Feinden gehört der Ameisenbuntkäfer.

Welches Tier frisst gerne Borkenkäfer?

Schädlinge – Klimafitter Wald Vorbeugen ist besser als bekämpfen! Wir empfehlen eine sorgfältige Waldhygiene und den Aufbau eines standortangepassten sowie arten- und strukturreichen Mischwaldes. In Risikogebieten sollte so wenig bruttaugliches Material wie möglich im Wald belassen werden.

Verschiedene Spechtarten, wie etwa der Buntspecht, haben die Borkenkäfer zum Fressen gern. Auch der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) frisst die Larven der Borkenkäfer gerne. Verschiedene Hautflügler, wie zum Beispiel diese Schlupfwespe, zählt zu den Fressfeinden der Schädlinge.

Borkenkäfer haben viele Feinde, denen man mit ein paar Maßnahmen einen geeigneten Lebensraum bieten kann. Grob lassen sich die Gegenspieler von Buchdrucker und Co. einteilen in Krankheitserreger

Bakterien Pilze Einzeller Fadenwürmer Viren

Räuber

Milben Mehrere Käferarten (z.B. Ameisenbuntkäfer) Kamelhalsfliegen Mehrere Zweiflüglerarten Mehrere Vogelarten (z.B. Kleinspecht, Dreizehenspecht) Ohrwürmer

und Schmarotzer

Verschiedene Schlupfwespenarten

Hat die Population der Käfer bereits unüberschaubare Ausmaße angenommen, können die Gegenspieler die Massenvermehrung zwar nicht stoppen. Sie können aber dafür sorgen, dass die Ausmaße geringer bleiben und die Population nach kürzerer Zeit wieder zusammenbricht.

Welche Feinde hat der Borkenkäfer?

Page 2 – Die Eidgenossenschaftliche Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) aus der Schweiz hat ein Merkblatt über die natürlichen Feinde für Borkenkäfer veröffentlicht. Insgesamt hat der Borkenkäfe rund 300 natürlich Feinde. Beispielsweise räuberische Käfer und parasitische Wespen. Welche Tiere Fressen Borkenkäfer Hier gibt es die Broschüre zum Download: Fotonachweis: Bild von kie-ker auf Pixabay : Natürliche Feinde von Borkenkäfer

Was tötet den Borkenkäfer?

Abwehrmechanismen des Baumes – Welche Tiere Fressen Borkenkäfer Beim Einbohren des Borkenkäfers beginnt die Fichte sofort zu harzen. Der Harzfluss tötet den Borkenkäfer. Greifen viele Käfer an, kommt die Harzabwehr der Bäume zum Erliegen (ab ca.200 Käfer pro Baum). Wenn der Baum zusätzlich durch Trockenheit gestesst ist wodurch die Harzproduktion reduziert wird, erfolgt der Befall noch schneller.

Was mag der Borkenkäfer nicht?

Wer den Borkenkäfer bekämpfen will, braucht in Zukunft vielleicht nicht mehr so viele Insektizide. Denn tschechische Wissenschaftler haben für Bäume eine Art Imprägnierung gegen den Schädling entwickelt, die auf natürlichen Stoffen basiert. Illustrationsfoto: ČT24 Borkenkäfer mögen keine ätherischen Baumöle. Das haben Forscher aus Schweden und dem Baltikum bereits herausgefunden. Aufgrund dieser Erkenntnis konnten Wissenschaftler von der Landwirtschaftlichen Universität in Prag nun eine Imprägnierung für Bäume entwickeln. Anna Jirošová (links) | Foto: Ondřej Ševčík, Tschechischer Rundfunk „Dieses neue Element haben wir einem Cocktail weiterer Stoffe hinzugefügt, die unter anderem von Laubbäumen unterschiedlicher Art produziert werden. Wir entwickeln zudem unterschiedliche Zuschnitte für die Dispenser, die mit dem Cocktail befüllt werden.”

Wann stirbt der Borkenkäfer ab?

Borkenkäfer – ein gefragtes Thema Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt Originalartikel: Lobinger, G. (2004): Borkenkäfer – ein gefragtes Thema. LWF aktuell 43, S.38-39. Online-Version 31.03.2004 Download: Kontakt Andreas Hahn Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Abt.

  1. Waldschutz Hans-Carl-v.-Carlowitz-P.1 D – 85354 Freising Tel: +49 8161 4591 501 Die Problematik durch Borkenkäferbefall ist weithin bekannt.
  2. Vielleicht gibt es gerade deswegen bei konkretem Befall regelmäßig besonders viele Fragen zu diesem Thema.
  3. In jedem Falle kann mit den richtigen Antworten das Risiko deutlich verringert werden.

Angesichts der immer wieder angespannten Borkenkäfersituation in Fichtenbeständen ist es wichtig, dass alle Waldbesitzer möglichst umfassend über Biologie und Befallsverhalten von Buchdrucker und Kupferstecher informiert sind. Nur bei guten Kenntnissen über den Schädling kann man das Befallsrisiko richtig einschätzen, rechtzeitig und mit den richtigen Maßnahmen reagieren, und so eine weitere Ausbreitung der Schäden verhindern. Welche Tiere Fressen Borkenkäfer Abb.1: Fraßbild Buchdrucker (Foto: Florian Stahl, LWF) Buchdrucker und Kupferstecher überwintern in allen Entwicklungsstadien (Larven, Puppen, erwachsene Käfer) in der Rinde befallener Bäume. Erwachsene Käfer ziehen sich manchmal auch zur Überwinterung in die Bodenstreu zurück.

Allerdings ist nicht hinreichend geklärt, wie hoch dieser Anteil an Bodenüberwinterern ist und welche Faktoren dies fördern. Eier und junge Larvenstadien reagieren empfindlich auf Temperaturen unter –10 bis –15° C über mehrere Tage hinweg. Dagegen können ältere Larven, Puppen und Käfer auch lange Kälteperioden ohne große Verluste überstehen.

Buchdrucker und Kupferstecher schwärmen im Frühjahr ab Mitte / Ende April aus ihren Winterquartieren aus. Beide Käferarten fliegen bei Temperaturen ab 16,5°C und trockener Witterung. Nein. Es reicht nicht aus, dass die Temperaturschwelle von 16,5° C erreicht wird – was durchaus auch im Winter vorkommen kann.

Die Käfer sind dann zwar unter der Rinde aktiv, verlassen aber die Winterquartiere nicht vor Mitte / Ende April. Für Schwärmflug und Befallsaktivität muss eine bestimmte Temperatursumme erreicht sein. Der Buchdrucker bevorzugt vitale Altfichten. Die ersten Pionierkäfer wählen ihre Wirtsbäume nach bisher nicht vollständig geklärten Kriterien aus bzw.

fliegen sie zufällig an. Durch den beim Einbohren ausgelösten Harzfluss werden einzelne Käfer abgetötet – bei ausreichender Angriffsdichte (wenige hundert Käfer / Baum) jedoch kommt die Abwehr der Bäume zum Erliegen. Sobald sich einige Käfer erfolgreich eingebohrt haben, produzieren sie Lockstoffe für ihre Artgenossen – es kommt zum massiven Befall des Stammes.

  • Der Kupferstecher hat eine andere Befallsstrategie: Er reagiert auf Duftsignale geschädigter Bäume und befällt diese gezielt.
  • Bei Massenvermehrung allerdings attackiert er auch gesunde, vitale Altfichten mit Erfolg.
  • Besonders betroffen waren daher im Jahr 2003 Fichten mit fortgeschrittenen Trockenschäden.

Im Gegensatz zum Buchdrucker bevorzugt er normalerweise Schwachholz. Buchdruckerbefall lässt sich bereits zu Beginn des Befallsgeschehens am Auswurf braunen Bohrmehls erkennen, das sich am Stammfuß, in Rindenschuppen, Spinnweben und auf der Bodenvegetation sammelt.

  1. Späte (für die Bekämpfung zu späte) Befallskennzeichen sind Spechtabschläge, Abfallen der Rinde, Kronenverfärbung von unten nach oben oder Nadelverlust der Krone im grünen Zustand.
  2. Bei Kupferstecherbefall in Altbeständen gibt es keine Möglichkeit der frühen Befallsdiagnose.
  3. Meist dauert es mehrere Monate, bis die befallenen Bäume zeichnen – die Krone verfärbt sich vom Gipfel abwärts rotbraun, die Nadeln fallen ab.

Ein Weibchen des Buchdruckers legt im Verlauf der Vegetationsperiode bis zu 150 Eier ab. Rechnet man Verluste mit ein, so kann 1 Käferweibchen in Jahren wie 2003 mit 3 Jungkäfergenerationen und 2 Geschwisterbruten mehr als 100.000 Nachkommen erzeugen Derzeit nicht.

Zahlreiche Bemühungen, Borkenkäfer mit Mikroorganismen (z.B. Pilzen) zu bekämpfen, sind fehlgeschlagen bzw. nicht praxisreif. Der Einsatz von Insektiziden beschränkt sich auf waldgelagertes Holz und kann bzw. soll nur in begrenztem Umfang angewandt werden. Aufgrund der meist unvollständigen Benetzung bleibt zudem ein Restrisiko, das bei Borkenkäfer-Massenvermehrungen nicht zu unterschätzen ist.

Sinnvolle Alternative zur Begiftung ist die Entrindung. Ja – wenn eine erhöhte Kupferstecherdichte vorliegt, bergen diese Resthölzer ein enormes Gefahrenpotenzial. Der Kupferstecher kann dieses Material über mehrere Monate als Brutraum nutzen. Ist es bereits befallen, so kommt es meist auch zur erfolgreichen Entwicklung der Brut und zum Ausschwärmen der Jungkäfer.

  • Da eine frühe Befallsdiagnose und damit gezielte Bekämpfung (wie beim Buchdrucker) hier nicht möglich ist, muss dem Kupferstecher unter allen Umständen bruttaugliches Material entzogen werden und die Population durch Beseitigung bereits befallenen Materials abgeschöpft werden.
  • Von Larven, Puppen und sehr hellen Jungkäfern, die der mechanischen Zerstörung bei der Entrindung entgangen sind, geht keine Gefahr aus.

Die geschälte Rinde trocknet aus und die Tiere können ihre Entwicklung nicht beenden. Jungkäfer, die bereits ihren Reifefraß durchgeführt haben (dunkle Färbung), können ausfliegen und Befall verursachen. Dem kann man durch Aufwerfen von Rindenhaufen begegnen.

Fangbäume können nur eine verhältnismäßig geringe Zahl von Käfern aufnehmen – der Aufwand für Fällung und Überwachung steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Sie stellen, sobald sie von Borkenkäfern befallen wurden, eine gefährliche Lockstoff-Quelle mitten im Risikogebiet dar.

Pheromonfallen eignen sich zur Überwachung von Borkenkäferpopulationen:

Sie liefern Informationen über den Schwärmverlauf (Beginn, Höhepunkte) und damit Einblick in die Anzahl der Folgegenerationen. Sie geben bei mehrjähriger Beobachtungszeit einen Eindruck davon, wie sich regional die Käferdichte entwickelt.

Wichtig ist dabei immer die sachkundige Auswahl des Fallenstandorts. Ein Einsatz der Fallen zur Borkenkäferbekämpfung bringt keinen Erfolg. Es gibt zahlreiche natürliche Feinde von Borkenkäfern, z.B. Räuber (Ameisenbuntkäfer, Jagdkäfer), Parasitoide (Erz-, Schlupfwespen), Krankheitserreger (Pilze, Viren etc.).

  • Sie können in großer Zahl auftreten – jedoch ist ihr Einfluss meist nicht ausreichend, um den Zusammenbruch von Massenvermehrungen herbeizuführen.
  • Bei Borkenkäfermassenvermehrung ist zu erwägen, solche Maßnahmen generell auszusetzen.
  • Andernfalls empfiehlt es sich, die Arbeiten möglichst im Spätsommer, nach Beendigung des Käfer-Schwärmfluges durchzuführen.

Bei hoher Kupferstecherdichte muss besondere Sorgfalt auf die Vernichtung aller Resthölzer bzw. allen befallenen Materials verwendet werden (Verbrennen, Häckseln). Gipfelstücke, Äste und Reisigmatratzen nach Harvestereinsatz behalten über viele Monate ihre Bruttauglichkeit für den Kupferstecher.

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Dokumenteninfos Autoren Gabriela Lobinger Redaktion

Kontakt Andreas Hahn Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Abt. Waldschutz Hans-Carl-v.-Carlowitz-P.1 D – 85354 Freising Tel: +49 8161 4591 501 Originalartikel Lobinger, G. (2004): Borkenkäfer – ein gefragtes Thema. LWF aktuell 43, S.38-39. Download Online-Version 31.03.2004 : Borkenkäfer – ein gefragtes Thema

Was lockt Borkenkäfer an?

Schwaches Holz lockt Borkenkäfer an – Die je nach Art etwa zwei bis fünf Millimeter kleinen Tiere gehören zum Ökosystem des Waldes. Das Nahrungsangebot, Klima und natürliche Feinde wie Spechte regeln den Bestand. Besonders wohl fühlen sich Borkenkäfer in absterbenden Nadelbäumen sowie in Totholz, etwa bei Stürmen abgeknickten Stämmen.

Kann der Borkenkäfer fliegen?

Plötzliche Hitze und Vollmast schwächen vor allem Fichten. Jetzt auf Bohrmehl an Rindenschuppen oder am Stammfuß achten und rasch reagieren. Welche Tiere Fressen Borkenkäfer © Archiv Die Vollmast (Blüte) der Fichte schwächt die Bäume grundsätzlich. In Kombination mit einer sehr raschen Hitzeentwicklung werden Fichten zusätzlich gestresst. Die Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher beginnen ihren Flug im Frühjahr ab Temperaturen von 16 Grad.

Welche Bäume meidet der Borkenkäfer?

Der Buchdrucker – der Johannes Gutenberg der 2000er – Der Borkenkäfer, der der Forstwelt solche Probleme macht und um den es in den meisten Berichten geht, heißt eigentlich Buchdrucker (Ips typographus ). Borkenkäfer gibt es nämlich in verschiedenen Formen und für alle Baumarten.

  1. Der Buchdrucker befällt aber nur Nadelbäume, vor allem aber die Fichte.
  2. Wenn der Buchdrucker unter der Rinde seine Brut (also sein Nest) anlegt, dann fressen sich die Larven waagerecht am Stamm entlang. Das sog.
  3. Brutbild sieht dann – mit etwas Fantasie – aus wie ein gedrucktes Buch.
  4. Dabei ist der Buchdrucker etwa halb so groß wie ein Fingernagel.

Das Brutbild des Buchdruckers. In weiß, die Larven am Ende ihrer Fraßgänge.

Wie stoppt man Borkenkäfer?

Sind Bäume im Garten vom Borkenkäfer befallen, müssen sie gefällt und das Holz vernichtet werden. Gegen sie helfen nämlich weder Gifte noch Dünger. Erste Hinweise sind braunes Bohrmehl am Fuß des Stammes. Im weiteren Verlauf verliert ein befallener Baum seine Rinde und die Krone verfärbe sich von unten nach oben.

Wie vertreibt man Borkenkäfer?

Schwedische Wissenschaftler haben ein neues Mittel gegen die Käfer entwickelt: Künstlicher Birkenduft signalisiert den Borkenkäfern ein falsches Revier. So klein und doch so schädlich: der Borkenkäfer. Bild: dpa STOCKHOLM taz Angeschlagene und kranke Fichten, das ist es, was der Borkenkäfer mag. Der Duft der Fichten-Terpene zieht ganze Schwärme von Borkenkäfern magisch an, signalisiert ihnen eine geeignete Beute: geschwächte Bäume, denen das Harz zur Gegenwehr fehlt.

  1. Nun haben schwedische Wissenschaftler eine eigene Duftwaffe gegen diese Anziehung entwickelt: Mit künstlichem Birkenduft wird den Käfern vorgegaukelt, sich in einen für die Fortpflanzung uninteressanten Mischwald verirrt zu haben.
  2. Damit soll der für das Ökosystem eigentlich wichtige Verarbeiter von Pflanzenresten in die Irre geführt werden, denn er hat sich in diesem Jahr in Deutschland und Schweden in vom Sturm gefällten Wäldern all zu sehr ausgebreitet.

“Die Borkenkäfer kehren an solchen Sperren tatsächlich um”, stellte Fredrik Schlyter, Professor für Pflanzenschutz-Ökologie an der Landwirtschaftsuniversität Alnarp fest. Zusammen mit KollegInnen hat er einen Parfümmix komponiert, der nach Birkenblättern und -rinde duftet.

  1. Nicht zum ersten Mal zielen Forscher auf den Geruchssinn der Borkenkäfer.
  2. Schon früher lockten Schädlingsbekämpfer Borkenkäfer in Duftfallen, um sie zu bekämpfen.
  3. Die Versuche mit dem Birkenduft sind vielversprechend: In einem von Borkenkäfern befallenen Testwald in Südschweden hat man entsprechende Duftspender aufgestellt.

Die künstliche Sperre ließ den Käfer, der den wissenschaftlichen Namen Scolytidae trägt, noch in einem Umkreis von 30 bis 100 Metern umkehren. Die umwölkten Zonen blieben tatsächlich frei von Befall, was “besser als erwartet” sei, erklärte Schlyter. Der Forscher hofft, die Methode so verfeinern zu können, dass sie schon in einigen Jahren auch großflächig Wälder schützen könnte.

  1. Gedacht sei das ganze aber nur als Hilfsmittel für den Übergang, betont Schlyter – bis die Forstwirtschaft sich endlich auf die von der Wissenschaft schon lange geforderte Mischwaldbepflanzung umgestellt habe.
  2. Denn nur die sei ein natürlicher und dauerhafter Schutz der Nadelholzpopulation gegen Borkenkäfer: “Nicht Mischwald-Phantome aus synthetischen Substanzen.”,

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Warum stinken Borkenkäfer?

Sonneberg (Thüringen)– Mitten im Wald von Steinach bleibt Ulrich Göhring (55) plötzlich stehen und reckt seine Nase in den Wind. Dann läuft er auf eine Fichte zu, zeigt auf winzige Einfluglöcher und Bohrmehl auf der Rinde. Schon wieder ein Treffer! Der Förster: „Ich kann Borkenkäfer gut riechen.” Was erstmal zum Schmunzeln klingt, ist für seine Kollegen tatsächlich eine wichtige Hilfe bei der Rettung möglichst vieler Waldflächen. Lichte Fichten! Die Borkenkäfer zerstören immer mehr Thüringer Bäume wie hier im Kreis Sonneberg Foto: Jacob Schröter Der Super-Schnüffler: „So kann ich die Baumfäller-Maschinen gezielt einweisen und das Schadholz wird schneller aus dem Wald geschafft.

Derzeit melde ich fast täglich neuen Befall beim Forstamt, komme kaum noch hinterher.” Aber wie macht er das? Um Partner anzulocken, bilden Borkenkäfer Sexualduftstoffe (Pheromone). Gleichzeitig produzieren Fichten ähnlich süßlich riechendes Harz, um sich gegen den Forstfeind Nr.1 zu schützen. Doch gegen die Schädlings-Invasion dieses Jahr kommen sie nicht an.690 000 Festmeter Thüringer Wald sind schon kaputt.

Doppelt so viel wie 2019. Allein in Ulrichs Forstbereich Sonneberg sind es 140 000. Dr. Horst Sproßmann von ThüringenForst: „Schlimm ist auch die Zwischenbilanz in den Regionen Neuhaus, Marksuhl, Hainich-Werratal, Leinefelde und Südharz. Und da sind die Juni-Zahlen noch gar nicht eingerechnet.2020 wird DAS Borkenkäferjahr!”

Was kann man mit Borkenkäferholz machen?

Ein Teil des Holzes aus dem Harz wird exportiert – Bleibt die Frage: Was passiert mit den Unmengen an Holz – und warum scheint es im Handel so knapp zu sein? Rund 10 bis 15 Prozent des gefällten Holzes geben die Landesforsten in den Export. „Vor allem die besonders langen Stämme landen im Container”, sagt Rudolph.

Der Großteil des Holzes – Baumstämme von 5 bis 18 Metern Länge – geht an die Sägeindustrie. Dort wird aus dem sogenannten Rundholz Industrieholz, also etwa Dachlatten. Das übrige Holz wird zu Dämmstoff oder Papier verarbeitet. Rund 40 Prozent ihres Industrieholzes exportieren deutsche Sägewerke. Genau lag der Wert im Jahr 2020 bei 39,7 Prozent, nach 40,1 Prozent in 2019.

Damit war der Wert das erste Mal in den vergangenen fünf Jahren gefallen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH) verbreitet. Im Jahr 2019 wurden demnach rund 9,3 Millionen Kubikmeter Holz exportiert und 2020 aufgrund einer insgesamt gesteigerten Produktion 10 Millionen Kubikmeter.

Kann Baum Borkenkäfer überleben?

Vom Borkenkäfer befallene Bäume schnell fällen Sie klingen gar nicht so gefährlich, sind aber vernichtend gefräßig: Borkenkäfer. Selbst die kühlere Jahreszeit schreckt sie nicht ab. Bäume, die von ihnen befallen sind, lassen sich kaum noch retten. Sind Bäume im Garten vom Borkenkäfer befallen, müssen sie gefällt und das Holz vernichtet werden.

Gifte oder Dünger helfen nicht”, sagt Dirk Schmechel von der Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising. “Man muss sie auch rasch fällen, sonst können Bäume in der Nachbarschaft befallen werden.” Erste Hinweise sind braunes Bohrmehl am Fuß des Stammes. Die Rinde kann laut der Landesanstalt abfallen und die Krone sich von unten nach oben verfärben.

Am Ende stirbt der Baum ab. Es könne Monate dauern, bis sich ein Befall zeigt. Die braunschwarzen Käfer bohren die lebenden Bäume an und legen ihre Eier hinein. Die Larven fressen sich dann durch das Holz. Auch in gefällten Ästen und Stämmen hausen die Schädlinge.

  • Der Borkenkäfer schwärme in diesem Jahr nur noch aus, solange es mindestens 17 Grad warm ist, erläutert Schmechel.
  • Aber er geht im Herbst und Winter nicht ein: “Der Käfer, die Larven in allen Entwicklungsstadien und die Eier überwintern und machen im Frühjahr einfach weiter.” Daher dürfe das gefällte Holz nicht für den Kamin gelagert und getrocknet werden.

“Bis das fertig ist, ist der Käfer im Frühjahr wieder unterwegs.” Schmechel rät, die Scheite zum Bauhof oder etwa zu Unternehmen zu bringen, die Hackschnitzel produzieren. Gartenbesitzer sollten den Befall der Gemeinde- oder Stadtverwaltung und der unteren Forstbehörde melden.

Warum gibt es keine Borkenkäferfallen mehr?

Wirksamkeit von Pheromonfallen –

Pheromonfallen sind mit einem Lockstoff ausgestattete Schlitzfallen für Borkenkäfer. Die Abschöpfwirkung von Pheromonfallen wird trotz großer Fangmengen häufig überschätzt. Auch eine hohe Fallendichte je Hektar bringt nicht mehr Erfolg. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurden mit 24 Fallen/ha nur rund 30% der ausfliegenden Käfer gefangen. In einer Pheromonfalle fängt man in einer Woche (je nach Zahl fliegender Käfer) zwischen 5.000 und 15.000 Käfer. Zum Vergleich, in einem Käferbaum mit einem Brusthöhendurchmesser von 30 cm entwickeln sich ca.60.000 Borkenkäfer. Der Falleneinsatz hat keinen nachweisbaren Einfluss auf den Borkenkäferschadholzanfall. Die Borkenkäferfalle ist kein Fangautomat, der Forstschutzmaßnahmen ersetzen kann

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Wo schläft der Borkenkäfer?

Insekten aus fernen Ländern sind eine neue Herausforderung – Die Experten beobachten deshalb sehr aufmerksam die Waldbestände hierzulande: Entdecken sie einen befallenen Baum, hilft aus ihrer Sicht nur noch die Säge: “Wir würden versuchen, diesen Schädling über diese Vernichtung des Baumes, in dem er lebt, dementsprechend zu vernichten.” Bedrohungen, die über Insekten und Krankheitserreger aus fernen Ländern eingeschleppt werden, stellen eine neue Herausforderung für die Forstexperten dar.

  1. Dabei nehmen Bedrohungen, mit denen sie schon seit Jahr und Tag zu kämpfen haben, keinesfalls ab – im Gegenteil: “Der Borkenkäfer ist ständig eine erheblich Bedrohung!”, betont Forstwissenschaftler Horst Delb.
  2. Borkenkäfer nisten sich zumeist in der Rinde eines Baumes ein und fügen diesem großen Schaden zu.

Kommen dann noch Stürme dazu, die Äste abknicken und auf den Waldboden fallen lassen, ist dies ein idealer Nährboden für die Schädlinge. “Dort entwickelt er seine Massenvermehrung. Und wenn die Massenvermehrung einmal am Laufen ist, dann werden auch stehende, gesunde Fichten befallen und in großem Maße dahingerafft.”

Welche Pflanzen befällt der Borkenkäfer?

Immer mehr Borkenkäfer in den Gärten

Immer mehr Borkenkäfer in den Gärten

Borkenkäfer und andere Holzschädlinge gelten eigentlich als typische Waldschädlinge. Seit einigen Jahren befallen sie aber auch immer häufiger Obst- und Ziergehölze im Garten. Lesen Sie hier über die unterschiedlichen Schädlinge sowie ihre Schadbilder.

Allmähliches Abwelken von Bäumen und Sträuchern sowie auffällige Bohrlöcher in Stamm und Ästen sind Indizien für Holz- und Borkenschädlinge im Garten. Bei (Scolytidae) handelt es sich um verschiedene Käferarten, die als typische Schwächeparasiten – vor allem nach trockenen Jahren oder kalten Wintern – Pflanzen befallen.

Die Gattung umfasst etwa 5.500 Arten. Neben dem typischen “Borkenkäfer” gibt es eine Vielzahl weiterer Holz- und Borkenschädlinge, die Ihre Pflanzen im Garten schädigen können. Ein bekannter Pflanzenschädling ist beispielsweise der (Cossus cossus). Bei ihm handelt es sich um einen grauen Nachtfalter aus der Familie der Holzbohrer (Cossidae).

  • Seine fleischroten, nach Holzessig riechenden Raupen werden bis zu zehn Zentimeter lang und etwa einen Zentimeter dick.
  • Weidenbohrer befallen vor allem Weide (Salix), (Betula), (Fraxinus) sowie – und Kirscharten – aber auch Mehlbeere (Sorbus), Eiche (Quercus) und Pappel (Populus) bleiben oft nicht verschont.

Sie erkennen einen Befall an den im Durchmesser etwa 15 Millimeter großen Holzgängen. Kontrollieren Sie ab Juni Ihre Pflanzen auf mögliche Fraßschäden. Schneiden Sie Schadstellen möglichst frühzeitig mit einem scharfen Messer bis ins gesunde Gewebe heraus.

Der Blausieb-Falter (Zeuzera pyrina) ist ebenfalls ein aus der Familie der Holzbohrer. Er fällt besonders durch seine weißen durchscheinenden Flügel auf, welche mit blauschwarzen Flecken versehen sind. Die weißlich-gelben Raupen des nachtaktiven Falters werden bis zu sechs Zentimeter groß. Ein Befall kommt meist an Jungbäumen vor, dann entstehen im Kernholz der betroffenen Gewächse bis zu 40 Zentimeter lange Gänge.

Kontrollieren Sie Ihre Bäume zwischen Juli und September auf einen Befall. Schwarzbraune Flügeldecken sowie ein behaartes Brustschild sind Erkennungsmerkmale des Ungleichen Holzbohrers (Anisandrus dispar). Die Tiere gehören ebenfalls zur Familie der Borkenkäfer, innerhalb dieser zu den sogenannten Holzbrütern.

Die Weibchen werden 3,5 Millimeter groß, Männchen hingegen nur 2 Millimeter. Geschwächte Obstbäume – insbesondere Apfel und Kirsche – sind besonders von einem Befall betroffen. Auch Ahorn (Acer), Eiche (Quercus), Esche (Fraxinus) sowie andere Laubhölzer werden befallen. Es entstehen nur wenige, etwa zwei Millimeter große Löcher in der Rinde.

Typisch ist der waagerechte Bohrgang mit auffallend scharfen Biegungen. Der 2,4 Millimeter Große Obstbaumsplintkäfer (Scolytus mali) ist ein Rüsselkäfer aus der Familie der Borkenkäfer. Er besitzt goldglänzende Flügeldecken, Kopf und Brustkorb sind schwarz.

Der Käfer kommt an Apfel,, Birne, Pflaume, Kirsche und vor. Sie erkennen den Schädling an den 5 bis 13 Zentimeter langen, senkrecht verlaufenden Fraßgängen direkt unter der Rinde. Der 5 Millimeter lange, schwarze Kupferstecher (Pityogenes chalcgraphus) ist ein rindenbrütender Borkenkäfer. Er fällt durch seine glänzend rotbraun gefärbten Flügeldecken ins Auge.

Der Schädling besiedelt vorzugsweise Koniferen, meist Fichte und Kiefer. Hierbei entstehen drei bis sechs sternförmige, bis zu sechs Zentimeter lange Gänge. Beim Thujaborkenkäfer (Phloeosinus thujae) und dem Wacholderborkenkäfer (Phloeosinus aubei) handelt es sich um etwa zwei Millimeter große, dunkelbraune Käfer.

Die Schädlinge befallen verschiedene Zypressengewächse wie Lebensbaum, und Wacholder. Einzelne, abgestorbene braune Triebstücke von 5 bis 20 Zentimeter Länge, die meist auffallend abgeknickt sind, weisen auf einen Befall hin. Eine Behandlung der Schädlinge mit Insektiziden ist im Haus- und Kleingarten nicht zulässig und bei einem Borkenkäferbefall auch nicht erfolgversprechend, da die Larven unter der Rinde gut geschützt sind und mit dem Präparat nicht in Kontakt kommen.

Da vor allem bereits geschwächte Pflanzen anfällig für Holz- und Borkenschädlinge sind, sollten Ihre Pflanzen in Stresssituationen wie Trockenheit rechtzeitig gießen. Eine optimale Wasserversorgung und weitere Pflegemaßnahmen beugen dem Befall mit Borkenkäfern effektiv vor.

In welches Holz geht der Borkenkäfer?

Borkenkäfer in den Wäldern – In Europa gibt es über hundert Borkenkäferarten. Die größte Bedrohung geht von den auf Fichte spezialisierten Rindenbrütern Buchdrucker und Kupferstecher aus. Weitere rindenbrütende Borkenkäfer finden sich an vielen anderen Nadel- und Laubbaumarten.

  1. Beispiele sind unter anderem der Große und Kleine Waldgärtner (vor allem an Lärche und Kiefer), der Krummzähnige Tannenborkenkäfer, der Große Lärchenborkenkäfer oder der Eichensplintkäfer.
  2. Wichtigster Vertreter der holzbrütenden Borkenkäfer ist der oben erwähnte Gestreifte Nutzholzborkenkäfer „Lineatus”.

Er verursacht Schäden vor allem an Fichte, aber auch an Tanne, Kiefer und Lärche.

Wie lange sind Borkenkäfer aktiv?

Kleines Einmaleins des Borkenkäfers Markant beim fertig entwickelten Buchdrucker: der Flügelabsturz mit vier Zähnen je Seite. Die Zähne dienen dem Transport des Bohrmehls nach außen. In ganz Deutschland haben sich die Borkenkäfer in den Jahren 2018 und 2019 so stark vermehrt wie seit Jahrzehnten nicht.

  1. Gefährlich sind besonders der Buchdrucker und der Kupferstecher, die Fichtenwälder auch großflächig zum Absterben bringen können.
  2. Hier erklären wir die wichtigsten Fakten rund um die nur wenige Millimeter großen Käfer.
  3. Drei Arten von Borkenkäfern gelten als besonders relevant für die Fichtenwaldbewirtschaftung: Buchdrucker Kupferstecher Gestreifter Nutzholzborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher Der Buchdrucker ist der forstlich wichtigste und gefährlichste Schadorganismus.

Er befällt den Stammbereich in mittelalten bis alten Fichtenbeständen (ab 50 – 60 Jahre). Der Kupferstecher bevorzugt dünnborkige Stammteile im Kronenbereich älterer Fichten sowie Jungpflanzen. Schon dünne Äste und Kronenmaterial ab 3 cm Durchmesser können bruttaugliches Material sein.

  1. Der Gestreifte Nutzholzborkenkäfer befällt eingeschlagenes Nadelholz sowie absterbende Bäume, frische Stöcke, Abbrüche und Resthölzer.
  2. Sein Befall kann das Holz erheblich entwerten.
  3. Eine Gefährdung für die Wälder ist er aber nicht.
  4. Dieses Handbuch konzentriert sich daher auf Buchdrucker und Kupferstecher.

Wie kommt es zum Borkenkäferbefall? Der Buchdrucker wählt seine Wirtsbäume nach bisher nicht vollständig geklärten Kriterien aus. Der Kupferstecher reagiert gezielt auf Duftsignale geschädigter Bäume – sie signalisieren ihm eine Brutmöglichkeit. Ein Pionierkäfer bohrt sich in die Rinde ein und legt eine so genannte Rammelkammer an.

  • Danach sendet der nur wenige Millimeter große Schädling Pheromone zur Anlockung seiner Artgenossen aus.
  • Nach der Paarung legen die Weibchen Eier entlang eines Muttergangs ab.
  • Nach Larvenfraß und Verpuppung schlüpfen die Jungtiere.
  • Dieser Zyklus einer Borkenkäfergeneration dauert je nach Witterung zwischen 7 und 10 Wochen.

Das ermöglicht pro Jahr in der Regel 2 bis maximal 3 Generationen. In Nordrhein-Westfalen sind im Extremjahr 2018 bis zu 4 Generationen beobachtet worden. Geschätzt folgten so aus der Brut eines Weibchens im Laufe der Vegetationsperiode zwischen 100.000 und 250.000 Nachkommen.

Laven und Jungkäfer fressen sich zwischen Borke und Splintholz durch den so genannten Bast. Sie durchtrennen dabei die Leitungsbahnen, die die Baumwurzeln mit lebenswichtiger, in den Nadeln gebildeter Nahrung versorgen (Assimilate). Bei starkem Befall wird auch der Wassertransport in die Kronen so stark gestört, dass der Baum abstirbt.

Tote Bäume mit komplett roten Nadeln und aufgeplatzter bzw. abgefallener Rinde, aus denen die Käferbrut bereits ausgeflogen ist, können nicht erneut befallen werden. Angerissene Bestände Südlich exponierte Flächen Kuppenbereiche Flächen mit Vorjahresbefall Umfeld von Sturmwürfen und -brüchen Trockenheit Hitze Windwurf/-bruch Schneebruch Grundsätzlich: großes Brutraumangebot (geschwächte oder geschädigte Fichtenbestände) in Kombination mit anhaltend trocken-warmem Wetter.

  • In der Vegetationsperiode von April bis September (Flugzeit).
  • Buchdrucker und Kupferstecher schwärmen im Frühjahr bei Temperaturen ab 16,5 °C und trockener Witterung aus, in der Regel ab Mitte April.
  • Buchdruckervermehrung in der Fichte Weil auch gesunde Waldbestände bei hohen Käferdichten großflächig angegriffen werden und absterben können.

Aufgrund des hohen Vermehrungspotenzials (aus der Brut eines Borkenkäferweibchens können in einer Vegetationsperiode bei drei Generationen weit mehr als 100.000 Nachkommen entstehen) kann z.B. das Übersehen eines Käferbaums im Frühjahr zum Befall von mehr als 8.000 weiteren Bäumen noch im selben Jahr führen.

Eine Hochrechnung in NRW aus dem Jahr 2018 hat ergeben, dass aus der Borkenkäfer-Population eines einzigen Baumes eine potenzielle Nachkommenschaft von 1,5 Mrd. Käfern im Folgejahr entstehen kann. Ja. Resthölzer mit Rinde können als Brutraum und Ausgangspunkt für das Ausschwärmen während der Vegetationsperiode und für das Abwandern in den Waldboden zur Überwinterung genutzt werden.

Ja, zunächst die Fichte selbst. Das Einbohren löst Harzfluss aus, der einzelne Käfer tötet. Greifen viele Käfer an, kommt die Harzabwehr der Bäume zum Erliegen (ab ca.200 Käfer pro Baum). Trockenperioden verringern die Abwehrkraft der Fichte zusätzlich, da zu wenig Wasser für die Harzproduktion zur Verfügung steht.

Weitere natürliche Feinde von Borkenkäfern wie Räuber (Ameisenbuntkäfer, Spechte), Parasitoide (Schlupfwespen) und Krankheitserreger (Pilze) können zwar in großer Anzahl auftreten, unterbrechen oder verhindern eine Massenvermehrung aber nicht. Borkenkäfer sind sehr kälteresistent und überleben tiefste Frosttemperaturen.

Sie überwintern als Käfer, Larve und Puppe unter der Rinde bzw. als Käfer im geschützten Bodenbereich. Borkenkäfer können bis zu zwei Jahre alt werden. Borkenkäfer-Management muss ganzjährig erfolgen! Effektive Borkenkäferbekämpfung bedeutet während der Vegetationsperiode: regelmäßige Kontrolle der Bestände und schnelles Handeln, wenn Befall entdeckt wird.

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Das heißt vor allem: unmittelbarer Einschlag und Abfuhr oder Unschädlichmachen der Stämme für die Brut. Wenn diese Maßnahmen nicht greifen, kann – als Ultima Ratio – versucht werden, ausschwärmende Käfer im Frühjahr durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) abzufangen. Während der Winterruhe der Borkenkäfer gilt es, nicht aufgearbeitete Borkenkäfernester zu finden und aufzuarbeiten.

Wichtig ist, dass befallenes Holz bis zum Schwärmbeginn aus dem Wald geschafft oder in anderer Weise unschädlich gemacht wird. Die zu ergreifenden Maßnahmen sind von der Jahreszeit abhängig. Haben Sie Fragen zum Borkenkäfer-Management? Dann wenden Sie sich an Ihre/n Förster/in vor Ort.

Wie schnell vermehrt sich der Borkenkäfer?

Die Borkenkäfer, die Fichte und die Monokultur 2017 ist die Fichte der Baum des Jahres und steht im Fokus. Doch noch aus einem anderen Grund, wird die Fichte in diesem Jahr in vielen auftauchen.2017 sind die Borkenkäfer enorm aktiv und verursachen erhebliche Schäden in Fichtenbeständen. Dass die kleinen Käfer schnell große Schäden verursachen und den Waldbesitzern und Förstern viele Sorgen bereiten, hat viele Gründe.

  1. Ein zentraler Punkt liegt in der Geschichte der Waldnutzung, ein anderer Umstand der die Käfer begünstigt, wird die Zukunft prägen.
  2. Gegen einen kleinen Befall mit Borkenkäfern wehrt sich ein gesunder Baum erfolgreich.
  3. Er produziert verstärkt Baumharz und verhindert, dass die Käfer durch die Rinde eindringen.

Bei geschwächten Bäume oder zu vielen Eindringlingen funktioniert dieser Schutzmechanismus nicht mehr. Das gefährliche aller Borkenkäferarten ist, dass sie unter der Rinde ihre Eier ablegen. Die schlüpfenden Larven fressen die wichtigsten Schichten des Baumstammes unter der und zerstören die Lebensadern des Baumes.

Ist der Saftfluss in die Krone vollständig zerstört, ist der Baum nicht mehr zu retten. Aus den hunderten Borkenkäferarten sind es zwei, die für die Fichte gefährlich sind: Buchdrucker ( Ips typographus ) und Kupferstecher ( Pityogenes chalcographus ), Der Buchdrucker ist mit einem Körpermaß von vier bis sechs Millimetern der größere der beiden Käfer.

Der Kupferstecher ist mit zwei Millimetern Größe kaum sichtbar. Neben der Größe lassen sich die beiden Käferarten auch gut am Bild der Brut- und Fraßgänge unter der Rinde unterscheiden. Beim Kupferstecher laufen die Gänge sternförmig von der Mitte weg.

  1. Beim Buchdrucker ist das Bild durch einen länglichen zentralen Gang, von dem mehrere Seitenarme abgehen, geprägt.
  2. Auch der gehört mittleweile zu den Borkenkäferarten, die die Wissenschaft in Deutschland beobachtet.
  3. Der Buchdrucker sorgt weiterhin für die großen Schäden, aber der Schadanteil durch den Nordischen Fichtenborkenkäfer nimmt zu.

Die optischen Unterschiede zwischen beiden Arten sind minimal und nur mit einer Lupe zu finden. Die Käfer werden erst durch drei besondere Faktoren so gefährlich, dass Buchdrucker und Kupferstecher zu den aktuell gefürchtetsten Forstschädlingen zählen.

Zunächst ist da die Eigenschaft der Borkenkäfer sich unter günstigen klimatischen Bedingungen schnell massenhaft zu vermehren. Von der Eiablage bis zum Ausschwärmen der neuen Generation dauert es lediglich sechs bis zehn Wochen. Aus einem einzigen Käferpaar können sich binnen eines Jahres bis zu 100.000 Nachkommen entwickeln.

Für diese starke Zunahme benötigen Borkenkäfer gute klimatische Bedingungen, damit mehrere Generationen pro Jahr sich vermehren. Der Flug der Käfer zu einem neuen Brutbaum beginnt ab 17 Grad. Bei Temperaturen über 22/23 Grad fühlen sich Buchdrucker und Kupferstecher richtig wohl.

Ein milder Herbst und ein trockenes warmes Frühjahr begünstigen, dass sich die Populationen schnell vergrößern. Ein paar lange, warme oder heiße Wochen schwächen die Bäume und verbessern die Situation für Buchdrucker und Kupferstecher. Wetterphasen, die durch den Klimawandel in den nächsten Jahren zunehmen.

Zuletzt fördert ebenfalls die Geschichte unserer Wälder die Entwicklung der Borkenkäfer. Die nach den bieten den Käfer viele Brutbäume auf kurzen Wegen. Ohne eine regelmäßige Kontrolle durch Waldbesitzer und Forstbehörden sind in Käferjahren schnell ganze Bestände befallen und sterben ab.

Aber nicht nur Waldbesitzer sind aufgefordert ihre Wälder regelmäßig auf Borkenkäfer zu kontrollieren, auch sollten ihre Fichten überprüfen. Fotos: 1) R. Petercord, 2,3) F. Stahl, Damit sich Borkenkäfer nicht verbreiten, ist es wichtig, dass Waldbesitzer und Förster betroffene Bäume frühzeitig erkennen.

Noch bevor die Käfer ausfliegen, werden die Bäume gefällt und aus der Gefahrenzone transportiert. Denn auch aus den gefällten Bäumen fliegen die Käfer aus. Die Strecke die ein Borkenkäfer im Flug überwindet, beträgt bis zu 600 Meter. Oft entrinden die Waldarbeiter gefällte Käferbäume und verbrennen die Rinde.

  • Sie unterbinden damit, dass sich die Larven unter der Rinde zu Käfern weiterentwickeln.
  • Durch steigende Temperaturen und zunehmende Trockenphasen stehen die heimischen Fichten stärker unter Druck.
  • Da sie auf vielen Waldstandorten nicht typisch vorkommen, steigt das Stresslevel der Bäume.
  • Mit dem Klimawandel hat es der Borkenkäfer damit noch leichter.

Der beste Weg, große Schäden zu vermieden, sind an den Klimawandel angepasste Mischwälder. Das bedeutet keinen kompletten Verzicht auf die Fichte, aber im Wald der Zukunft stehen dicht nebeneinander. Auch werden weiterhin Fichten durch den Borkenkäfer befallen, aber es fällt ihnen schwerer sich auszubreiten.

Zudem bedeutet der Ausfall einer Baumart im Mischwald, nicht den Verlust des ganzen Bestandes. Sie haben Fragen zu Ihren Bäumen oder befürchten, dass diese von einer Schädling befallen sind? Fragen Sie einen der vielen Experten in ganz Deutschland. Über die Suchfunktion des Baumpflegeportals finden Sie schnell einen qualifizierten Baumpfleger in Ihrer Nähe.

: Die Borkenkäfer, die Fichte und die Monokultur

Wie kann man Borkenkäfer fangen?

Klassische Schlitzfalle aus Kunststoff – Diese Fallen wurden lange Zeit als reine Monitoringfallen für das Beobachten der Flugzeiten und die Zählung der Fangmengen für statistische Aufzeichnungen verwendet. Untersuchungen zeigen aber, dass es ähnliche Fangergebnisse gibt, wie mit dem klassischen Fangbaum.

Wichtig ist das regelmäßige Entleeren der Falle, mindestens einmal pro Woche, damit kein Fäulnisgeruch entsteht, der die Käfer abwehrt. Für Monitoringzwecke werden die Fallen im Trockenfang wöchentlich entleert. Zur Bekämpfung arbeitet man im Nassverfahren. Ein “Anti­Smell-Salz” überdeckt den Fäulnisgeruch.

Als Lockstoff wird ein Buchdrucker- oder Kupferstecher-Pheromon verwendet. Empfehlenswert ist ein Kombinationslockstoff für beide wichtigen Fichtenborkenkäfer. Noch bessere Fangergebnisse erzielt man mit einem Dreifallenständer.

Welches Tier frisst die Fichte?

Eintrag Nr.98/2020 Datum: 17.12.2020 Spiegelau. Umso schneereicher und frostiger der Winter ist, desto schwieriger wird es für viele Tiere im Wald ausreichend Nahrung zu finden. Einige Tiere fressen deshalb die Samen, die in Fichtenzapfen verborgen liegen.

Beim nächsten Spaziergang vor der eigenen Haustür einfach mal selbst nach angenagten Zapfen Ausschau nhalten. Neben dem wohl bekanntesten „Zapfenfresser”, dem Eichhörnchen, nutzen auch die kleine Waldmaus, der Buntspecht und der Fichtenkreuzschnabel die Fichtensamen, um ihre Energiereserven aufzufüllen.

Welches Tier sich den jeweiligen Zapfen vorgenommen hat, kann man ganz einfach daran erkennen wie der angefressene Zapfen aussieht. Dafür auf unserer Grafik einfach die Zapfen mit dem zugehörigen Tier verbinden. Wer die Fraßspuren genauer betrachtet, wird schnell herausfunden, welche Technik die einzelnen Waldbewohner verwenden.

  1. Das Eichhörnchen hält den Zapfen mit den Pfoten fest und reißt die Schuppen nacheinander ab.
  2. Die Waldmaus nagt diese gründlich mit ihren Zähnchen ab.
  3. Der Buntspecht hackt auf dem Zapfen ein.
  4. Und der Fichtenkreuzschnabel spaltet mit seinem speziell gebogenen Schnabel die Fichtenschuppen, um an die Samen zu gelangen.

Und übrigens : Schon gewusst, dass auf dem Waldboden immer nur Fichtenzapfen zu finden sind? Tannenzapfen zerfallen in ihre Schuppen, wenn sie noch am Baum wachsen und liegen deshalb normalerweise nicht auf dem Boden herum. Weitere Basteltipps und Rätsel Auf unserer Sonderseite “Für kleine Forscher” gibt es weitere Basteltipps und spannende Rätsel für Kinder,

Wie ernährt sich der Borkenkäfer?

Rindenbrütende Borkenkäfer – Bei den rindenbrütenden Borkenkäferarten sitzen die Larven unter der Rinde und ernähren sich von den saftführenden Schichten des lebenden Baumes. Ist dieses als Lebensader des Baumes bezeichnete Bastgewebe zerstört, führt dies unweigerlich zum Tod des Baumes. Nach einem erfolgreichen Befall werden mittels Duftstoffen weitere Borkenkäfer angelockt. Unter günstigen Bedingungen sind Borkenkäfer in der Lage, sich innerhalb eines Jahres explosionsartig zu vermehren. Bei diesen Massenvermehrungen kann auch ein gesunder Baum dem Druck hunderter Käfer nicht mehr Stand halten und wird befallen.

Wie schadet der Borkenkäfer dem Baum?

Unter günstigen Bedingungen vermehren sie sich sprunghaft und können Waldbestände flächig zum Absterben bringen. Borkenkäfer bohren sich durch die Rinde ihrer Wirts-Baumarten wie der Fichte und legen dort Brutgänge für ihre Nachkommen an.