Welche Tiere Leben In Der Polaren Zone?

Welche Tiere Leben In Der Polaren Zone
Page 2 – Trotz extrem lebensfeindlicher Bedingungen sind in der Arktis – im Vergleich zur Antarktis – viele verschiedene Pflanzen und Tiere beheimatet. Alle Lebewesen dort haben sich an die widrigen Umstände angepasst: niedrige Temperaturen und starke Temperaturunterschiede, wenig Sonneneinstrahlung bis hin zu monatelangen Dunkelperioden, kurze Vegetationsperioden und niedrige Reproduktionsraten, Permafrostböden und extreme Wetterereignisse.

Das Gebiet um den Nordpol wird auch Polarwüste oder Hocharktis genannt und zeichnet sich durch permanenten Frost aus. An Land sind in den hohen Breiten nur etwa fünf Prozent der Bodenfläche bewachsen – vornehmlich mit Kräutern, Moosen und Flechten. Einen relevanten Anteil der Primärproduktion dieser kargen Region wird durch im Meereis lebende Bakterien und Algen beigetragen.

In südlicher Richtung schließt sich an die Polarwüste die sogenannte Kältesteppe oder auch Tundra an. Der Permafrostboden in diesen Gebieten lässt je nach Niederschlagsmenge und Jahresmitteltemperatur Flechten, Moose, Gräser und Zwergsträucher wachsen.

Rentierflechte Quelle: Nadezhda Bolotina / Fotolia Weite Ebenen karger Landschaft: Nunavut, Kanada Quelle: Christopher Howey / Fotolia Denali (ehem. Mount McKinley) – höchster Berg Nordamerikas Quelle: Galyna Andrushko / Fotolia Farbenfrohe Herbstlandschaft in Alaska Quelle: porbital / Fotolia Vereinzelte Bäume in der russischen Tundra Quelle: kuzhilev / Fotolia

Müsste man für die Arktis ein Wappentier bestimmen, so würde man zweifellos den Eisbären auswählen. Die weißen Bären haben hier ihr einziges natürliches Verbreitungsgebiet und sind die größten an Land lebenden Raubtiere der Welt. Männliche Tiere wiegen im Durchschnitt etwa eine halbe Tonne und erreichen eine Schulterhöhe von etwa 160 cm.

Die Weibchen sind mit einem Gewicht von 150 bis 300 kg kleiner und leichter. Eisbären sind die Top-Prädatoren der Arktis. Für die Jagd auf Robben, die Aufzucht der Jungtiere und sogar für die Fortbewegung sind die Bären auf Meereis angewiesen – sie sind daher besonders anfällig für das Abschmelzen der Eisdecke auf dem Nordpolarmeer.

Der Eisbär mag zwar das berühmteste Tier der Arktis sein, aber bei weitem nicht das einzige: An Land leben schätzungsweise 6.000 Tierarten. Mehr als die Hälfte der Tierarten sind Insekten – Säuger sind mit einer Zahl von 75 Arten vergleichsweise gering vertreten.

Dazu zählen neben den bereits erwähnten Eisbären auch Polarwölfe, Polarfüchse, Vielfraße, Schneehasen, Lemminge, Moschusochsen, Karibus und Rentiere. In der Arktis sind 240 Vogelarten beheimatet – insbesondere während der Sommermonate, wenn zahlreiche Zugvogelarten in den hohen Norden kommen, um zu brüten, ist das Gebiet ein wahres Paradies für Ornithologen.

Kalte Zone – Polare & Subpolare Klimazonen einfach erklärt – Verbreitung, Merkmale, Landschaftstypen

Enten, Gänse, Schwäne, Möwen, Skuas, Lummen, Schneehühner, Krabbentaucher, die Schnee-Eule und noch viele weitere sind im hohen Norden anzutreffen. Im Meer tummeln sich Ringel- und Bartrobben, Walrosse und verschiedene Walarten, wie der charismatische Narwal mit seinem 4 bis 5 Meter langen Stoßzahn.

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Zudem sind Grönlandhai, der Polardorsch, die arktische Äsche, der Weißlachs, Kabeljau, Heilbutte, Lachse, Plattfische, Wirbellose und Krebstiere in der Arktis zu finden. Viele dieser Arten sind bereits jetzt durch den ⁠⁠ und dessen Folgeerscheinungen in ihrem Fortbestehen beeinträchtigt. Sowohl für die ⁠⁠, als auch für die ⁠⁠ gilt: Die Artenvielfalt nimmt in Richtung Norden immer weiter ab.

Um den extremen Bedingungen im hohen Norden zu trotzen, haben die meisten Tierarten besondere Überlebensstrategien entwickelt. Hierzu zählt – insbesondere bei den Säugetieren – ein spezieller Körperbau: Im Vergleich zum Körpervolumen haben Tiere wie der Polarfuchs oder der Moschusochse eine relativ kleine Körperoberfläche und kurze Extremitäten, um die Wärmeabgabe so gering wie möglich zu halten.

  • Zusätzlich lagern viele Tiere dicke Fettschichten unterhalb der Haut zur Isolierung gegen Kälte an.
  • Säugetiere an Land verfügen über ein dichtes Unterfell, das die Funktion eines isolierenden Luftpolsters zwischen Haut und Umgebung übernimmt.
  • Vögel haben hierfür besonders zahlreiche Daunenfedern.
  • Unter seinem hell gefärbten Fell hat der Eisbär zum Beispiel eine schwarze Haut.

Sonnenstrahlen werden über die Haare zur Haut geleitet und helfen, den Körper zu wärmen. Auch das Auftreten im Pulk schützt einzelne Tiere verlässlich vor Auskühlung, so stehen Moschusochsen bei starker Kälte oftmals dicht beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen.

  • Andere, wie das Karibu wandern auf der Suche nach Nahrung jahreszeitenbedingt enorme Strecken.
  • Der arktische Ziesel, eine Erdhörnchenart, hat eine andere ⁠⁠: während der kältesten Monate hält er Winterschlaf.
  • Dabei sinkt seine Körpertemperatur unter den Nullpunkt – dennoch gefriert sein Blut nicht.
  • Ähnliches ist bei einigen polaren Fischarten der Fall.

Der Gefrierpunkt des Blutes liegt dank einer besonderen Beschaffenheit des Serums niedriger als der des umgebenden Wassers. : Flora und Fauna der Arktis

Wie ist das Leben in der polaren Zone?

Inuit – Die Inuit als Ureinwohner haben sich schon früh diesen schwierigen Verhältnissen angepasst. Sie besiedelten Gebiete in Nordostsibirien und in den arktischen Regionen von Grönland, Kanada und Alaska. Sie waren ursprünglich Nomaden, Das bedeutet, dass sie keinen festen Wohnsitz hatten.

  • Sie bauten sich vorübergehende Behausungen aus Schnee und Eis, die sogenannten Iglus.
  • Da auf dem gefrorenen Boden Obst und Gemüseanbau nicht möglich ist, lebten sie vom Fischfang und der Jagd,
  • Wasser hatten sie genug, sie mussten nur in einem großen Topf Eis zum Schmelzen bringen.
  • Nach dem Nachlassen der Ergiebigkeit des Jagdreviers haben sie einfach ihren Standort aufgegeben und sind weitergezogen,

Ihre wichtigsten Begleiter, die treuen Hunde, zogen mit Schlitten ihr gesamtes Hab und Gut mühsam in ein anderes Gebiet. Welche Tiere Leben In Der Polaren Zone Abb.6 Schlittenhunde Die Inuit sind heute großteils nicht mehr Nomaden. Viele sind in die Städte des wärmeren Südens gezogen. Die letzten Inuit, die noch wie früher leben, haben es besonders schwer. Immer größere, mit modernsten Geräten ausgestattete Fischfangflotten, bewirken ein Leerfischen des Polarmeeres, Sie entziehen dadurch den Inuit die wichtigste Nahrungsgrundlage.

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Was sind Polartiere?

Polartiere besitzen einen Wärmeschutz und Tarnfarben – Schon an der äußeren Erscheinung eines Tieres können Experten mit einer Zuverlässigkeit ablesen, aus welcher Klimazone es stammt. Es gibt gewisse Regeln, welche die Evolution zum Beipiel der Tierwelt des hohen Nordens vorschreibt.

  1. Ein Gebiet mit sehr strengen Wintern sind die Polargebiete, in denen die Populationen bestimmter Tierarten sehr groß sein können.
  2. Doch eine Artenfielfalt fällt dort stets gering aus, im Gegensatz zu den gemäßigten und tropischen Breiten.
  3. Polartiere sind vielfach groß von massiger Gestalt.
  4. Je größer ein Tier ist, desto kleiner ist seine Hautoberfläche im Verhältnis zum Volumen und durch die Haut wird bekanntlich die Körperwärme abgegeben.

Das ist z.B. der mächtige Eisbär der Arktis und der sehr große Kaiserpinguin der Antarktis. Welche Tiere Leben In Der Polaren Zone Eselpinguin kämpft mit zwei Skuas. – Foto Ian Parker Weitere Kennzeichen der Polartiere sind die Verkleinerung ihrer Gliedmaßen (Beine, Ohren und Schwanz), die den Wärmeverlust durch Abstrahlung verringert. Ein Kaltwassertier, wie der Polarwolf (auch Arktischer Wolf ), verfügt außerdem über ein ungewöhnliches System der Wärmeübertragung.

Was ist typisch für die polare Zone?

Polargebiete sind Kältewüsten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in der Regel unter null Grad und können bis auf minus 45° Celsius sinken. Nur im Sommer gibt es eine kurze Zeit mit Plusgraden. Dann geht die Sonne gar nicht unter, es ist 24 Stunden lang hell.

Wie viele Jahreszeiten gibt es in der polaren Zone?

Die Polargebiete – Goethe-Institut Welche Tiere Leben In Der Polaren Zone © Goethe-Institut Die Erde hat zwei Pole, den Nordpol und den Südpol. Am Nordpol und am Südpol, in den Polargebieten, ist es immer kalt. Es gibt keine richtigen Jahreszeiten: keinen Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Es gibt nur einen kurzen Polarsommer – dann geht die Sonne nicht unter, und es ist immer hell – und es gibt einen sehr langen dunklen Polarwinter.

  • Das ganze Land ist mit Eis und Schnee bedeckt.
  • Arktis – so heißen das Meer und das Land um den Nordpol herum.
  • Die Arktis besteht also fast nur aus Eis.
  • Das Nordpolarmeer ist das ganze Jahr von einer Eisschicht bedeckt ist.
  • Obwohl es sehr kalt ist, leben in der Arktis viele Pflanzen und Tiere.
  • Die großen Tiere können dort leben, weil sie ein dickes Fell und eine dicke Fettschicht haben.

Eisbären gibt es nur auf der Nordhalbkugel der Erde. Dort gibt es auch noch Polarfüchse, Schneehasen und sogar Menschen. Sie heißen Inuit und leben in Nordamerika. Das Land um den Südpol herum ist die Antarktis, der Kontinent heißt Antarktika. Antarktika liegt auch unter einen dicken Schicht Eis und Schnee.

  • Die Antarktis ist das kälteste Gebiet der Erde.
  • Es kann bis -89°C kalt werden! Dort leben die Pinguine.
  • Die Arktis hat viele Bodenschätze, zum Beispiel Erdöl.
  • Das Öl transportieren die Menschen von Alaska in die USA, zum Beispiel mit großen Tankern.
  • Dabei passieren oft Unfälle und das Öl verschmutzt die Umwelt.
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Das ist für Menschen und Natur eine Katastrophe. An beiden Polen leben Wale und Robben. Die Kälte ist für sie kein Problem. Sie sind daran gewöhnt. Das Klima auf der Erde verändert sich. Es wird wärmer auf der Erde, und daran haben die Menschen Schuld. Sie produzieren zu viele Abgase, zum Beispiel, wenn sie Auto fahren.

Was wächst in der polaren Zone?

Infoblatt Subpolare und Polare Klimazone – Subpolare und Polare Klimazone im Überblick Klimadiagramm von Murmansk / Russland (Klett) Die Subpolare Klimazone Die Subpolare Klimazone ist bedingt durch den geringen Sonneneinfallswinkel ganzjährig durch niedrige Temperaturen gekennzeichnet, die nur in den Sommermonaten über den Gefrierpunkt steigen.

  • Die Niederschläge sind das gesamte Jahr gering, nur in den Sommermonaten sind sie leicht erhöht.
  • Im Winter wird das Subpolarklima durch die Polaren Ostwinde beeinflusst.
  • Diese führen Polarluft zu, die auf Grund ihrer Temperatur nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann.
  • Daher fällt im Winter der Niederschlag sehr gering aus.

Die höheren Niederschläge im Sommer werden durch die Außertropischen Westwinde verursacht. Diese weisen in ihrer wärmeren Luft auch einen höheren Wasserdampfgehalt auf. Auf Grund der geringen Temperaturen und des kurzen Sommers ist im Subpolaren Klima ein Wachstum von Bäumen nicht mehr möglich. Tundra (Klett) Die Polare Klimazone Klimadiagramm von Alert / Kanada (Klett) In der Polaren Klimazone liegen die Temperaturen fast ganzjährig unter dem Gefrierpunkt; nur in den Sommermonaten können sie kurz darüber steigen. Auch die Niederschläge sind das gesamte Jahr sehr gering. Durch den flachen Sonneneinfallswinkel und die Polarnacht im Winter, bei der nahezu ein halbes Jahr die Sonne überhaupt nicht aufgeht, sind die Temperaturen sehr gering.

  1. Nur während des Polartages – in den Sommermonaten – kann sich die Luft geringfügig erwärmen.
  2. Diese kalte Luft kann wegen der niedrigen maximalen Luftfeuchtigkeit nur wenig Wasserdampf aufnehmen, so dass kaum Niederschlag fällt.
  3. Zusätzlich befindet sich das Polarklima unter dem Einfluss des Polarhochs und der Polaren Ostwinde.

Im Polarhoch sinkt Kaltluft ab und unterdrückt somit die Wolkenbildung. Pflanzenwachstum ist im Polarklima kaum möglich. Durch die geringe Temperatur können die biochemischen Prozesse der Photosynthese nicht ablaufen und somit keine organischen Stoffe für das Wachstum aufgebaut werden. Quelle: Geographie Infothek Autor: Matthias Forkel Verlag: Klett Ort: Leipzig Quellendatum: 2012 Seite: www.klett.de Bearbeitungsdatum: 02.05.2012