Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus?

Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus
Wildbienen-Räuber: Säger (Mammalia)

Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus
Homo sapiens, der ‘wissende Mensch’, geht überhaupt nicht weise mit der Natur um. Die Gartenspitzmaus (Crocidura suaveolens) gehört wie Maulwurf und Igel zu den “Insektenfressern”

Säugetiere gehören nicht zu den wirklichen “Gegenspielern” der Bienen – sie jagen sie nicht aktiv, sondern fressen sie und ihre Entwicklungsstadien quasi nur nebenbei. Bienen werden von dieser Tierklasse also kaum nennenswert genutzt – dennoch sind sie durch einen einzigen Säuger erheblich gefährdet,

Der Mensch, selbst ein Säuger, ist der Bienenkiller Nr.1. Unter den Feinden der Bienenfauna nimmt er einen Sonderstellung ein: Er tötet die Bienen nicht, um sie zu essen, also sein Überleben zu sichern, sondern weil er ihre Lebensräume – vor allem ihre Nistplätze – zugunsten eigener (eingebildeter) Bedürfnisse verändert bzw. vernichtet und ihre Nahrungspflanzen als Konkurrenten seiner eigenen Nutzpflanzen oder einfach aus ästhetischen Gründen als “Unkraut” vernichtet. Und obwohl – oder gerade weil? – er sich der Folgen seines Handelns oft gar nicht bewußt ist, richtet er in der Natur mit weitem Abstand die größten Schäden an. Welche Schäden das sind, läßt sich auf den Seiten “Gefahren für Wildbienen” (bzw. kurz “Gefährdung”) und “Bienensterben” unter “Häufige Fragen” nachlesen. Insektenfresser ( Eulipotyphla bzw. Insectivora ) im eigentlichen, engeren Sinne sind eine urtümliche Tiergruppe, zu der im deutschsprachigen Raum die Igel, Maulwürfe und Spitzmäuse gehören. Natürlich verschmähen diese Fleischfresser eine Biene oder ihre Brut nicht, wenn sie sie finden. Fledermäuse (Microchiroptera) sind ebenfalls Insektenfresser. Bienen gehören nur deshalb nicht zu ihrer Beute, weil Fledermäuse nachts jagen, Bienen aber nur tagsüber (und nur bei schönem Wetter) fliegen. Die Aktivitätsphasen beider Gruppen können sich allerdings überlappen, weshalb eine gelegentlicher Jagderfolg bei den wenigen dämmerungsaktiven Bienenarten nicht ganz auszuschließen ist. Nagetiere (Rodentia) : Auch Mäuse (Muridae), die man je eigentlich für Vegetarier hält, können Wildbienen schädigen, vor allem Hummelnester. Marder (Mustelidae), also Baum- und Steinmarder, Iltis, Nerz, Mauswiesel und Hermelin etc. sind keine aktiven Insektenjäger, sie nehmen Kerbtiere nur gelegentlich auf. Dachse (Meles meles) hingegen sind Allesfresser, die Insekten, Lurche, Kleinsäuger und Aas ebenso fressen wie Knollen, Wurzeln und Obst. Die großen und bis zu 24 kg schweren Tiere können mit ein paar Larven eines Solitärbienennestes kaum etwas anfangen, mit ihren mächtigen Tatzen sind sie aber leicht in der Lage, sich durch eine ausgedehnte Nest-Aggregation zu wühlen oder ein Hummelnest auszugraben und völlig zu vernichten.

Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus
Kratzspuren des Dachses (Meles meles) an einer Pelzbienen-Nistwand · Kaiserstuhl, 03.08.2015

Bären (Ursidae) haben einen uralten Ruf als Honigliebhaber, und das macht sie natürlich zu Bienenräubern und -parasiten: Wenn ein Braunbär (Ursus arctos) Gelegenheit hat, eine Honigbienenbeute zu plündern, nimmt er viele Stiche der Arbeiterinnen in Kauf, um an den nahrhaften Honig samt der Waben zu kommen. In früheren Zeiten mußten Imker deshalb ihre Völker auch gegen Bären schützen. Hauptsächlich ernährt sich der Allesfresser allerdings von Beeren, Pilzen, Eicheln, Bucheckern und Nüssen (und bei Gelegenheit auch Feldfrüchten wie Mais, Kartoffeln, Rüben) und in geringem Umfang auch von Kleintieren: Bodeninsekten, Schnecken, Lurchen und Kleinsäugern. Die mächtigen Großsäuger jagen zwar in manchen Teilen ihres Verbreitungsgebietes erfolgreich auch Großwild, müssen sich aber ansonsten meist mit Aas, hilflosen Jungtieren oder schwachen Alttieren zufriedengeben. Das Problem der Gefährdung durch Bären hat der Mensch auf seine Weise gelöst: Erst rottete er den Braunbär in Mitteleuropa fast vollständig aus – in Deutschland wurde der letzte Braunbär angeblich schon 1835 getötet; dann rotteten Imker nach dem 2. Weltkrieg auch die einheimische Dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera) aus, um sie durch ausländische Zuchtformen zu ersetzen. Diese sind jetzt durch die eingeschleppte Varroa-Milbe gefährdet, Füchse (Canidae > Vulpini) ernähren sich bekanntlich nicht von Gänsen, sondern opportunistisch von allen Kleintieren, die sie erbeuten können, vor allem von Mäusen. Wird diese Beute knapp, fressen sie auch Insekten, und das können auch auf dem Boden krabbelnde Bienen oder ihre Larven in ihren Bodennestern sein. Wildschweine (Suidae > Sus scrofa) sind Allesfresser – ebenso wie Dachse, Ratten und Menschen. Die pflanzliche Nahrung umfaßt Wurzeln und Knollen, Eicheln und Bucheckern (und Feldfrüchte, wie mancher Bauer leidvoller Erfahrung weiß), die tierische Nahrung Würmer, Insekten, Amphibien, Vogeleier, Kleinsäuger und Aas. Wer einmal eine von Wildschweinen “durchpflügte” Fläche gesehen hat, kann sich vorstellen, was diese Allesfresser in einer Wildbienen-Aggregation etwa von Andrea vaga oder Colletes cunicularius anrichten können. Ausrotten können Wildschweine eine Bienenart allerdings nicht – das schafft nur ein anderer Allesfresser, Haustiere unter den Säugetieren gehören nicht zu den natürlichen Freßfeinden der Bienen; Hunde und Katzen werden zwar gelegentlich beim Graben nach Bienennestern beobachtet, für keine Bienenart geht davon aber eine Gefahr aus. Freilaufende Hauskatzen fordern allerdings einen hohen Blutzoll von der heimischen Vogelfauna.

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keine weitere Gruppe

Wildbienen-Räuber: Säger (Mammalia)

Welches Tier gräbt nach Hummelnestern?

Hummeln haben in der Natur nur wenig Freunde: Der Mensch setzt ihnen in allen Bereichen zu – durch immer weniger Lebensraum, Pestizide und die Verbreitung von Krankheiten durch die Haltung von Honigbienen. Zusätzlich müssen sich Hummeln gegen weitere schwierige Umweltbedingungen durchsetzen, in verbliebenen Lebensräumen etwa gegen natürliche Raubtiere wie dem Dachs.

  1. Welche Auswirkungen der Dachs auf Hummel-Populationen besitzt, wurde bisher nicht untersucht.
  2. In einer aktuellen Studie wurden künstliche Hummel-Nester verwendet, die aus Nistmaterial kommerziell gezüchteter Hummel-Nestern bestanden, um den relativen Raubtierdruck von Dachsen zu quantifizieren.
  3. Untersucht wurden Nester in Wald und Grünland sowie an zwei unterschiedlichen Nistorten – kurz unter der Erdoberfläche und tiefer im Erdreich.

Die Studie wurde an zwei Orten in Großbritannien mit bekanntem Dachsvorkommen durchgeführt: Woodchester Park, in Gloucestershire als Hauptuntersuchungsstandort, da dort eine Langzeitstudie zur Überwachung der Dachspopulation durchgeführt wird, und Boundary Court in Gloucestershire.

  1. Beide Standorte weisen einen ähnlichen Lebensraum mit Waldtälern an den Grenzen des Untersuchungsgebietes und Grünland in ihrer Mitte auf.
  2. Die Studie wurde an einem Ort mit mittlerer bis hoher Dachsdichte durchgeführt: Die Dichte im Woodchester Park lag seit 2010 zwischen ungefähr 16 und 23 Dachsen pro km² (McDonald et al., 2018).

Für die Untersuchungen wurden „Künstliche Nester” verwendet, die aus Töpfen gefüllt mit handelsüblichem Nistmaterial, Wachs, Brutzellen und Dunklen Erdhummeln Bombus terrestris selbst bestanden. Jedes künstliche Nest bestand aus nur 7 g, während natürliche Nester nach Rotheray et al.2017 über 100 g wiegen.7 g sind nach Waters et al., 2011 jedoch ausreichend, um durch Spürhunde gefunden zu werden.

  • Leere Töpfe dienten der Kontrolle.
  • Die Studie wurde vom 19.
  • Juli bis 16.
  • August 2017 durchgeführt.
  • Die Nester an der Oberfläche wurden nur 1 bis 2 cm mit Erde bedeckt, während die unterirdischen Nester in einer Tiefe von 17 bis 19 cm eingegraben wurden.
  • Ünstliche Nester mit Hummel-Nistmaterial wurden von den Dachsen vermehrt ausgegraben.

An einem Ort mit hoher Dachsdichte war der Druck für die Hummeln im Wald größer als im Grünland, während der Ort des Nestes – kurz unter der Erdoberfläche oder in tiefer im Erdboden – selbst keinen Unterschied für die Attraktivität darstellt. Die Tatsache, dass Dachse künstliche Nester erkennen konnten, selbst wenn sie klein waren, deutet darauf hin, dass Dachse als Räuber Auswirkungen auf wilde Hummel-Kolonien haben können.

Ein kleiner Teil der Kontrolltöpfe wurde ausgegraben, obwohl kein Geruchsprofil eines Hummel-Nests vorhanden war. Dies zeigt, dass Dachs möglicherweise von den neuartigen Gegenständen in ihrer Umgebung angetan sind, obwohl die Kontamination durch menschlichen Geruch soweit wie möglich minimiert wurde.

Obwohl die Wissenschaftler im Vorfeld davon ausgingen, dass die Nester kurz unter der Oberfläche einem höheren Risiko ausgesetzt wären, weil sie leichter zu erkennen sind oder weniger Energie zum Ausgraben benötigen als ein unterirdisches Nest, war dies nicht der Fall.

  • Die Dachse konnten Nester auch weit unter der Oberfläche gleichermaßen erkennen und ausgraben.
  • Einige Hummel-Arten meiden Dachse, weil sie an Orten nisten, die von Dachsen weniger bevorzugt werden.
  • Die Ackerhummel B.
  • Pascuorum besitzt beispielsweise eine starke Präferenz für das Nisten in Büschelgrünland wie Kells & Goulson 2003 und Svensson et al.2000 feststellten, während Dachse lieber in kürzerem Grasland auf Nahrungssuche gehen, so Kruuk et al.1979.

Die Aktivität der Dachse in den beiden untersuchten Lebensräumen wird wahrscheinlich von den Wetterbedingungen beeinflusst. Insbesondere bei Nässe verbringen Dachs mehr Zeit mit der Suche nach Regenwürmern in Grünlandhabitaten (Kruuk, 1978; Shepherdson et al., 1990), während sie sich unter trockenen Bedingungen schneller bewegen und weiter umherschweifen (Kruuk, 1978).

Welches Tier räumt wespennester aus?

Ein Feind der Wespen? Die beiden Wespenarten, die uns an Kaffeetafel und Grillplatz plagen, sind die Deutsche und die Gemeine Wespe. Diese beiden Arten bilden im Sommer individuenreiche Völker mit bis zu 5.000 Tieren. Die Gemeine Wespe baut ockerfarbene Papiernester, die oft unter dem Dachgebälk zu finden sind.

  • Die grauen Nester der Deutschen Wespe sind häufiger im Boden oder bodennahen Hohlräumen zu finden.
  • Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass es sich bei der „Erdwespe” um die Deutsche Wespe handelt.
  • Und auch wenn es kaum zu glauben ist: Auch diese starken wehrhaften Völker haben Feinde.
  • Für die großen unterirdischen Nester interessieren sich eine Reihe von Tieren.
See also:  Welche Tiere Sind Mit Dinosauriern Verwandt?

Zunächst sind da der Dachs und der Waschbär zu nennen, die die Nester ausgraben und vor allem an den eiweißreichen Maden und Puppen der Wespen interessiert sind. Nachts sind die Wespen wenig wehrhaft, die Kühle der Nacht macht sie träge, und das fehlende Licht erschwert ihnen die Orientierung.

  • Vermutlich war einer dieser beiden Räuber der „Täter” im Garten Ihres Nachbarn, da die Waben im weiten Umkreis verteilt sind.
  • Frei zugängliche Waben interessieren aber auch Igel, Spitzmäuse und andere Kleinsäuger.
  • Doch auch Tagräuber kommen infrage.
  • So sucht der Grünspecht seine Beute gerne in Bodennähe und ist sicher in der Lage, Wespennester auszugraben, wenn sie dicht unter der Erde angelegt sind.

Und ein Greifvogel hat seinen Namen aufgrund seiner Vorliebe für Wes­pen erhalten, der Wespenbussard. Dieser Greifvogel ist etwa so groß wie ein Mäusebussard und er zeigt besondere Anpassungen an seine Beute. So ist der Schnabel wenig gekrümmt und für das Herausziehen der Maden aus den Wabenzellen ideal geformt.

Kopf und Schnabel sind mit dichten und dicken Federn besetzt, die vor Stichen schützen. Ebenso sind die Nasenlöcher klein und schlitzförmig zum Schutz vor den Wespen. Die Beine sind stark behaart und die nackten Bereiche mit dicken Schuppen geschützt. Der Fuß ist an das Ausgraben der Beute besonders angepasst.

Der Wespenbussard ist nicht gefährdet. Er überwintert in Afrika und kommt erst spät im Jahr, wenn seine Beutetiere schon große Nester errichtet haben, zu uns. Dieser Spezialist ist auf das Vorkommen von Wespen in unserer Region angewiesen und freut sich – im Gegensatz zu uns Menschen – über wespenreiche Jahre.

Welche Tiere töten Hummeln?

Natürliches Sterben der Hummelvölker? – Die nächste Hypothese besagte, dass die Blütezeit der Silberlinde mit der natürlichen Absterbephase von Hummelvölkern zusammenfalle. Die Hummeln stürben also sozusagen an Altersschwäche oder würden bereits stark geschwächt zur leichten Beute von Fressfeinden.

Tatsächlich nutzen Kohlmeisen und Fliegenschnäpper, aber auch bestimmte Falten- und Grabwespen die Ansammlungen sterbender und toter Hummeln als bequeme Beute. Bei mehrjährigen Untersuchungen der Universität Münster in den 1990er Jahren wiesen drei Viertel der knapp 11.000 analysierten Hummeln Fraßspuren auf.

Gleichzeitig stellten die Forscher unter Leitung von Professor Bernhard Surholt jedoch fest, dass die gestorbenen Tiere keineswegs überaltert, sondern meist im besten Hummelalter waren. Linden – hier eine Winterlinde – blühen vergleichsweise spät im Jahr. – Foto: Helge May Krim- und Silberlinde kommen beide in Mitteleuropa nicht natürlich vor. Die Krimlinde ist ein Bastard, wohl aus der weitverbreiteten Winterlinde und der im Kaukasus vorkommenden Linde Tilia dasystyla entstanden.

Was macht man gegen Hummelnester?

Hummelnest im Garten entdeckt? Das solltest du (nicht) tun – Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus In Erdlöchern, Höhlen, oder Steinhaufen finden sich häufig Hummelnester (Foto: CC0 / Pixabay / Alchemilla) Tummeln sich in deinem Garten viele Hummeln vor einem Erdloch oder einem Vogelkasten, befindet sich dort sehr wahrscheinlich ein Hummelnest. Wenn du ein Nest entdeckt hast, solltest du Folgendes tun:

  • Ruhe bewahren : Panik angesichts eines Hummelnests ist absolut unbegründet, denn Hummeln sind nicht sehr angriffslustig und benutzen ihren Stachel nur in äußersten Notfällen.
  • Die Hummeln nicht verärgern : Du solltest die Hummeln nicht anpusten, nicht einfangen oder mit der Hand verscheuchen und nicht mit einem Stock in ihrem Nest bohren. Dadurch würden sie sich und ihre Brut in Gefahr sehen und womöglich angreifen, um sich zu verteidigen.
  • Das Hummelnest auf keinen Fall entfernen: Hummeln stehen unter Naturschutz – somit dürfen auch ihre Nester nicht entfernt werden. Wer bei dem Versuch erwischt wird, ihre Nester auszuräuchern oder mit Gift zu behandeln, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Nur in sehr seltenen Ausnahmen darf das Hummelnest durch einen Experten entfernt werden. Mehr dazu weiter unten.

Wer Räubert Hummelnester?

Wildbienen-Räuber: Säger (Mammalia)

Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus
Homo sapiens, der ‘wissende Mensch’, geht überhaupt nicht weise mit der Natur um. Die Gartenspitzmaus (Crocidura suaveolens) gehört wie Maulwurf und Igel zu den “Insektenfressern”

Säugetiere gehören nicht zu den wirklichen “Gegenspielern” der Bienen – sie jagen sie nicht aktiv, sondern fressen sie und ihre Entwicklungsstadien quasi nur nebenbei. Bienen werden von dieser Tierklasse also kaum nennenswert genutzt – dennoch sind sie durch einen einzigen Säuger erheblich gefährdet,

Der Mensch, selbst ein Säuger, ist der Bienenkiller Nr.1. Unter den Feinden der Bienenfauna nimmt er einen Sonderstellung ein: Er tötet die Bienen nicht, um sie zu essen, also sein Überleben zu sichern, sondern weil er ihre Lebensräume – vor allem ihre Nistplätze – zugunsten eigener (eingebildeter) Bedürfnisse verändert bzw. vernichtet und ihre Nahrungspflanzen als Konkurrenten seiner eigenen Nutzpflanzen oder einfach aus ästhetischen Gründen als “Unkraut” vernichtet. Und obwohl – oder gerade weil? – er sich der Folgen seines Handelns oft gar nicht bewußt ist, richtet er in der Natur mit weitem Abstand die größten Schäden an. Welche Schäden das sind, läßt sich auf den Seiten “Gefahren für Wildbienen” (bzw. kurz “Gefährdung”) und “Bienensterben” unter “Häufige Fragen” nachlesen. Insektenfresser ( Eulipotyphla bzw. Insectivora ) im eigentlichen, engeren Sinne sind eine urtümliche Tiergruppe, zu der im deutschsprachigen Raum die Igel, Maulwürfe und Spitzmäuse gehören. Natürlich verschmähen diese Fleischfresser eine Biene oder ihre Brut nicht, wenn sie sie finden. Fledermäuse (Microchiroptera) sind ebenfalls Insektenfresser. Bienen gehören nur deshalb nicht zu ihrer Beute, weil Fledermäuse nachts jagen, Bienen aber nur tagsüber (und nur bei schönem Wetter) fliegen. Die Aktivitätsphasen beider Gruppen können sich allerdings überlappen, weshalb eine gelegentlicher Jagderfolg bei den wenigen dämmerungsaktiven Bienenarten nicht ganz auszuschließen ist. Nagetiere (Rodentia) : Auch Mäuse (Muridae), die man je eigentlich für Vegetarier hält, können Wildbienen schädigen, vor allem Hummelnester. Marder (Mustelidae), also Baum- und Steinmarder, Iltis, Nerz, Mauswiesel und Hermelin etc. sind keine aktiven Insektenjäger, sie nehmen Kerbtiere nur gelegentlich auf. Dachse (Meles meles) hingegen sind Allesfresser, die Insekten, Lurche, Kleinsäuger und Aas ebenso fressen wie Knollen, Wurzeln und Obst. Die großen und bis zu 24 kg schweren Tiere können mit ein paar Larven eines Solitärbienennestes kaum etwas anfangen, mit ihren mächtigen Tatzen sind sie aber leicht in der Lage, sich durch eine ausgedehnte Nest-Aggregation zu wühlen oder ein Hummelnest auszugraben und völlig zu vernichten.

Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus
Kratzspuren des Dachses (Meles meles) an einer Pelzbienen-Nistwand · Kaiserstuhl, 03.08.2015

Bären (Ursidae) haben einen uralten Ruf als Honigliebhaber, und das macht sie natürlich zu Bienenräubern und -parasiten: Wenn ein Braunbär (Ursus arctos) Gelegenheit hat, eine Honigbienenbeute zu plündern, nimmt er viele Stiche der Arbeiterinnen in Kauf, um an den nahrhaften Honig samt der Waben zu kommen. In früheren Zeiten mußten Imker deshalb ihre Völker auch gegen Bären schützen. Hauptsächlich ernährt sich der Allesfresser allerdings von Beeren, Pilzen, Eicheln, Bucheckern und Nüssen (und bei Gelegenheit auch Feldfrüchten wie Mais, Kartoffeln, Rüben) und in geringem Umfang auch von Kleintieren: Bodeninsekten, Schnecken, Lurchen und Kleinsäugern. Die mächtigen Großsäuger jagen zwar in manchen Teilen ihres Verbreitungsgebietes erfolgreich auch Großwild, müssen sich aber ansonsten meist mit Aas, hilflosen Jungtieren oder schwachen Alttieren zufriedengeben. Das Problem der Gefährdung durch Bären hat der Mensch auf seine Weise gelöst: Erst rottete er den Braunbär in Mitteleuropa fast vollständig aus – in Deutschland wurde der letzte Braunbär angeblich schon 1835 getötet; dann rotteten Imker nach dem 2. Weltkrieg auch die einheimische Dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera) aus, um sie durch ausländische Zuchtformen zu ersetzen. Diese sind jetzt durch die eingeschleppte Varroa-Milbe gefährdet, Füchse (Canidae > Vulpini) ernähren sich bekanntlich nicht von Gänsen, sondern opportunistisch von allen Kleintieren, die sie erbeuten können, vor allem von Mäusen. Wird diese Beute knapp, fressen sie auch Insekten, und das können auch auf dem Boden krabbelnde Bienen oder ihre Larven in ihren Bodennestern sein. Wildschweine (Suidae > Sus scrofa) sind Allesfresser – ebenso wie Dachse, Ratten und Menschen. Die pflanzliche Nahrung umfaßt Wurzeln und Knollen, Eicheln und Bucheckern (und Feldfrüchte, wie mancher Bauer leidvoller Erfahrung weiß), die tierische Nahrung Würmer, Insekten, Amphibien, Vogeleier, Kleinsäuger und Aas. Wer einmal eine von Wildschweinen “durchpflügte” Fläche gesehen hat, kann sich vorstellen, was diese Allesfresser in einer Wildbienen-Aggregation etwa von Andrea vaga oder Colletes cunicularius anrichten können. Ausrotten können Wildschweine eine Bienenart allerdings nicht – das schafft nur ein anderer Allesfresser, Haustiere unter den Säugetieren gehören nicht zu den natürlichen Freßfeinden der Bienen; Hunde und Katzen werden zwar gelegentlich beim Graben nach Bienennestern beobachtet, für keine Bienenart geht davon aber eine Gefahr aus. Freilaufende Hauskatzen fordern allerdings einen hohen Blutzoll von der heimischen Vogelfauna.

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Was für ein Tier frisst Wespen?

Natürliche Feinde – Ein natürlicher Feind der Echten Wespen ist in Europa der Wespenbussard, Er gräbt die Nester mit den Füßen auf, bricht die Waben heraus und verfüttert die Larven und Puppen darin an seine Jungen. Vor Stichen schützt er sich vor allem mit dem sehr dichten und steifen Gefieder.

  1. Aber auch andere insektenfressende Vogelarten fressen Wespen, etwa der Neuntöter,
  2. Weitere natürliche Feinde von Echten Wespen sind unter anderem Gartenkreuzspinnen, Hornissen, Libellen sowie Schlupfwespen, die ihre Eier in die Larvenkammern der Wespen ablegen und deren Larven dann als Parasitoide die Wespenlarve töten.
See also:  Welche Tiere Kann Man Alleine Halten?

Die Raubfliege Pogonosoma maroccanum fängt mit Vorliebe Wespen im Flug, um sie danach auszusaugen.

Sind Hummeln und Wespen Feinde?

Räuber-Beute Beziehungen – Hummeln bieten als große Insekten für viele Feinde ein gutes Ziel. Die Muskulatur ist proteinhaltig und in größeren Mengen vorhanden, als beispielsweise bei einer Fliege. Auch die Nester sind wegen der süßen (Nektar) und proteinreichen (Pollen + Larven) Vorräte lohnend.

  1. So haben die Hummeln zwar ähnliche Feinde wie andere Insekten, diese gehen wegen der größeren Beute aber ein größeres Risiko ein.
  2. Hummeln müssen sich und ihren Staat also vehementer verteidigen können.
  3. Daher besitzen Hummeln einen Giftstachel, besitzen eine Warntracht und zeigen verschiedene Verhaltensweisen, mit denen der Angreifer in die Flucht getrieben werden soll ( beispielsweise Drohverhalten und Arbeitsteilung im Nest).

Außerdem können sie alleine durch ihre Körpergröße verschiedene Gefahren abwehren. Zum Beispiel findet man wahrscheinlich deshalb kaum Hummeln in den Fangvorrichtungen fleischfressender Pflanzen, weil sie einfach zu kräftig sind, als dass die Pflanze die Tiere fangen könnte.

Typische Räuber sind Vögel, die die Tiere packen und so schnell töten, dass sie selbst nicht gestochen werden. Besonders gut gelingt das dem tropischen Bienenfresser, der neuerdings auch in Deutschland gesichtet wurde ( Welt, 2006 ), doch kann selbst eine Amsel einzelne Hummeln töten. Außerdem jagen auch Spinnen, Wespen und Hornissen ziemlich erfolgreich die Hummeln.

Greifvögel, Marder und größere Säugetiere sind in der Lage, Nester auszumachen und sie auszugraben oder – im Falle oberirdischer Nester – zu öffnen. Große Teile des Nests werden dabei gefressen, die übrig gebliebenen Larven und Arbeiterinnen gehen oftmals kurz darauf ein, weil sie ohne die Klimaregulation des Nests nicht überleben können.

  • Natürlich ist der Mensch durch die Zerstörung der Nester oder der Umwelt ebenfalls ein Feind der Hummel, doch soll auf diesen Aspekt hier nicht näher eingegangen werden.
  • Zwischen den Räubern und den Hummeln besteht normalerweise ein biologisches Gleichgewicht, das dazu führt, dass die Hummelpopulation im Durchschnitt konstant bleibt.

Auch Tiere, die nicht in einer direkten Beziehung zu den Hummeln stehen, können die Staaten schädigen. So weiß man beispielsweise, dass Bienenstaaten, die beispielsweise durch einen Imker in ein Gebiet eingebracht werden, dazu führen, dass die Hummelpopulation kleiner wird.

Die erhöhte Nahrungskonkurrenz führt vor allem bei den Hummeln zu Verlusten. Regelrecht aggressiv gegenüber Hummeln wird die Wollbiene (Anthidium manicatum). Die Männchen besetzen ein Revier und bewachen die darin befindlichen Blüten sehr genau. Erscheint eine Hummel oder Biene, wird diese angegriffen.

Die Wollbiene rammt die Hummel und reißt ihr mit einem Dorn am Hinterleib die Flügel heraus oder zerfetzt sie. Die Hummel ist nun nicht mehr in der Lage zu fliegen und muss verhungern.

Wie gefährlich ist ein hummelnest?

Entfernen des Hummelnests wirklich notwendig? – Bevor Sie ein Hummelnest entfernen, sollten Sie gründlich abwägen, ob dieser Schritt wirklich nötig ist. Die possierlichen Insekten sind zum einen selten und streng geschützt und leisten zum anderen einen wichtigen Beitrag für die Umwelt.

Wie Bienen und andere Insekten bestäuben Hummeln Pflanzen und sorgen so für eine gesunde Flora in Ihrem Garten, Die Tiere können zwar stechen, sind jedoch im Normalfall für den Menschen nicht gefährlich, da sie nur zur Verteidigung kampfbereit werden. Lediglich dann, wenn ein auf das Gift der Hummel allergischer Mensch gestochen wird, kann ein Stich gefährlich werden.

Ansonsten gilt: Hummeln im Garten gleich gesunder Garten.

Was mögen Hummeln gar nicht?

Um Hummeln auf natürliche Weise abzuhalten, schwören viele Online-Ratgeber auf Nelken oder Nelkenöl.

Warum liegen so viele Hummeln auf dem Boden?

Hummeln landen schon geschwächt auf den Linden – Hummeln legen, anders als Bienen, kaum Nahrungsvorräte an. Da wird es für sie in Gegenden, die von der modernen Landwirtschaft geprägt sind, schnell eng. Denn hier finden sie kaum noch geeignete Futterpflanzen.

  1. Und auch in den Gärten wachsen oft Arten, die vor allem schön anzusehen sind, aber der heimischen Insektenwelt wenig zu bieten haben.
  2. Die Hummeln retten sich also schon halb verhungert zu den duftenden Linden – und treffen dort auch noch auf eine starke Konkurrenz von anderen Hummeln und Bienen.
  3. Sie sterben völlig entkräftet.

Die Rettung kommt schlicht zu spät. Umweltverbände fordern darum seit langem eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft mit Mineraldünger und Pflanzengiften. Als Hobbygärtner können Sie den Tieren vor allem mit Wildpflanzen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch viel Futter für Nektarsammler bereithalten.

Wann verlassen Hummeln ihre Nester?

Die Lebensweise von Hummeln Steinhummel auf Wiesenflockenblume Dem biologisch nicht so interessierten Menschen offenbart sich die Welt der Hummeln nur zum Teil, denn die dicken Brummer von Erdhummeln werden als solche nur als Hummeln erkannt. Doch es gibt 28 verschiedene Arten in Deutschland von Staaten bildenden Hummeln.

  1. Viele Hummelarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder kommen in weiten Gebieten gar nicht mehr vor.
  2. Außer diesen echten Hummeln gibt es noch Kuckuckshummeln, die in der Farbgebung den echten Hummeln ähneln und in der Brutphase die Nester dieser Art übernehmen und deren Königin töten.
  3. Erdhummel an Tomatenblüte Hummelarten unterscheiden sich in Form, Farbe, Kennzeichen und vielen Eigenarten ihrer Lebensgewohnheiten.

Sie brauchen auch ihrer Art nach einen speziellen Lebensraum in dem sie sich fortpflanzen und wohl fühlen. Manche leben am liebsten in Feld und Wiesengeländen, andere bevorzugen Wälder oder Waldrandgebiete. Dieser Unterschied trifft auch bei der Nistplatzsuche zu.

Dunkle Erdhummeln legen ihre Nester gerne etwas tiefer in der Erde an und Ackerhummeln lieber an der Erdoberfläche. So hat jede Hummelart ihre eigenen Bedürfnisse, was den Nestbau betrifft. Ein weiterer Unterschied besteht in der Volksgröße. Manche Arten haben eine Volksstärke von 300 – 600 Individuen andere 300 – 600 oder nur 50 – 100 Insassen.

Es gibt Hummelarten die in der Jahreszeit sehr früh mit der Brut beginnen und wiederrum Hummelarten die später starten. Außerdem haben manche Arten einen langen und manche einen kurzen Saugrüssel. Durch diese beiden Arten ergibt sich automatisch ein Unterschied der bevorzugten Blüten, denn nur Hummeln mit langem Saugrüssel erreichen bei manchen tief liegenden Blüten den leckeren Nektar.

  1. Rokus Im Frühjahr suchen die im Vorjahr begatteten Königinnen in der Nähe ihrer Lieblingspflanzen einen Nistplatz.
  2. Sie suchen nach geschützten Stellen mit geeignetem Baumaterial um ein Plätzchen für ihren Nachwuchs zu finden.
  3. Solchen, nach einem Nest suchende Königin, kann man auch einen geeigneten Hummelnistkasten anbieten.

Mit dem richtigen Innenleben so eines Nistkastens lassen sich Hummelköniginnen gerne überzeugen ihren Nachwuchs dort aufzuziehen. Ca.20 Tage sammelt die Königin Nektar und Pollen und bebrütet die ersten Eier. Danach überlässt die Königin den Arbeiterinnen die Aufzucht und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Eiablage.

Die Witterung, das Nahrungsangebot und Hummelfeinde sind maßgebend dafür verantwortlich, wie sich das Hummelvolk in einem Jahr entwickelt. Hat das Hummelvolk seinen Höhepunkt in der Entwicklung erreicht, werden Jungköniginnen und Drohnen aufgezogen. Nach und nach verlassen diese das Nest und die Arbeiterinnen sterben im Spätsommer.

Ab und zu kehren die Jungköniginnen noch ins Nest zurück um sich von den Arbeiterinnen verwöhnen zu lassen und einen sicheren Schlafplatz zu haben. Sobald die Jungköniginnen von den Drohnen befruchtet sind und sie sich einen genügend großen Futtervorrat angefressen haben, verlassen sie das Nest um an einer geschützten Stelle zu überwintern.

Wie tief ist ein hummelnest in der Erde?

Hummelnester haben einen Umfang von rund 20 cm und liegen meist direkt unter der Erdoberfläche oder bis einen Meter tief.

Wie wird man ein hummelnest los?

Hummeln vertreiben – diese Tipps helfen bei der Bekämpfung –

Rauch, etwa von einem Grill, ist für die Insekten sehr unangenehm und hält sie zuverlässig fern. Verzichten Sie auch darauf, blumige Parfums zu nutzen oder bunte Kleidung zu tragen – das lockt die Hummeln besonders an. Beachten sollten Sie, dass die Tiere unter Artenschutz stehen. Sie dürfen deshalb nicht das Hummelnest mit Insektenspray einsprühen oder gar ausräuchern. Ebenso ist es nicht ohne Genehmigung erlaubt, das Nest umzusetzen. Wenden Sie sich stattdessen zunächst an Ihr Landratsamt und schildern Sie die Situation. Diese verweisen Sie gewöhnlich an einen Fachmann, der für Sie das Umsiedeln der Hummeln erledigt. Dafür wird eine kleine Aufwandsentschädigung fällig. Sofern Sie gegen die Tiere nicht allergisch sind, können Sie sie im Garten lassen. Nicht zuletzt haben die Insekten eine positive Wirkung für Blumen und Pflanzen, da sie diese bestäuben. Die Fenster und Türen zum Haus können Sie mit Fliegengitter absichern, sodass die Tiere nicht ins Haus gelangen.

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Hummeln vertreiben

Wie lange nisten Hummeln?

Hummeln: fleißig und bedroht – Hummeln kennt eigentlich jeder. Dabei gehören diese gemütlich-dicken Blütenbesucher im bunten Pelz wie die Honigbiene zu den Stechimmen. Sie bilden sogenannte Sommerstaaten, die nur wenige Monate lang existieren. Hummel an Kantenlauch – Foto: Helge May Die gemütlich-dicken Blütenbesucher im bunten Pelz gehören zu den Stechimmen ( Aculeata ), genauer zu den Bienen, und wie die Honigbiene leben sie nicht solo, sondern bilden Völker. Dies allerdings nur für kurze Zeit, sie bilden so genannte Sommerstaaten, die nur wenige Monate lang existieren.

Im Frühjahr von März bis Mai erwachen die jungen, im Vorjahr begatteten Königinnen in ihren Winterquartieren und machen sich auf die Suche nach einem Nistplatz. Totholzhaufen, Steinspalten, Mäuselöcher; manchmal auch Vogelnester oder gar Hausisolierungen, werden gründlich inspiziert. Die Königin baut ihre erste Wabe, legt sechs bis acht Eier und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Pollen, den sie an Blüten sammelt.

Für sich selbst braucht sie Nektar, den sie als Schlechtwettervorrat zu Honig umwandelt und in Wachstöpfchen lagert. Die Larven verpuppen sich und schlüpfen schließlich – rund vier Wochen nach der Nestgründung – als so genannte Arbeiterinnen. Diese Hilfsweibchen übernehmen nun nach und nach die weiteren Pflichten wie Nestbau, Brutpflege und Nestverteidigung. Ackerhummel – Foto: Helge May Im Sommer beginnt die Anzucht der Geschlechtstiere. Die Königin legt nun gezielt unbefruchtete Eier, die sich zu Männchen (Drohnen) entwickeln. Befruchtete Eier entwickeln sich zu Weibchen, wobei nun besonders große und begattungsfähige Weibchen entstehen – die Königinnen (Vollweibchen).

Sie verpaaren sich und suchen dann ein Winterquartier; oft in lockerer Erde oder tiefen Moosschichten. Das Volk stirbt, inklusive der Männchen und der alten Königin, allmählich ab. Je nach Art ist so das Nest zwischen August und Oktober ausgestorben. Es wird im nächsten Jahr nicht wiederbesiedelt und zerfällt rückstandslos.

Hummeln sind ausgezeichnete Bestäuber, die durch ihre lange Zunge und das so genannte Vibrationssammeln besonders gut tiefe Blüten bestäuben können. Sie werden daher inzwischen rund um das Jahr für die Bestäubung im Gewächshaus gezüchtet. Allerdings haben sie auch zahlreiche Gegenspieler. Hummel auf Purpursonnenhut – Foto: Helge May Der schlimmste Gegenspieler ist jedoch die moderne Landwirtschaft: Das Abmähen blühender Flächen, Insektizideinsatz und Monokulturen haben gerade im ländlichen Raum zu einem dramatischen Artensterben geführt, so dass sich viele Hummelarten inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten finden lassen.

Hummeln sind daher – wie alle Bienen – besonders streng nach Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Die Tiere dürfen nicht gefangen oder getötet werden; die Nester dürfen nicht bekämpft werden. Ausnahmen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch die Naturschutzbehörden. Wer Hummeln helfen will, sollte seinen Garten oder auch seinen Balkon möglicht naturnah und blütenreich gestalten.

Hummeln nehmen auch gerne menschengemachte Nistkästen an. Solche Kästen lassen sich recht einfach selbst basteln, man kann sie aber auch im Fachhandel kaufen.

Wie viele Hummeln sind in einem Nest?

Bombini ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum italienischen Radrennfahrer siehe Emanuele Bombini,

Hummeln
Baumhummel ( Bombus hypnorum )
Systematik
Teilordnung : Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie : Apoidea
Bienen (Apiformes)
Familie : Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie : Apinae
Gattung : Hummeln

/td> Wissenschaftlicher Name Bombus Latreille, 1802

Die Hummeln ( Bombus ) sind eine zu den Echten Bienen gehörende Gattung staatenbildender Insekten, Die im weiblichen Geschlecht über einen Wehrstachel verfügenden Hautflügler (Hymenoptera) gehören zu den Stechimmen, auch Wehrimmen genannt. Sie kommen überwiegend in den gemäßigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vor.

Ein Hummelvolk besteht je nach Art aus etwa 50 bis 600 Tieren und einer Königin, Die Mehrzahl der Tiere sind Arbeiterinnen, daneben gehören zum Volk auch Männchen, die wie auch bei den Honigbienen Drohnen genannt werden, sowie Jungköniginnen. Ein Volk überlebt in Europa nur einen Sommer und ist gewöhnlich im September abgestorben.

Es überwintern einzig die begatteten Jungköniginnen, die im frühen Frühjahr des nächsten Jahres allein auf sich gestellt mit der Anlage eines Nestes und damit der Gründung eines neuen Staates beginnen. Solche Königinnen erreichen ein Alter von bis zu zwölf Monaten, von denen sie bis zu acht Monate in Winterruhe verbringen.

Drohnen und Arbeiterinnen erreichen dagegen in der Regel nur ein Alter von drei bis vier Wochen. Während Honigbienen erst ab einer Außentemperatur von mindestens 10 °C ausfliegen, sind Hummelköniginnen im zeitigen Frühjahr bereits ab 2 °C und Hummelarbeiterinnen ab 6 °C zu beobachten, da sie die zum Fliegen notwendige Körpertemperatur durch Vibration der Brustmuskulatur erzeugen.

Seit dem Ende der 1980er Jahre werden Hummeln beim kommerziellen Anbau von Obst und Gemüse als Bestäuberinsekten eingesetzt. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist ihre Verwendung beim Treibhausanbau von Tomaten. Weltweit werden jährlich Millionen von Hummelnestern künstlich aufgezogen und an Gemüsebauern versendet.

Wo schlafen Erdhummeln?

Wo schlafen Hummeln? Alle Infos auf einen Blick – Hummeln leben für gewöhnlich nicht alleine, sondern in einem Volk.

Dementsprechend kehren sie auch Nachts zu ihrem Volk ins Nest zurück und schlafen dort. Jedoch schlafen auch nicht alle Hummeln in der Nacht, weil das Volk trotzdem weiterhin versorgt werden muss. Die Nester der Hummeln befinden sich zum Beispiel unter Dächern, aber auch im Erdreich. Vereinzelt schlafen manche Hummeln sogar draußen in Blumen, indem sie sich an ihnen festklammern.

Wo Hummeln schlafen, lässt sich sehr einfach klären: Dort, wo auch ihr Volk schläft und zwar im Nest. imago images / Arnulf Hettrich Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus Was Sie außerdem interessieren könnte:

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Igellöcher im Garten – Löcher im Rasen durch Igel entstehen bei der Nahrungssuche. Der Igel sucht im Boden nach Nahrung und wühlt dabei die Erde auf, wodurch trichterförmige Löcher im Garten entstehen können. Es handelt sich hierbei meist um eine einmalige Angelegenheit.

TrichterförmigEher Vertiefung als Loch (etwa 2 cm groß)

Welches Tier Gräbt Hummelnester Aus Katzen können bei der Vertreibung von Schädlingen sehr hilfreich sein

Wann verlassen Hummeln das Nest?

Die Lebensweise von Hummeln Steinhummel auf Wiesenflockenblume Dem biologisch nicht so interessierten Menschen offenbart sich die Welt der Hummeln nur zum Teil, denn die dicken Brummer von Erdhummeln werden als solche nur als Hummeln erkannt. Doch es gibt 28 verschiedene Arten in Deutschland von Staaten bildenden Hummeln.

Viele Hummelarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder kommen in weiten Gebieten gar nicht mehr vor. Außer diesen echten Hummeln gibt es noch Kuckuckshummeln, die in der Farbgebung den echten Hummeln ähneln und in der Brutphase die Nester dieser Art übernehmen und deren Königin töten. Erdhummel an Tomatenblüte Hummelarten unterscheiden sich in Form, Farbe, Kennzeichen und vielen Eigenarten ihrer Lebensgewohnheiten.

Sie brauchen auch ihrer Art nach einen speziellen Lebensraum in dem sie sich fortpflanzen und wohl fühlen. Manche leben am liebsten in Feld und Wiesengeländen, andere bevorzugen Wälder oder Waldrandgebiete. Dieser Unterschied trifft auch bei der Nistplatzsuche zu.

Dunkle Erdhummeln legen ihre Nester gerne etwas tiefer in der Erde an und Ackerhummeln lieber an der Erdoberfläche. So hat jede Hummelart ihre eigenen Bedürfnisse, was den Nestbau betrifft. Ein weiterer Unterschied besteht in der Volksgröße. Manche Arten haben eine Volksstärke von 300 – 600 Individuen andere 300 – 600 oder nur 50 – 100 Insassen.

Es gibt Hummelarten die in der Jahreszeit sehr früh mit der Brut beginnen und wiederrum Hummelarten die später starten. Außerdem haben manche Arten einen langen und manche einen kurzen Saugrüssel. Durch diese beiden Arten ergibt sich automatisch ein Unterschied der bevorzugten Blüten, denn nur Hummeln mit langem Saugrüssel erreichen bei manchen tief liegenden Blüten den leckeren Nektar.

Rokus Im Frühjahr suchen die im Vorjahr begatteten Königinnen in der Nähe ihrer Lieblingspflanzen einen Nistplatz. Sie suchen nach geschützten Stellen mit geeignetem Baumaterial um ein Plätzchen für ihren Nachwuchs zu finden. Solchen, nach einem Nest suchende Königin, kann man auch einen geeigneten Hummelnistkasten anbieten.

Mit dem richtigen Innenleben so eines Nistkastens lassen sich Hummelköniginnen gerne überzeugen ihren Nachwuchs dort aufzuziehen. Ca.20 Tage sammelt die Königin Nektar und Pollen und bebrütet die ersten Eier. Danach überlässt die Königin den Arbeiterinnen die Aufzucht und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Eiablage.

  1. Die Witterung, das Nahrungsangebot und Hummelfeinde sind maßgebend dafür verantwortlich, wie sich das Hummelvolk in einem Jahr entwickelt.
  2. Hat das Hummelvolk seinen Höhepunkt in der Entwicklung erreicht, werden Jungköniginnen und Drohnen aufgezogen.
  3. Nach und nach verlassen diese das Nest und die Arbeiterinnen sterben im Spätsommer.

Ab und zu kehren die Jungköniginnen noch ins Nest zurück um sich von den Arbeiterinnen verwöhnen zu lassen und einen sicheren Schlafplatz zu haben. Sobald die Jungköniginnen von den Drohnen befruchtet sind und sie sich einen genügend großen Futtervorrat angefressen haben, verlassen sie das Nest um an einer geschützten Stelle zu überwintern.