Wie Lernen Tiere?

Wie Lernen Tiere
Lernen durch Nachahmung Viele Tiere und auch wir Menschen übernehmen bei anderen beobachtete Bewegungen, Lautäußerungen oder Handlungen häufig in das eigene Verhalten. Diese Lernform wird als Nachahmung bezeichnet. So werden die Erfahrungen der Älteren auf die Jüngeren, auf die Nachkommen, weitergegeben.

Wie lernt ein Tier?

Tierbabys Um zu Überleben, müssen Tierkinder viel lernen. Dabei sind manche praktisch auf sich allein gestellt und müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Andere können sich wichtige Verhaltensweisen von ihren Müttern und Artgenossen abschauen. Spicken gestattet! Wo es beispielsweise gutes Futter gibt, lernt eine Schildkröte durch Instinkt und aus Erfahrung. Dabei spielt auch der Zufall eine Rolle, also Lernen durch Versuch und Irrtum. (Bild: Leo Niessner) Passend zum Schulanfang diese Woche hat der Zoo Zürich am Mittwoch über das Thema Lernen und Lehren im Tierreich informiert.

  • So müssen sich etwa kleine Schildkröten alles selbst beibringen.
  • Mutter und Vater spielen keine Rolle, wie Zookurator Pascal Marty erklärte.
  • Versuch und Irrtum Wo es beispielsweise gutes Futter gibt, lernt eine Schildkröte durch Instinkt und aus Erfahrung.
  • Dabei spielt auch der Zufall eine Rolle, also Lernen durch Versuch und Irrtum.

Doch auch Schildkröten können nicht nur individuell lernen sondern auch von Artgenossen. Wenn sie beispielsweise eine andere Schildkröte dabei beobachten, wie diese einem Hindernis ausweicht, so sei es wahrscheinlicher, dass sie danach auch den richtigen Weg nehmen, sagte Marty.

  1. Lebenslanges Lernen Ganz anders ist dies bei Tieren, die in sozialen Strukturen leben und sich etwa auch handwerkliche Fähigkeiten aneignen müssen.
  2. Bestes Beispiel für das Erlernen komplexer Zusammenhänge sind Orang-Utans.
  3. Bei diesen dauert es jahrelang bis sie sich die zum Überleben notwendigen Fähigkeiten angeeignet haben.

So lernt ein junger Orang-Utan die ersten acht Jahre alles von seiner Mutter, etwa welche Früchte geniessbar sind. Dabei seien die Tiere äusserst konservativ, sagte Marty. So essen die Jungen praktisch zu 100 Prozent das, was ihre Mütter zu sich nehmen.

Unbekanntes lassen sie liegen. Doch nicht nur die Wahl der richtigen Futterpflanzen muss ein kleiner Orang-Utan lernen. Er muss auch üben, wie man ein stabiles Schlafnest baut. Dazu beobachten er interessiert, wie die Mutter dabei vorgeht. Die Konstruktion ist äusserst anspruchsvoll und es dauert Jahre, bis die Jungen zum ersten Mal im selbstgebauten Nest schlafen können.

Damit es irgendwann klappt, trainieren sie täglich mehrmals, Stöcke zu biegen und diese ineinander zu stecken. Mit fortschreitendem Alter interessieren sich Orang-Utans für das Verhalten anderer Artgenossen und lernen durch Beobachtung auch Verhaltensweisen, die die eigene Mutter nicht zeigt.

Dadurch können sich beispielsweise neue Techniken, um an Nahrung zu gelangen, innerhalb einer Population verbreiten. Werden solche Verhaltensweisen über soziales Lernen von Generation zu Generation weitergegeben, spricht man von Kultur. Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere neue Website übertragen.

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Können Menschen von Tieren lernen?

7. Gelassen bleiben – Ob Kuh, Hund oder Hauskatze – bei der Geburt des Nachwuchses, beim Ballspielen oder auf der Jagd mögen alle Muskeln angespannt und der Geist voll konzentriert sein. Doch im Leben aller Tiere gibt es auch ausreichend Zeit für völlige Entspannung und Gelassenheit.

Haben alle Tiere Instinkte?

Eine kleine Lederschildkröte, an einem Strand in Mexiko, Diese Schildkröten schlüpfen aus Eiern am Strand und laufen dann schnell ins Meer. Woher weiß eine Schildkröte, dass sie das tun soll? Ihre Eltern sind gar nicht in der Nähe, um ihr das zu zeigen.

  • Instinkt” ist ein Wort, mit dem man über das Verhalten von Tieren spricht.
  • Tiere machen etwas, weil ihr Instinkt sie dazu bringt.
  • Der Instinkt ist ein Trieb, der den Tieren angeboren ist und nicht etwas, das gelernt wird.
  • Damit ist der Instinkt eine Art Gegenteil zur Intelligenz,
  • Manche Forscher sprechen vom Instinkt auch, wenn es um Menschen geht.

Das Wort kommt aus dem Lateinischen : „instinctus” heißt etwa Anreiz oder Antrieb. Ein Beispiel ist die Art, wie Tiere sich um ihre Jungen kümmern. Tiere machen das sehr unterschiedlich: Einige Tierarten lassen die Jungen einfach im Stich, wie die Frösche,

  • Elefanten hingegen kümmern sich sehr lange und gründlich um die kleinen Elefanten.
  • Sie haben eben einen anderen Instinkt als Frösche,
  • Die Wissenschaftler streiten sich, was der Instinkt genau sein soll.
  • Umstritten ist vor allem: Ist wirklich alles, was man Instinkt nennt, angeboren? Schauen sich Jungtiere nicht auch von den Alten, wie man etwas macht? Außerdem bringt es nicht so viel, wenn man sagt, ein Verhalten komme vom Instinkt her.

Damit wird nämlich immer noch nicht erklärt, was der Instinkt genau ist und woher er kommt. Zu „Instinkt” findet ihr mehr Inhalte auf Blinde Kuh und Frag Finn, Das Klexikon ist wie eine Wikipedia für Kinder und Schüler. Das Wichtigste einfach erklärt, mit Definition, vielen Bildern und Karten in über 3000 Artikeln,

Was wir von den Tieren lernen können?

Was wir von Tieren lernen können | Verlag Freies Geistesleben Tierisch gut! Tiere sind Gefährten mit Charakter. Sie bieten uns in der Begegnung Antworten auf die essenziellen Fragen von Nähe und Distanz, Freiheit und Kontrolle, Vertrauen und Verantwortung.

  1. In 24 Geschichten aus einem tierisch guten Leben erzählt Renée Herrnkind mit einer Mischung aus Tiefsinn und Leichtigkeit vom prägnanten Führungsstil der Ziege Emely, den unwiderstehlichen Erziehungsmethoden von Glucke Bertha oder dem würdevollen Altern ihrer Hündin Kira.
  2. Schmunzeln, ertappt fühlen, den Blick weiten – Tiere (und sich selbst) mit anderen Augen sehen, das sind erwünschte und geradezu unvermeidliche Nebenwirkungen der Lektüre sowie der Betrachtung der humor- wie liebevollen Illustrationen von Franziska Viviane Zobel.
See also:  Welches Tier Hat Die Meisten Zähne?

Und welch große und wesentliche Verantwortung im Umgang mit Tieren für uns Menschen besteht, beschreibt in ihrem Vorwort die Journalistin und Autorin Dr. Tanja Busse – klar, schnörkellos und voll Liebe zu allen Lebewesen.

– 24 Geschichten über das Zusammenleben von Mensch und Tier – heiter und tiefsinnig erzählt, humor- und liebevoll illustriert.- Mensch und Tier – eine Verbindung mit Verantwortung und Lerneffekt auf beiden Seiten.- Der Umgang mit und die Haltung von Tieren sagt viel über uns Menschen aus.

: Was wir von Tieren lernen können | Verlag Freies Geistesleben

Welches Tier lernt am schnellsten?

1. Platz: Border Collie – Der Border Collie gilt als „Einstein” unter den Hunden. Er lernt so schnell und braucht so viel körperliche und geistige Beschäftigung, dass er für Hundeanfänger nicht geeignet ist. Seine Erziehung und sein Training erfordert viel Fingerspitzengefühl, denn hat der Border Collie erst mal eine Verhaltensweise verinnerlicht, ist es schwer, ihm diese wieder abzutrainieren. Der Border Collie gilt als „Einstein” unter den Hunden. © Grigorita Ko-stock.adobe.com Diese zehn Hunderassen sind zum Teil sehr unterschiedlich, teilen aber auch viele Eigenschaften. Es wird deutlich, dass die nach der arbeitenden Intelligenz klassifizierten Hunderassen auch Eigenschaften aufweisen, die für die adaptive oder instinktive Intelligenz sprechen: So weisen zum Beispiel Einfühlungsvermögen, Anpassungsfähigkeit sowie die Erfüllung von Aufgaben bei Hüte-, Wach- oder Rettungshunden ebenfalls auf hohe Intelligenz hin.

Ist es möglich mit Tieren zu reden?

Der Traum vieler Kinder ist das Sprechen mit Tieren. Leider wird ihnen dieser Wunsch meist schnell ausgeredet. Doch so absurd ist der Kinderwunsch nicht, denn mit Tieren kann man genauso kommunizieren, wie mit allem anderen und zwar mittels Tierkommunikation.

Kann man Tieren Sprechen beibringen?

Wie Lernen Tiere Die Pfeiflaute, mit denen Delfine untereinander kommunizieren, sind so komplex, dass sie noch nicht vollständig entschlüsselt werden konnten. Hinzu kommt ihre Fähigkeit, mit “Klicks” ein akustisches Abbild ihrer Umgebung zu erzeugen. – Bild: Claudia14, Lizenz CC0 (gemeinfrei) / Pixabay Dass Tiere miteinander kommunizieren, steht außer Frage.

Kann sich ein Mensch mit einem Tier fortpflanzen?

Veröffentlicht am 02.04.2008 | Lesedauer: 3 Minuten Wie Lernen Tiere Ob Liger, Schiege oder Maultier: Chimären kommen in der Natur vor – die künstliche Erschaffung von Tier-Mensch-Mischwesen ist hingegen stark umstritten und moralisch bedenklich Quelle: ddp Britische Forscher haben zum ersten Mal ein Mischwesen aus Mensch und Tier gezüchtet: Dabei wurde menschliches Erbgut in die Eizellen von Kühen übertragen.

  • Anders als in Deutschland ist in Großbritannien die Schaffung so genannter Chimären oder Hybriden, also Mischwesen aus Mensch und Tier, legal.
  • W ie das Team um Professor John Burn von der Newcastle University in Newcastle upon Tyne berichtet, haben sie das Erbgut aus einer menschlichen Hautzelle entnommen.

Dieses menschliche Erbgut haben sie dann in die Eizelle einer Kuh injiziert, deren eigene Erbinformation zuvor entfernt wurde. Das Ergebnis: Menschliche DNA in Kuhverpackung. „Wir sind ethisch völlig korrekt vorgegangen”, sagt Burn. Dennoch werden, nicht nur von Seiten der Katholischen Kirche, ethische Bedenken laut.

Bei welchen Tieren ist der Mann schwanger?

4. Sind Seepferdchen die einzigen Tiere, bei denen die Männchen die Babys zur Welt bringen? – Männliche Seenadeln, nah mit den Seepferdchen verwandt, tragen ihre Brut ebenfalls am Körper aus: Die befruchteten Eier kleben am Bauch oder liegen in einer Hautfalte.

Wer sprach mit den Tieren?

The store will not work correctly in the case when cookies are disabled. Der heilige Franziskus war den Tieren ganz nah. Man sagt ihm nach, dass er sogar mit ihnen sprechen konnte. Besonders mochte er wohl die Lerchen. Und daher ist es auch in diesem Buch eine kleine Lerche, die Franziskus auf seinem Weg begleitet und uns die Geschichten aus seinem Leben erzählt: wie er den Wolf zähmte, Frieden unter den Menschen stiftete, den Armen Brot schenkte, Wie Lernen Tiere Martina Steinkühler Dr. Martina Steinkühler ist Theologin und Religionspädagogin mit dem Schwerpunkt Bibel und Bibeldidaktik sowie Autorin und Fortbildnerin. Sie arbeitet als Studienleiterin im Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medien (ARPM) der evangelisch-lutherischen Kirche in Braunschweig. Mit Ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Göttingen. Wie Lernen Tiere Elli Bruder (Illustrationen) Elli Bruder hat in Schottland und Freiburg Grafikdesign studiert und arbeitet seither als Grafikerin und Illustratorin. Sie lebt mit ihrem Mann und einem Stall voller Tiere in der Pfalz. Presseinformation drucken

Wie hoch ist der IQ von Tieren?

Wie misst man Intelligenz bei Tieren? Prof. Andreas Nieder, Institut für Neurobiologie, Universität Tübingen: Will man die von Tieren messen, kann man nicht auf IQ-​Tests zurückgreifen wie beim Menschen. Ein solches einheitliches Maß gibt es für Tiere nicht.

Daher muss man erstmal definieren, was man unter Intelligenz versteht, und wie man beim jeweiligen Tier herausfinden kann, wie gut es diese Kriterien erfüllt. Ein mögliches Maß für Intelligenz ist die Fähigkeit, Probleme in einer sich verändernden Umwelt zu lösen. Je mehr, schneller und zielgerichteter Herausforderungen gelöst werden, desto intelligenter ist ein Tier.

Wie lange braucht es, um den Mechanismus zu durchschauen, mit dem es einen Kasten öffnen kann, in dem Futter versteckt ist? Kommt es auf die Idee, Werkzeuge zu benutzen, um nach einer Leckerei zu angeln? Machen andere Tiere in der Gruppe das nach und entwickeln so neue Verhaltensmuster? Solche Innovationen, also Weiterentwicklungen im Verhalten, untersucht man beispielsweise bei Wildtieren.

Ein prominenten Beispiel, bei dem man das gut beobachten kann, ist die Neukaledonien-​Krähe, die sehr geschickt sogar mehrere Werkzeuge nacheinander nutzt, um an Futter zu gelangen. Im Labor kann man außerdem das als Maß für Intelligenz nehmen. Es speichert Inhalte vorübergehend und befähigt dazu, die Umwelt überhaupt so wahrzunehmen, dass ein Problem erkannt wird und neue Lösungen angestrebt werden.

Tiere für Kinder – Tierstimmen für Kleinkinder, Kindergarten, Baby auf Deutsch | Lernvideo

Platt gesagt: Ein Tier, das keinen „Arbeitsspeicher” hat, entwickelt auch keine neuen Verhaltensstrategien. Im Experiment prüfen wir etwa das visuelle Arbeitsgedächtnis, indem wir Tieren Bilder oder Objekte zeigen. In späteren Versuchsrunden sollen sie signalisieren, ob sie Bilder wieder erkennen.

  1. Das kann ein Affe etwa dadurch tun, dass er einen Hebel bedient.
  2. Eine Krähe kann mit dem Schnabel auf die Taste picken.
  3. Anhand solcher Tests kann man sehen, dass das Arbeitsgedächtnis eines Rhesusaffen besser ist als das eines Weißkopfäffchens, dieses aber wiederum die Katze übertrifft.
  4. Allerdings muss man mit der Interpretation aller Untersuchungen zu Intelligenz sehr vorsichtig sein.
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Wir Menschen neigen dazu, einem Tier, das sich in einer bestimmten Situation sehr clever verhält, insgesamt eine hohe Intelligenz zuzusprechen. Meist sind die Leistungen aber stark auf einen bestimmten Bereich beschränkt. Nehmen wir zum Beispiel den Kiefernhäher, einen nordamerikanischen Rabenvogel.

  1. Der ist extrem geschickt darin, bis zu zehntausend Futterverstecke anzulegen und sich diese auch zu merken.
  2. Unterzieht man ihn aber einem Gedächtnistest, in dem er Bilder behalten soll, schneidet er sogar schlechter ab als andere Rabenvögel.
  3. Außerdem muss man aufpassen, was man vergleicht.
  4. Wie drückt das Tier aus, dass es eine veränderte Situation erkennt oder ihm ein Bild bekannt vorkommt? Ein Affe kann einen Hebel drücken, ein Vogel mit dem Schnabel darauf picken.

Aber ein Fisch müsste schon hin und her schwimmen. Das kann zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen. Daher kann man verschiedene Affen miteinander gut vergleichen, oder verschiedene Vögel. Der Vergleich von Affen mit Fischen ist schon deutlich schwieriger.

Aufgezeichnet von Stefanie Reinberger Intelligenz Intelligenz/-/intelligence Sammelbegriff für die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen. Dem britischen Psychologen Charles Spearman zufolge sind kognitive Leistungen, die Menschen auf unterschiedlichen Gebieten erbringen, mit einem Generalfaktor (g-​Faktor) der Intelligenz korreliert.

Demnach lasse sich die Intelligenz durch einen einzigen Wert ausdrücken. Hierzu hat u.a. der US-​Amerikaner Howard Gardner ein Gegenkonzept entwickelt, die „Theorie der multiplen Intelligenzen”. Dieser Theorie zufolge entfaltet sich die Intelligenz unabhängig voneinander auf folgenden acht Gebieten: sprachlich-​linguistisch, logisch-​mathematisch, musikalisch-​rhythmisch, bildlich-​räumlich, körperlich-​kinästhetisch, naturalistisch, intrapersonal und interpersonal.

  • Arbeitsgedächtnis Arbeitsgedächtnis/-/working memory Eine Form des Kurzzeitgedächtnisses.
  • Es beinhaltet gerade aufgenommene Informationen und die Gedanken darüber, also Gedächtnisinhalte aus dem Langzeitgedächtnis, die mit den neuen Informationen in Verbindung gebracht werden.
  • Das Konzept beinhaltet nach Alan Baddeley eine zentrale Exekutive, eine phonologische Schleife und ein visuell-​räumliches Notizbuch.

: Wie misst man Intelligenz bei Tieren?

Wie lernt der Hund?

Hunde lernen durch assoziative Lernformen (klassische und operante bzw. instrumentelle Konditionierung), durch nicht-assoziative Lernformen (Gewöhnung/Habituation, Sensibilisierung) und durch soziales Lernen (Nachahmung/Erkenntnis).

Wie lange dauert es bis ein Hund etwas gelernt hat?

1. Was muss ein Hund können? Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Wir sehen meist, dass ein Hund sitz, platz, bei Fuß macht, bring’s, hol’s, such, gib Pfötchen, mach Männchen und ähnliche Tricks kann und denken, “braver Hund”. Viel schwieriger jedoch ist, was wir unseren Hunden im Alltag abverlangen: bedrohliche Situationen, Lärm und Hektik still ertragen, Versuchungen widerstehen, sich von wildfremden Menschen anfassen lassen, Eindringlinge im Haus dulden, nicht den Tierarzt beißen, etc.

  • Etc. Dies sind die großen Leistungen, die unsere Hunde vollbringen und die viel zu wenig gewürdigt werden.
  • Wenn ein Hund das alles kann, dann braucht man meiner Ansicht nach genau vier Dinge: “komm”, “bleib”, “gib aus” und lockeres an der Leine laufen.
  • Das klingt wenig, kann einen aber je nach Hund schon eine Weile beschäftigen.2.

Wie lange dauert es, bis ein Hund erzogen ist? Die Antwort ist leicht: ein Leben lang. Es ist ein Irrglaube, dass man nach einem sechswöchigen Grundkurs einen perfekt erzogenen Hund hat. In diesen sechs Wochen kann man gerade einmal die Grundlagen für weiteres Training legen.

  • Ein Hund ist in der Regel mit ca.
  • Drei Jahren erwachsen.
  • Wer dann sagt “ich bin zufrieden mit dem, was mein Hund kann”, der hat gut gearbeitet.3.
  • Mein Hund ist schon älter, kann er trotzdem noch was lernen? Genau wie Menschen lernen auch Hunde ein Leben lang.
  • Unser Wolli war 12 Jahre alt, als er zu uns kam und konnte überhaupt nichts.
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Er hatte noch nie in einem Haus gelebt, war nicht stubenrein, hörte nicht und verbrachte den Tag damit, uns auszuräubern. Trotzdem hat er noch alles gelernt, was ich ihm beibringen wollte. Er ist jetzt abrufbar, läuft locker an der Leine, hat seine Raubzüge eingestellt, ist stubenrein, apportiert, betreibt Mantrailing und lernt alberne Tricks.

  1. Es ist nie zu spät, einem Hund etwas beibringen zu wollen.
  2. Bei Wolli wollte ich es eigentlich auf ein Minimum beschränken, aber nachdem er einmal raus hatte, wie das geht, mit einem Menschen zusammen zu arbeiten, war er nicht mehr zu stoppen.
  3. Als hätter er sein ganzes Leben lang nur darauf gewartet, endlich zusammen trainieren zu dürfen.4.

Antijagdtraining – funktioniert das wirklich? Es gibt zwei Dinge, die dem durchschnittlichen Hundehalter das Leben schwer machen: Leine ziehen und nicht kommen, wenn man ruft. Meist jedoch ist das Jagen nur die Spitze des Eisberges. Die meisten Hunde, die mit Jagdproblemen zu mir kommen, sind nicht nur nicht vom Wild abrufbar sondern auch nicht von Leckerlis, Spielzeug, Müllsäcken, anderen Hunden, spannenden Menschen, gut riechenden Grasbüscheln, etc.

  • Etc. Ist dies der Fall, so hat es keinen Sinn, ausschließlich den Abruf vom Reh zu üben und die Teilnahme am Antijagdtraining führt definitiv zur Enttäuschung.
  • Wenn man aber einen Hund hat, der im Alltag schon gut hört, der von vielen Dingen abrufbar ist, der aber nun mal einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, dann kann ein spezielles Training für jagende Hunde viel Spaß machen.

Doch auch hier ist es nicht so, dass man sechsmal zum Kurs kommt und der Hund sich dann nicht mehr für Wild interessiert. Stattdessen übt man, seinen Hund auch am Wild zu kontrollieren, sprich, man “jagt” gemeinsam. Dies kommt vielen Menschen erstmal komisch vor.

  1. Der Hund soll es “lassen”, aber der Hund wird es nie einfach “lassen”, denn Jagdtrieb kann man nicht abstellen! Wenn man sich aber erstmal auf die Idee eingelassen hat, dann gehört die gemeinsame Pirsch zu den spannendsten Dingen, die man mit seinem Hund unternehmen kann.5.
  2. Findet das Training bei jedem Wetter statt? Fast.

Ausnahmen sind: Gewitter, Sturm, und heftiger Schneefall. Ansonsten aber: ja. Wir trainieren auch bei Regen. Wetterfeste Kleidung sollte daher vorhanden sein.6. Mein Hund hört nicht, liegt das an der Bindung? Die berühmte Bindung. Was ist das eigentlich? Der Hund bindet sich an den Menschen, weil er etwas davon hat, nämlich Sicherheit, Futter, ein Dach über dem Kopf, Zuneigung, Spaß und vieles mehr.

Ein Hund kann eine hervorragende Bindung an seinen Menschen haben und trotzdem nicht hören. Gehorsam und Bindung sind zwei ganz verschiedene Dinge. Nur weil ein Jagdhund vielleicht stundenlange Ausflüge unternimmt, während der Schäferhund des Nachbarn sich immer in Herrchens Nähe aufhält, hat er keine schlechtere Bindung.

Nur andere genetische Grundlagen.7. Wieviel Beschäftigung braucht ein Hund? Das hängt vom Hund ab. Nur eins sei gesagt: wer sich eine der berühmten Arbeitsrassen zulegt, der sollte richtig, richtig Spaß daran haben, täglich mit seinem Hund zu arbeiten.

  1. Sonst wird der Hund nämlich ganz schnell ziemlich anstrengend.
  2. Wenn man aber Spaß daran hat, dann sind Arbeitshunde einfach großartig.8.
  3. Ich habe wenig Zeit und habe oft auch keine Lust mehr zu trainieren, möchte aber trotzdem, dass mein Hund gut hört.
  4. Jau, und ich würde gerne Marathon laufen, aber ich habe nur einmal die Woche eine halbe Stunde Zeit, um joggen zu gehen.

Wie erfolgreich werde ich wohl sein? Ich kann mich nur wiederholen: Seinen Hund zu erziehen ist eine Dauerbeschäftigung. Sie findet tagtäglich und überall statt. Irgendwann merkt man es gar nicht mehr, dass man schon wieder trainiert, weil es zum Reflex geworden ist.

Ich setzte mich doch auch nicht hin und sage “so, heute erziehe ich mal 30 Minuten lang meine Kinder, aber dann muss für den Rest der Woche auch gut sein.” Klar, wir alle haben wenig Zeit. Wir haben Jobs, Familie, das Haus muss renoviert werden, und, und, und. Und das ist alles OK. Dann trainiert man halt nicht.

Aber dann kann man auch nicht erwarten, dass der Hund “funktioniert”. Wenn ich nicht bereit bin, Einsatz zu zeigen, dann kann ich auch nicht von meinem Hund erwarten, dass er das ausgleicht und sich alleine trainiert. Training bedeutet nicht, dass man einmal die Woche in die Hundeschule geht.

  1. Wer weiß, was er tut, der braucht überhaupt nicht in die Hundeschule zu gehen.
  2. In Hundeschulen wird nicht der Hund trainiert sondern der Mensch lernt, wie er selbst im Alltag mit seinem Hund üben kann, denn Training findet immer und überall statt.
  3. Mit meinen eigenen Hunden plane ich überhaupt keine “Trainingssessions”.

Wir gehen Gassi und wenn eine schwierige Situation auftaucht, dann erkläre ich meinen Hunden, was ich jetzt gerne sehen würde. Aber das heißt auch: wenn ich mit meinen Hunden Gassi gehe, dann ist das ihre Zeit. Dann bin ich für sie da. Dann beschäftige ich mich mit ihnen, wir haben Spaß zusammen und wir üben, wie das Leben funktioniert.