Welche Tiere Lebten In Der Eiszeit?

Welche Tiere Lebten In Der Eiszeit
Murmeltiere und Lemminge, Moschusochsen und Polarfüchse, Schneeeulen und Wölfe. Die meisten dieser Tiere leben heute in den Bergen oder im hohen Norden, wo es noch immer recht kalt ist.

Was für Tiere gibt es in der Eiszeit?

Eine Welt der Riesen – die Zeit der großen Säugetiere – Welche Tiere Lebten In Der Eiszeit Die Eiszeit hat ihre ganz eigene Tierwelt hervorgebracht: Riesenhirsche, Wollnashörner, Höhlenbären, Höhlenlöwen – es war die Zeit der Großsäuger. Das Mammut ist zweifellos das bekannteste Tier der Eiszeit. Es lebte vor vielen tausend Jahren auch hier in unserer Region. Es sah heutigen Elefanten ähnlich, jedoch mit sehr viel größeren Stoßzähnen und einem dichten Fell (bis zu 90 cm lang). Charakteristisch war der Buckel im vorderen Teil des Rückens. Welche Tiere Lebten In Der Eiszeit Auch in unserem EiszeitQuell-Logo hat sich ein Mammut versteckt – schon entdeckt?

Welche Tiere sind in der Eiszeit ausgestorben?

Das nördliche Eurasien – Skelett des Wollhaarmammuts und des Wollnashorns In Eurasien erstreckte sich dieser Vorgang über einen längeren Zeitraum, von vor 50.000 bis vor 12.000 Jahren, und erreichte mit dem Ende des Pleistozäns seinen Höhepunkt. Zu den in Europa bis spätestens vor etwa 12.000 Jahren ausgestorbenen Arten zählen Wollhaarmammut ( Mammuthus primigenius ), Wollnashorn ( Coelodonta antiquitatis ), Riesenhirsch ( Megaloceros giganteus ), Steppenwisent ( Bos priscus ), Höhlenlöwe ( Panthera spelaea ) und Höhlenhyäne ( Crocuta crocuta spelaea ).

  • Einige während der letzten Kaltzeit ( Würmeiszeit bzw.
  • Weichseleiszeit ) ausgestorbene Arten verschwanden bereits vor dem Ende des Pleistozäns.
  • Dies betrifft vor allem wärmeliebende Arten, wie den Europäischen Waldelefanten ( Palaeoloxodon antiquus ), das Waldnashorn ( Stephanorhinus kirchbergensis ) und das Steppennashorn ( Stephanorhinus hemitoechus ), die während der frühen Würmeiszeit vor etwa 100.000 Jahren zunächst aus Mittel- nach Südeuropa abgedrängt wurden und dort im Verlauf der nächsten Jahrzehntausende ausstarben.

Der europäische Höhlenbär ( Ursus spelaeus ) verschwand nach heutigem Kenntnisstand vor dem letzten Kältemaximum der Würmeiszeit, während der archäologischen Kultur des Gravettien vor etwa 27.000 Jahren. Etwa zur selben Zeit ist auch letztmals die Säbelzahnkatze ( Homotherium ) in Europa nachgewiesen.

Was waren die größten Tiere die in der Eiszeit gelebt haben?

Mammut – Das größte Tier der letzten Eiszeit hatte für die damaligen Menschen eine große Bedeutung. Ähnlich wie das Bison für die Indianer war das Mammut die wichtigste Rohstoffquelle der Menschen. TIERE DER EISZEIT

Wie alt wurden die Menschen in der Eiszeit?

Der Umgang mit den Toten – Die durchschnittliche Lebenserwartung der Neandertaler lag Studien zufolge bei etwa 30 Jahren. So blieb den fortpflanzungsfähigen Neandertalern nur wenig Zeit, ausreichend viele Nachkommen zu zeugen, um das Überleben ihrer Sippe zu sichern.

Vermutlich wurde nur jedes zweite Neandertalerkind älter als fünf Jahre. Offenbar bestatteten die Neandertaler zum Teil ihre Toten. Gräber und kleine Friedhöfe finden sich weit gestreut im Lebensraum der Neandertaler zwischen Frankreich und Israel. Die Bestattungen weisen jedoch nicht zwingend auf Jenseitsvorstellungen hin.

Grabbeigaben sind kaum gefunden worden. Nur in der Shanidar-Höhle im Irak lassen sich in der unmittelbaren Umgebung der Knochen auffällig viele Blütenpollen nachweisen. Blumen könnten also bei Bestattungen durchaus üblich gewesen sein. Außerdem war bei den Neandertalern wohl die Sitte verbreitet, das Fleisch vom Körper der Toten abzutrennen und die Knochen aufzubrechen.

  1. Menschliche Überreste wurden zum Teil wie Tierknochen aufgebrochen.
  2. Was zunächst nach grausamem Kannibalismus klingt, interpretieren viele Wissenschaftler jedoch anders: Sie vermuten eher einen religiösen Ritus hinter dieser Praxis.
  3. Insbesondere die Schnittstellen am Schädel sind ein Indiz für diese These.

Dass vor allem die Köpfe der Toten bearbeitet wurden, deutet nicht auf Kannibalismus hin, da dort nur wenig Fleisch sitzt. Die Praxis ist daher eher ein Hinweis auf rituelle Mehrfachbestattungen. Dabei werden einzelne Knochen exhumiert, vom Fleisch befreit und gesondert verwahrt.

Hat es in der Eiszeit Menschen gegeben?

130.000 trotzten der Kälte – Wie sich zeigte, waren auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit nur rund 36 Prozent des europäischen Kontinents für unsere Vorfahren bewohnbar. Die Grenze der noch besiedelbaren Gebiete erstreckte sich von Mittelfrankreich über das süddeutsche Alpenvorland bis in den Süden der Ukraine, wie die Forscher berichten.

  1. Zwischen der Eisgrenze und dieser Nordgrenze der Besiedlung lag ein 500 Kilometer breiter Streifen menschenleeren, unbewohnten Landes”, so Tallavaara und seine Kollegen.
  2. Aber auch knapp südlich dieses Niemandslandes hielten sich wahrscheinlich nur sehr wenige Jäger und Sammler auf.
  3. Der Kälte ausweichend, konzentrierten sich die Eiszeitmenschen rund ums Mittelmeer und auf der Iberischen Halbinsel – dort war die Bevölkerungsdichte damals am höchsten, wie das Modell ergab.

„Diese räumliche Verteilung stimmt gut mit den archäologischen Daten überein”, sagen die Forscher. Aber wie viele unserer Vorfahren überlebten diese Härteperiode? Die Forscher errechneten, dass vor der Kaltphase vor rund 30.000 Jahren noch rund 330.000 Menschen in Europa lebten.

  • Auf dem glazialen Maximum vor 23.000 Jahren schrumpfte ihre Zahl dann bis auf 130.000.
  • Die Bevölkerungsdichte in den damals besiedelbaren Gebieten Europas lag laut Modell zwischen 2,8 und 5,1 Menschen pro 100 Quadratkilometer.
  • Das ist sehr viel verglichen mit vorhergehenden Schätzungen, die von nur 6.000 Personen ausgingen”, sagen Tallavaara und seine Kollegen.

Erklären lässt sich diese Diskrepanz ihren Angaben nach damit, dass die alten Schätzungen nur auf archäologischen Funden beruhten. „Aber diese liefern nur ein sehr unvollständiges und grobes Bild der vergangenen geografischen Verbreitung des Menschen”, so die Forscher.

Wird es eine neue Eiszeit geben?

1. Rahmstorf sagt eine Eiszeit voraus – Unsinn. Nach dem jetzigen Kenntnisstand spricht nichts für eine kommende Eiszeit; nach den Milankovich-Zyklen ist erst in ca.30,000-50,000 Jahren mit einer neuen Vereisung zu rechnen. Siehe auch Punkt 5.

Haben Mammuts die Eiszeit überlebt?

Warum sind die Mammuts ausgestorben? Sie sind die Herrscher der Eiszeit. Hunderttausende Mammuts ziehen durch die Steppenlandschaften. Doch mit dem Klimawandel vor rund 13.000 Jahren sterben die Mammuts aus.

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Warum wurden die Menschen in der Steinzeit nicht so alt?

156: Wie alt wurden die Menschen in urgeschichtlicher Zeit?How old did people get in prehistory? – Archäologie der Zukunft Wie alt wurden die Menschen in urgeschichtlicher Zeit? Die Menschen in der Steinzeit starben im Vergleich zu heute sehr früh. Fehlende Hygiene, Krankheiten, schlechte Ernährung und Arbeitsbelastung führten zu einer Lebenserwartung von 20–25 Jahren.

Viele Kinder starben schon während der ersten vier Lebensjahre. In der Bronze und Eisenzeit wurden die Erwachsenen mit 30–45 Jahren etwas älter. Doch auch hier starben etwa ¼ aller neugeborenen Kinder und ungefähr die Hälfte aller Neugeborenen erlebten das Erwachsenensein nicht. Aufgrund von Komplikationen bei der Geburt starben viele junge Frauen schon unter 20 Jahre.

Jedoch gab es durchaus Menschen die 50 Jahre oder älter wurden. Aus römischer Zeit sind Menschen bekannt, die mehr als 70 oder sogar 80 Jahre alt wurden. Diese Frage wurde beantwortet von: Barbara Bär, University of Basel, EAS-AES (CH) How old did people get in prehistory? The Stone Age people died – in respect to present – very early.

  1. Poor hygiene, illnesses, bad nourishment and burden of labour lead to an average life expectancy of 20–25 years.
  2. Many children already died in their first 4 years.
  3. In the Bronze and Iron Age, the adults already got a bit older: 30–45 years old.
  4. But as well here, ¼ of all newborn babies died and about half of all newborns did not survive to become an adult.

Due to birth complications many young women died already when they were not even 20 years old. However, there were people who turned 50 years old or even older. From the Roman Times, stories are known of people being 70 or even 80. This question was answered by: Barbara Bär, University of Basel, EAS-AES (CH) © Copyright – Archäologie der Zukunft : 156: Wie alt wurden die Menschen in urgeschichtlicher Zeit?How old did people get in prehistory? – Archäologie der Zukunft

Wie viele Eiszeiten gab es bis jetzt?

Als Eiszeitalter werden Perioden der Erdgeschichte bezeichnet, in denen sich um beide Pole herum, z.T. bis in die mittleren Breiten reichend, größere Vereisungen gebildet haben. Im Laufe der Erdgeschichte gab es mindestens sechs solcher Eiszeitalter, z.B.

  • Vor 600 und vor 300 Millionen Jahren.
  • Die jüngste Epoche der Erdgeschichte, die vor etwa 2,7 Millionen Jahre begann, ist in diesem Sinne ebenfalls ein Eiszeitalter.
  • Sie ist gekennzeichnet durch deutliche Schwankungen zwischen kälteren und wärmeren Phasen, den sogenannten Kaltzeiten oder Glazialen (gelegentlich auch “Eiszeit” genannt) und Warmzeiten oder Interglazialen.

Gegenwärtig befinden wir uns in einer Warmzeit dieses Eiszeitalters.

Was löste die letzte Eiszeit aus?

Den Ursachen von Eiszeiten auf der Spur Winzige Fossilien verdeutlichen die Rolle des Ozeans bei früheren Veränderungen der Kohlendioxidkonzentrations in der Atmosphäre Während der letzten Eiszeiten waren die Kohlendioxid-Konzentrationen in der Atmosphäre niedriger als in der übrigen Zeit.

  1. Die Ursache dafür war bisher jedoch unklar.
  2. Nun haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Universität Princeton in New Jersey Hinweise dafür gefunden: Sie zeigen, dass sich der Aufstieg von Tiefenwasser im Antarktischen Ozean während der Eiszeiten abgeschwächt hat, was wiederum dazu geführt hat, dass mehr des Treibhausgases Kohlendioxid (CO 2 ) in der Tiefsee zurückgehalten wurde.

Die Studie, die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, hilft, den Klimazyklus zwischen den Eis- und Warmzeiten besser zu verstehen. Sie deutet aber auch darauf hin, dass sich der Tiefenwasseraufstieg infolge der globalen Erwärmung verstärken wird. Anhand von Sedimentkernen aus dem Antarktischen Ozean erstellten die Forscher detaillierte Aufzeichnungen über die chemische Zusammensetzung der organischen Materie, die in den Fossilien von Kieselalgen eingeschlossen wurden. Im Bild zusehen ist eine lebende Kieselalge.

  1. Die letzten Millionen Jahre der Erdgeschichte waren von häufigen glazial-interglazial-Zyklen (Eiszeit-Warmzeit-Zyklen) geprägt.
  2. Die großen Klimaschwankungen waren mit dem Wachstum und Schrumpfen massiver, kontinentübergreifender Eisdecken verbunden.
  3. Ursache für die Entstehung der Eiszeiten sind Schwankungen in der Erdumlaufbahn um die Sonne.

Sie reichen jedoch nicht aus, um eine so große klimatische Veränderung zu erklären, weshalb es einen Rückkopplungsmechanismus innerhalb des Klimasystems braucht, der diese Schwankungen verstärkt. In den 1970er-Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die atmosphärische Konzentration des Treibhausgases CO 2 während Eiszeiten um etwa 30 Prozent geringer ist.

Deshalb geht man davon aus, dass die CO 2 Konzentration in der Atmosphäre der Verstärker dieser Klimazyklen ist. Es gab Hinweise darauf, dass das CO 2 während Eiszeiten im Tiefenwasser der Ozeane gespeichert ist, der Grund dafür war jedoch unklar. Ein internationales Wissenschaftlerteam des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Princeton hat nun herausgefunden, dass Veränderungen im Oberflächenwasser des antarktischen Ozeans dazu führten, dass mehr CO 2 in der Tiefsee gespeichert wurde.

Mithilfe von Sedimentkernen aus dem Antarktischen Ozean erstellten die Forscher detaillierte Datensätze über die chemische Zusammensetzung von organischem Material, das in den Fossilien von Kieselalgen eingeschlossen wurde. In einer Studie, die in der Dezember-Ausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift Science erschienen ist, zeigen sie, dass es zu einer systematischen Verringerung des windgetriebenen Tiefenwasseraufstiegs im Antarktischen Ozean während der Eiszeiten kam.

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Die Ursache der Eiszeiten ist eines der großen ungelösten Probleme in den Geowissenschaften”, sagt Daniel Sigman, Dusenbury-Professor für geologische und geophysikalische Wissenschaften an der Universität Princeton. „Wenn wir dieses Klimaphänomen erklären können, werden wir zukünftige Klimaveränderungen besser vorhersagen können.” Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Princeton entwickelten einen neuen Ansatz, bei dem Diatomeen (Kieselalgen) untersucht werden.

Die winzigen Algen wachsen unter anderem in den Oberflächengewässern der Antarktis. Ihre Schalen lagern sich im Tiefseesediment ab und abhängig von der Menge an ungenutztem Stickstoff im Oberflächenwasser variieren die Stickstoff-Isotopenverhältnisse der in den Mineralwänden dieser Fossilien eingeschlossenen organischen Spurenstoffe.

Dies nutzte das Princeton-Max-Planck-Team, um die Entwicklung der Stickstoffkonzentrationen in den antarktischen Oberflächengewässern in den letzten 150.000 Jahren über zwei Eiszeiten und zwei Warmzeiten aufzuzeigen. „Die Analyse der in den Kieselalgenfossilien eingeschlossenen Stickstoffisotope zeigt die Stickstoffkonzentration im Oberflächenwasser in der Vergangenheit”, erklärt Ellen Ai, Erstautorin der Studie und Princeton-Absolventin, die mit Sigman und den Gruppen von Alfredo Martínez-García und Gerald Haug am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz zusammenarbeitet.

„Tiefseewasser weist hohe Konzentrationen von Stickstoff auf, auf den das Plankton angewiesen ist. Je stärker der Auftrieb in der Antarktis ist, desto höher ist die Stickstoffkonzentration im Oberflächenwasser.”

Warum ist die Eiszeit vorbei?

Das Ende der letzten Eiszeit Keine Folge von zu viel Kohlendioxid Los Angeles (USA) – Die Gletscher der letzten Eiszeit begannen vor etwa 18.000 Jahren zu schmelzen. Ein Klimawandel infolge von mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre wurde lange als Ursache für das Ende der letzten Eiszeit angesehen.

Doch das stimme nicht, fanden nun amerikanische Klimaforscher heraus. In einer Vorabveröffentlichung der Zeitschrift “Science” berichten sie, dass die Ursache vielmehr im derzeitigen Klima auf der Südhalbkugel zu suchen sei. “Man kann nicht länger Kohlendioxid (CO2) allein für das Ende der Eiszeit verantwortlich machen”, sagt Geologe Lowell Stott von der University of Southern California in Los Angeles.

Aus der Analyse von Seesedimenten aus dem Pazifik erkannten die Forscher, dass die Temperaturen in der Tiefsee schon 1300 Jahre vor einer nachweisbar höheren CO2-Konzentration in der Atmosphäre um etwa zwei Grad angestiegen sind. Eine Wasserströmung aus der Region der Antarktis sei dafür verantwortlich mit einer wärmenden Wirkung vergleichbar mit der des Golfstroms heute.

Die Aufwärmung der Gewässer auf der Südhalbkugel hat ihre Ursache in einer höheren Absorbtion der wärmenden Sonnenstrahlung. Denn parallel zu den ansteigenden Wassertemperaturen soll dort das See-Eis zurückgegangen sein, das zuvor die Sonnenstrahlung wieder in den Weltraum zurück reflektierte. Diese Studie zeigt, wie regionale Klimaeffekt sich global auswirken können.

Trotz der beginnenden Erwärmung durch eine Tiefseeströmung spielte auch Kohlendioxid im weiteren Verlauf der abklingenden Eiszeit eine wichtige Rolle. Denn durch die einsetzende Erwärmung wurde mehr von dem Klimagas freigesetzt und der weitere Rückgang der Gletscher aus Mitteleuropa beschleunigt.

Wie sahen Menschen vor 30000 Jahren aus?

In einer mit Bäumen gesprenkelten Savanne im heutigen Marokko saß einst eine Gruppe früher Menschen um ein Lagerfeuer gedrängt. Ihre Werkzeuge lagen verteilt auf dem Boden ihrer Lagerstätte und wurden vom Feuer erhitzt. Jetzt legen Untersuchungen der Steingeräte nahe, dass diese alten Menschen vor über 300.000 Jahren gelebt haben.

Damit wären sie doppelt so alt wie zunächst angenommen. Die Ergebnisse, die am Mittwoch in „Nature” präsentiert wurden, füllen eine wesentliche Lücke in der fossilen Überlieferung der Menschheitsgeschichte. Das liegt daran, dass die gefundenen Exemplare auffallende Ähnlichkeiten zu modernen Menschen aufweisen, obwohl sie deutlich früher lebten, als das Alter der ältesten Fossilberichte des Homo sapiens vermuten lassen würde.

Diese stammen aus einer Ausgrabungsstätte in Äthiopien und lassen sich auf ein Alter von 195.000 Jahren datieren. Die ehemaligen Bewohner der Stätte in Marokko waren noch nicht wirklich die heutigen Homo sapiens, Ihre Schädel waren weniger abgerundet, sondern langgezogener als unsere.

Das lässt eventuell auf Unterschiede zwischen ihren und unseren Gehirnen schließen. Allerdings ähnelten ihre Zähne sehr stark denen, die man im Mund moderner Menschen finden würde – und sogar ihre Gesichter sahen genau wie unsere aus. „Das Gesicht das ist Gesicht einer Person, der man in der U-Bahn begegnen könnte”, sagt Jean-Jacques Hublin.

Der Paläoanthropologe des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat das neue Forschungsprojekt geleitet. „Das ist ziemlich erstaunlich.” Noch dazu befindet sich die marokkanische Ausgrabungsstätte im Nordwesten Afrikas, weit entfernt von vielen der Stätten in Ost- und Südafrika, in denen viele der Hominini-Fossilien des Kontinents gefunden wurden.

  1. Für Paläoanthropologen ist die Kombination aus dem Alter und dem Ort der Stätte eine eindringliche Erinnerung daran, dass die Evolution moderner Menschen aller Wahrscheinlichkeit nach viel früher anfing und weiter über Afrika verbreitet war, als frühere Entdeckungen vermuten ließen.
  2. Ich denke, es war unvermeidlich, dass man Hinweise auf moderne Menschen in anderen Teilen Afrikas entdecken würde.

Und es ist auch unvermeidlich, dass die Zeitangaben nach hinten korrigiert werden”, sagt der Paläoanthropologe Bernard Wood von der George Washington Universität, der an der Studie nicht beteiligt war. Die Fossilien und Werkzeuge, die in Marokko gefunden wurden, erinnern uns daran, unser Verständnis der menschlichen Entwicklung immer wieder zu hinterfragen.

„Das Fehlen von Beweisen ist noch kein Beweis für ein Fehlen.” DAS SPIEL MIT DEN ZAHLEN Die marokkanische Ausgrabungsstätte Djebel Irhoud war noch ein Barytbergwerk, als sie in den 1960ern zum ersten Mal wissenschaftliche Wellen schlug. Ausgrabungen offenbarten Steinwerkzeuge und rätselhafte Schädelfragmente, die Wissenschaftler zuerst einem alten Verwandten der modernen Menschen zuordneten.

Für eine tatsächliche Platzierung in der menschlichen Geschichte war jedoch eine verlässliche Datierung der Stätte nötig. Das war eine schwierige Aufgabe, da man für eine präzise Datierung wissen muss, in welche Gesteinsschicht ein Fossil eingebettet war.

Diese Informationen wurden während der 1960er Ausgrabungen in Djebel Irhoud größtenteils nicht aufgezeichnet. Seit er von ihr erfahren hat, hatte sich Hublin danach gesehnt, Djebel Irhout wieder als Ausgrabungsstätte zu eröffnen.2004 hatte er die örtlichen marokkanischen Behörden endlich von seinem Vorhaben überzeugt.

Die Straße in das Gebiet musste neu gebaut werden und 200 Kubikmeter Geröll wurden vorsichtig abgetragen. Zur Freude der Wissenschaftler hatte ein Stück der archäologischen Stätte unter dem Minenschutt überlebt. Dort fand man noch mehr Steinwerkzeuge, umfangreiche Hinweise auf eine menschliche Nutzung von Feuer und einige Knochenüberreste, darunter ein Unterkiefer und ein Hirnschalenfragment.

  1. Was noch wichtiger war: Da sie die Steinwerkzeuge und die Knochenfragmente in derselben Gesteinsschicht fanden, konnten Hublin und sein Team die Werkzeuge nutzen, um die Fossilien von Djebel Irhoud präziser zu datieren.
  2. Das Team hatte den Vorteil, dass die Steinwerkzeuge um den Lagerplatz herum verteilt lagen und unbeabsichtigt von der Hitze des Lagerfeuers der Djebel-Irhoud-Menschen erwärmt worden waren.
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Die Erhitzung der Steine hatte die elektrische Ladung in ihnen neutralisiert. Das bedeutet, dass jegliche Ladung, die heute noch in den Werkzeugen messbar ist, von den umgebenden Sedimenten stammen muss, welche die Steine mit ihrer natürlichen Radioaktivität bombardiert haben.

Hublins Team hat ein Jahr damit verbracht, die Radioaktivität der Djebel-Irhoud-Stätte zu messen. Dann haben die Teammitglieder diese jährliche Strahlungsdosis mit der aktuellen elektrischen Ladung der Werkzeuge verglichen. Auf diese Weise konnten sie feststellen, dass die Djebel-Irhoud-Lagerfeuer die Steinwerkzeuge vor rund 315.000 Jahren erhitzt haben, plus/minus 34.000 Jahre.

Das entspricht dem Doppelten des Alters, das eine andere Studie der Djebel-Irhoud-Stätte 2007 zugesprochen hatte. Die Diskrepanz ergibt sich daraus, dass die frühere Studie, dessen Co-Autor Hublin war, kein so gründliches Strahlungsmodell hatte. Bewertet man jedoch die früheren Studiendaten im aktuellen Modell, ergibt sich ein Alter von etwa 286.000 Jahren – das passt auch zu den Ergebnissen der neue Studie.

  1. Diese Entdeckung verschaffen Djebel Irhoud einen Platz in der sehr kurzen Liste der gut datierten afrikanischen Fossilienfundstellen, in denen Überreste moderner Menschen und ihrer Vorgänger gefunden wurden.
  2. Zusätzlich überschneiden sich die Zeiträume von Djebel Irhoud mit denen, die kürzlich Homo naledi zugeschrieben wurden, einer ausgestorbenen – und anatomisch bizarren – Hominini-Art, die in Südafrika entdeckt wurde.

Die Funde liefern weitere Belege dafür, dass mindestens zwei Hominini-Arten zur selben Zeit in Afrika lebten, die sich deutlich voneinander unterschieden. DAS MOSAIK DER MENSCHHEIT Aufgrund der modernen Gesichter und der primitiven Hirnschädel der Fossilien von Djebel Irhoud liegt für Hublin und sein Team der Schluss nahe, dass sich die physischen Eigenarten moderner Menschen vermutlich nicht alle gleichzeitig entwickelten.

Stattdessen traten wohl diverse Eigenschaften, die wir mit anatomisch modernen Menschen assoziieren, in einer „mosaikartigen Evolution” auf, die auch Neandertaler aufwiesen. Der moderne Mensch „war kein neues Automodel, das in einem Showroom mit allem Drum und Dran seinen Auftritt hatte”, sagt Wood. „Verschiedene Teile der modernen menschlichen Morphologie und des Verhaltens entwickelten sich wahrscheinlich schrittweise.” Der Fund zeigt auch, wie sich die Vorgänger der modernen Menschen weit über Afrika hinweg verstreut haben könnten, sagt Hublins Team.

Beispielsweise könnten sie sich während periodisch auftretender Zeiträume, in denen die Sahara bewachsen war, nach Nordafrika ausgebreitet haben. Mitunter wich die unwirtliche Wüste etwas einladenderem Grasland. Hublin und sein Co-Autor Shannon McPherron betonen jedoch, dass sie noch nicht genau sagen können, wo auf dem Kontinent sich moderne Menschen entwickelt haben.

Außerdem erzeugen die Funde ein spannendes Dilemma: Sollten Paläoanthropologen die Überreste von Djebel Irhoud als Teil der Art Homo sapiens behandeln? „Das Material von Djebel Irhoud trägt zu der Debatte bei, wo genau Anthropologen die Grenze dabei ziehen, wie ‚menschlich‘ etwas sein muss, um als ‚moderner Mensch‘ zu gelten”, sagt Tanya Smith.

Die Paläoanthropologin der Harvard Universität und der Griffith Universität in Australien war an den neuen Studien nicht beteiligt. John Hawks, ein Paläoanthropologe von der Universität Wisconsin-Madison, ist von der Behauptung der Autoren der Studie beunruhigt, dass die marokkanischen Fossilien zur Klade des Homo sapiens gehören.

  • Ich denke, diese Abhandlung geht einen Schritt zu weit”, sagt er.
  • Sie definieren das Konzept des Homo sapiens neu, indem sie diese Kategorie des ‚frühen modernen Menschen‘ aufmachen, die ich noch nie gesehen habe.” Obwohl Hawks die Forscher für ihre sorgfältigen Widerausgrabungen lobt, warnt er auch davor, die Bedeutung der Abhandlung überzubewerten.

„Vielen Wissenschaftlern sind die sehr archaischen Merkmale des Hirnschädels schon aufgefallen, ebenso einige Ähnlichkeiten zu modernen Menschen beim Gesicht”, fügt er per E-Mail hinzu. Hublin und seine Kollegen „haben dem wirklich nichts Neues hinzugefügt, abgesehen von der Zeitspanne.” Wood hingegen findet, dass Hublins Kategorie des „frühen modernen Menschen” sinnvoll ist.

Und unabhängig von der Bezeichnung, so sagt er, haben die Fossilien von Djebel Irhoud ihren Platz im Wandteppich der Menschheitsgeschichte. „Es gibt fossile Beweise für eine Population, die vor 300.000 Jahren lebte und modernen Menschen auf verschiedene Art bemerkenswert ähnlich sah. Davon kann sich jeder sein eigenes Bild machen”, sagt Wood.

„Man kann entweder die Definition des Homo sapiens erweitern, um einzuschließen, oder es waren eben Lebewesen, die auf dem Weg dahin waren, moderne Menschen zu werden.” Michael Greshko auf Twitter folgen. Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurde das Geschlecht von Shannon McPherron fälschlicherweise als weiblich angegeben.